Dark Side of the World

Das Magazin für alle Themen jenseits des stressigen Alltags

Dieser Blog ist unsichtbar!

 

In den letzten Tagen habe ich mich fast schon fieberhaft in mein neues Blog - Projekt gestürzt. Ich bin wahrscheinlich der größte Terminator - Fan unter dieser Sonne, deswegen sind es bereits schon knapp zehn Din- A4 Seiten geworden. Aber so, am Rande eines Burnout und mit den Nerven am Ende, konnte es gewiss nicht weitergehen. All meine Worte waren einfach schlichtweg zu viel für diesen Blog und zu wenig für ein Buch, also habe ich es letztendlich sein lassen.

 

Dumm nur, dass ich auf all mein Material sitzen blieb, welches ich mühsam für den Blog zusammengetragen habe. Ich war wütend auf mich und fragte mich, warum ich das überhaupt mache. Ich meine, Blogs machen mir hier auf CW sehr viel Spaß, ganz gleich ob ich nun einen oder (wie bei meinem besten Blog) über fünfhundert Leser, bzw Leute habe, welchen meinen Blog anklickten. Das ist einfach Leidenschaft und wenn ich ganz bekloppt bin, dann lese ich meine Lieblingsblogs nur für mich noch einmal durch.

 

So, ich war also so ziemlich down, doch dann fiel mir wieder jener Kommentar von meinem letzten Blog ein, welchen ich hier noch einmal quoten werde:

 

 

Leprechaun schrieb:

Wall of Text images/smilies/m-mad.gif images/smilies/SC06.png

 


Ein "Wall of Text" wäre meine Terminator - Orgie mit Sicherheit geworden, ohne Frage. Aber wichtig war auch, was ich auf seinem Kommentar antwortete:

 

Avi schrieb:

Das nächste Mal mache ich nur Bilder, extra für dich, Leprechaun. images/smilies/knuffel1.gif

images/smilies/m-wink.gif


 

 

 

Und so sei es. Ich halte mich dran und werde diesen Blog, was allerdings nicht wirklich geplant war, alleinig für Bilder und ein Video, welches ich auf Youtube gefunden habe, verwenden.

 

 

 

 

 

 

-The Terminator 1984-

 

 

 

 

 

- Terminator 2 - Tag der Abrechnung (1991) -

 

 


 

- Terminator 3 - Rebellion der Maschinen (2003) -

 

 

 

 

- Terminator SCC - Sarah Connor Chronicles (2007-2009) -


 

 

 

 

- Terminator 4 - Die Erlösung (2009) -


 

 

 

 

 

- Terminator Eye - Cam -

 

 

 

 

- Funny Pics -

 

 

 

 

 

 

 

- John Connor - The Terminator bis Terminator Genisys -


 


 

Fragt mich bitte nicht was ich von den einzelnen Teilen, dem künftigen Ableger Genisys mit anderer Timeline oder dem neuen potentiellen John Connor - Darsteller halte. Das könnte alles in einem Wall of Text ausarten. images/smilies/ugly.gif

 


In diesem Sinne  . . . komme ich wieder, hasta la vista und so! ^^

 

 

Avi


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Terminator Bilder


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Ich bin wieder zurück aus dem freiwilligen Hatervollzug. Was war ich doch ein Hitzkopf und habe extrem überstürzt gehandelt. Ich wollte mit CW Schluss machen und diese Seite, so wie all seine sympathischen User, weit hinter mir lassen. Das war der Grund . . . und die Tatsache dass ich ständig mit einem (mittlerweile) ehemaligen User verglichen wurde. Doch wirklich schlüssig war mein Grund nicht gerade. Ich bin eben noch ein kleiner Junge geblieben, welcher auch mit ü30 unüberlegt handelt als kenne er keine Vernunft.


Ich bin erwachsen.


Das lasse ich einmal so stehen, denn ganz verstehen kann ich es noch nicht. Ich fühle mich jung. Wenn man mich nach meinem geistigen Alter fragen würde, so wäre meine Antwort zwischen 16 und 18 Jahre. Ja, genau da fühle ich mich wohl und nicht mit 31. Dieses biologische Alter kann ich nur anhand meines Geburtsdatums ableiten. Anfangen kann ich damit nicht wirklich etwas.

 

 


Meine Jugend habe ich, objektiv betrachtet, irgendwie verschlafen. Ich war einfach nur so da und habe in den Tag hinein gelebt und die Zeit an mir vorbei ziehen lassen. Jetzt besuche ich eine Weiterbildung und versuche von den ständig wechselnden Minijobs wegzukommen. Aber älter fühle ich mich, obgleich ich nun einem verantwortungsvolleren Pfad folge, nicht wirklich.


Ich zocke gerne, habe Spaß und schiebe mittlerweile Leid und Sorgen weit von mir. Warum sich auch sorgen, wenn alles ohnehin auf einen gewissen Punkt zusteuert? Denn ganz gleich ob man ein Haus, Baum oder Kinder hat, man stirbt dennoch ganz allein in einem Altersheim. Davor sind nicht einmal die reichsten Kreativgeister geschützt. „Er verstarb einsam und verarmt“ - „Er starb trotz seiner großartigen Karriere im Heim“ . . . Wenn man das alles liest, dann fragt man sich warum man sich so anstrengt.


Das Leben fließt und die Zeit rinnt unbarmherzig durch die Finger. Ich hatte eine lange Zeit panische Angst vor dieser Tatsache. Sterben. Tod. Das Ende! Ich wollte nicht sterben, aber was viel wichtiger ist: Ich wollte niemals alt werden!

 


Sich von einer Pflegerin oder einem Pfleger füttern lassen, wieder eine Windel tragen und mit einer Krabbelhilfe/ aka Gehilfe durch die Gegend schlürfen, so wie einst als man noch ein Baby war . . . ? Nein Danke, dann doch lieber bei einem Unfall jung sterben. Ich habe Paul Walker wirklich beneidet, muss ich gestehen. Er wird auf ewig jung in meinem Gedächtnis bleiben, und nicht als alter, gebrechlicher Greis.


Das Alter schreckt ab. Trockene Haut, welche sich um die Knochen spannt, noch dazu übersät mit Altersflecken... es gibt wirklich bessere Dinge im Leben. Die Frauen wollen ewig schön bleiben. Jung, schön und erfolgreich. Wenn nicht Letzteres, dann doch wenigstens schön. Und somit spritzen sich nun auch Frauen aus dem Mittelstand Botox ins Gesicht, in der Hoffnung ein Stück ihrer Jugend zu bewahren und den Jungbrunnen kurz berühren zu können. Ein Hoch auf Ambrosia und die Unsterblichkeit! Doch lohnt es sich wirklich? Ewig zu leben... und noch dazu in dieser Welt? Die Ernüchterung kann man in den aufgespritzten Gesichtern der schönen.... Verzeihung, ich meine nur der Reichen sehen. Männer wie Frauen rennen mittlerweile ihrer verloren gegangen Zeit und Jugend hinterher und es hat etwas ungemein Verzweifeltes an sich.

 


Warum kämpfen? Warum das Leben nicht so akzeptieren wie es ist? Ich meine, früher als die Menschen noch in kleinen Grüppchen lebten, waren die schönen Menschen eher Außenseiter und mit Argwohn zu betrachten, währenddessen die Alten die Weisen in der Gemeinschaft darstellten. Man war früher stolz darauf alt zu sein, haben doch alle zu einem aufgeschaut. Klar, heute fluchen „unsere“ alten Leute in der Gesellschaft und sie denken wir jungen Leute hätten es verdient. Dabei gibt es ihn noch: den Respekt vor dem Alter. Doch dieser wird bei den Omas und Opas in unserer Mitte gerne mal übersehen.

 


Ein Aufschauen zu „unseren“ Weisen ist somit nicht mehr möglich, doch wir könnten es ändern. Indem wir selbst unser Alter akzeptieren und weise werden. Wir könnten unsere Lebenserfahrung nutzen, anstatt sie weit von uns zu schieben und wehmütig zurück zu blicken. Wir könnten anfangen uns zu freuen auf alles was kommt, wenn wir beginnen die Zeit nicht mehr zu fürchten.

 

 


Allein im Alter? Angst vor dem Vereinsamen, trotz enger Familie? Warum denn keine WG im hohen Alter gründen? Warum nicht mit 70 oder 80 noch ein wenig (oder gar viel) Geld verdienen? Das unsere Gesellschaft immer älter wird, ist nun kein Geheimnis mehr, also nutzen wir doch unsere Chance, anstatt in Angst zu leben vor grauen Haaren und körperlichen Einschränkungen. Das Leben ist so viel mehr als nur Angst, sowie der Blick zurück zu etwas das einst war und nie wieder sein wird.

 

 

In diesem Sinne . . . entdeckt den weisen Häuptling in Euch und erfreut euch des Lebens, der Natur und Eures Seins.


 

 

Avi


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Zeit Indianer Alter Angst Sterben


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Nachdem ich in letzter Zeit nicht umhin kam mich ein wenig mit Themen rund um Games zu beschäftigen, folge ich wieder meinem ursprünglichen Pfad. Der Pfad, welcher Euch vielleicht dazu bewegen könnte intensiver über das Leben, die Natur, die Wissenschaft und den Menschen nachzudenken.

 

 

Der Mensch. Da wären wir auch schon in der Kernproblematik meines aktuellen Blogs angelangt. Derzeit leben auf unserem blauen Planeten über 7 Milliarden Menschen und pro Minute kommen in etwa 150 neue Menschen hinzu. Das klingt beängstigend in meinen Augen, ist doch bei diesem exponentiellen Wachstum kein Ende in Sicht. Und dabei hat alles einmal so überschaubar begonnen . . .

 

 

Jahrtausende verbrachte der Mensch in Höhlen, und die Zeit schien beinahe still zu stehen. Erst seit 12.000 Jahren züchtet der Mensch Haustiere und seit 5000 Jahren kennen wir die Schrift, seit 400 Jahren das Buch und seit 100 Jahren das Auto.
Wir leben in einer Zeit, in welcher alles schnell gehen muss. Erfindungen werden nahezu in einem beispiellos rasantem Tempo vollzogen, wohingegen einst die Erfindung eines tauglichen Uhrwerkes nach langer Studie von Vater und Sohn, unter anderem auf hoher See, beinahe zwei Generationen gedauert hat.

 

 

Die Zukunft ist jetzt. Denn wir besitzen eine Kommunikation, wie es sie noch niemals zuvor auf dieser Erde gab. Von Höhlenbildern, über Rauchzeichen bis hin zu den ersten Keilschriften haben wir nun ein Kommunikationssystem, welches uns binnen Sekunden mit Gesprächspartnern in Honolulu verbindet, wenn wir das möchten. Die Nachrichten über Politik, Unruhen, sowie Tsunami- und Erdbebenmeldungen erreichen uns beinahe in Echtzeit.

 

 

Es ist natürlich die ideale Traumvoraussetzung, um über einen wichtigen Aspekt nachzudenken- und zwar wir alle gemeinsam. Es geht um die Aussiedlung ins Weltall. Der Bevölkerungszähler steht nicht still. Im Gegenteil, überwiegt doch die Geburtenrate drastisch die Sterberate. Immer mehr Menschen benötigen auch immer mehr Lebensraum. Das ist vollkommen legitim und führt in Großstädten unweigerlich zu einem Problem des Wohnraummangels.

 

 

Ein weiteres Problem ist, dass die Menschen vom Land in die modernen Großstädte fliehen. In diesen Molochs winkt jedoch nicht immer Arbeit und Geld. Das Gegenteil ist meist der Fall, nur kommt noch ein großer Wohnungsraumengpass hinzu. Wo soll man wohnen, wenn die Städteplaner kein Geld haben ungenutzte Fläche in Wohnraum zu verwandeln? Die Folge sind natürlich horrend steigende Mietpreise. In Tokyo, Japan, ist man an dieser Stelle bereits einen Schritt weiter. Dort leben Milliarden Menschen auf diesen verhältnismäßig kleinen japanischen Inseln in gewaltigen Ballungsgebieten. Das Problem des Wohnungsmangels hat die Städte zu Sci- Fi Citys mutieren lassen, in welchen selbst Wohnraum über bereits vermieteten Parkplätzen angeboten wird. Es sind Containerhäuser, welche als Büro- oder Wohngebäude genutzt werden können. Auf Stelzen stehen sie über den Parkplätzen und können zu jeder Zeit abgebaut, an andere Orte transportiert und dort wieder aufgebaut werden. Doch ist so etwas auf Dauer eine Lösung für das Übervölkerungsproblem?

 

 

Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Es gibt jedoch einige Indizien, welche darauf hindeuten, dass wir hier auf Erden nicht mehr lange leben können, wenn wir so weiter machen wie bisher. Ein Mensch verbraucht pro Kopf eine Unmenge an Ressourcen. Nahrung, Kleidung, sowie unnütze Luxusgüter, welche ebenfalls wertvolle Ressourcen beanspruchen. Das hochgerechnet auf Milliarden Menschen in den reichen Regionen unserer Welt, und man erkennt das potentielle Problem sofort. Ressourcen sind nicht unbegrenzt vorhanden. Alles geht einmal zur Neige, wenn der Mensch nur verbraucht, verbraucht, verbraucht. Rohstoffe werden immer weniger. Tiere, welche als Nahrung dienen, sterben aus und durch Waldrodungen entstehen tote Lebensräume oder noch schlimmer, die Voraussetzungen für Erdlöcher. Keine Wurzeln halten das Erdreich mehr stabil, so kann das Wasser den Boden aufweichen und folglich den ganzen Grund meterweit mit nach unten reißen. Meldungen über gigantische Erdlöcher gibt es noch immer sehr viele in den Nachrichten. Zu viele in meinen Augen. Doch diese Löcher sind nur der Beweis, dass der Mensch dem Planeten die Grundlage nimmt  - und somit auch sich selbst.

 

 

Schon heute beginnt in einigen Regionen der Kampf um das Trinkwasser und wissenschaftliche Studien beschäftigten sich schon fieberhaft mit dem Dilemma was wir einmal essen werden, wenn nicht mehr genug Nahrung vorhanden ist. Die Antwort ist derzeit: Insekten. Sie bieten viele Proteine und Nährstoffe - genug um satt und wohl ernährt zu werden. Noch dazu kann man sie leicht züchten und somit produzieren.

 

 

Neben dem Ressourcenproblem verursacht der Mensch jedoch noch etwas weitaus Schlimmeres: Müll. Wenn man sich in seiner eigenen Wohnung so umschaut und die Mülltüten betrachtet, dann kann man manchmal gar nicht glauben wie viel Müll doch tagtäglich so anfällt. Das jetzt auf 7 Milliarden Menschen hochgerechnet, offenbart noch ein mitunter sehr großes Problem. Müllberge, giftige Verbrennungsdämpfe, Krankheiten, Plastik . . . Unsagbar viel Plastik. Es schwimmt im Meer und verklebt unter anderem die Mägen von Pottwalen, den größten Tieren unserer Erde. Es wickelt sich um die Hälse von Seevögeln, Fische fressen Plastik und zwischen Algen und Korallen kleben Tüten aus Plastik. Das noch nicht genug, hat selbst ein Astronaut der ISS schon einmal eine Plastiktüte im All an sich vorbei schweben sehen. Wer soll den ganzen Dreck, in welchen wir irgendwann einmal versinken, wieder aufräumen?

 

 

Das ist in meinen Augen nahezu unmöglich. Die Klimaveränderungen infolge der Treibhausproduktion vieler Großstädte weltweit lasse ich einmal außen vor. Feinstaub und Smog hin oder her, aber Klimakatastrophen gab es schon, so lange die Erde existiert. Das ist nicht unser Problem, sondern unsere Lebensweise ist es. Und diese führt eher früher als später dazu, dass wir uns, ähnlich wie das Virus, einen neuen Lebensraum suchen müssen.

 

 

Doch Aussiedeln ins All kostet Geld. Keine sogenannte Wirtschaftsgroßmacht hat dieses Geld. Die USA haben mehr Schulden, als sie abbezahlen können. Sie handeln mit Staatsanleihen, welche nichts weiter als Schuldenzettel sind. Früher war das Geld an einen realen Wert gekoppelt: das Gold. Die USA lagern mitunter einen Großteil davon in ihren Depots. Der Handel ging damals wie folgt von statten: ein Land kauft Gold von den USA und gibt Amerika Geld. Doch das Gold erhält dieses Land nicht, weil die Barren auch weiterhin in den USA gelagert werden. Aus diesem Grund hat Amerika angefangen imaginäres Gold zu verkaufen, um somit mehr Geld zu erhalten. Doch irgendwann wollten die Länder auch mal ihr Gold sehen. Möglich war, dass beispielsweise auf einen Goldbarren mehrere Besitzer kamen, welche einen rechtlich untermauerten Anspruch darauf hatten. Um einen drohenden Konflikt abzuwenden, koppelte die USA das Papiergeld vom reellen Wert des Goldes ab, was gegenwärtig zur Folge hat das weder der Dollar, der Yen, noch der Euro an einen realen Wert gekoppelt sind. Unser Geld im Portemonnaie ist im Grunde genommen nichts weiter als wertloses Papier.

 

 

Das hat natürlich alles die Konsequenz, dass die Länder hochverschuldet sind und das sich diese Spirale immer weiter und weiter in eine Art Malstrom verwandelt . . . ohne ein absehbares Ende in Sicht. Geld ist wertlos und da facto nicht mehr vorhanden. Die Folge wäre ein weltweiter Krieg, welcher alles auf 0 setzt. Allen voran die Schulden. Vor diesem Hintergrund wäre die Finanzierung einer Aussiedlung der Menschheit ins All ohnehin niemals umsetzbar.

 

 

 

 

Doch überlegen wir ein wenig weiter, so kommen wir an dem Punkt, wo wir uns zu fragen beginnen ob es wenigstens technisch möglich wäre. An diesem Punkt habe ich natürlich begonnen für diesen Blogeintrag sämtliche Bücher zu dem Thema zu wälzen und Sci- Fi Internet - Seiten nach Antworten auf diese Frage zu durchforsten. Allerdings gelangte ich schnell an dem Punkt, wo ich mich an meine Kindheit zu erinnern begann. Klein Avi war 11 oder 12 als er anfing sich brennend für das Thema Weltall und Raumfahrt zu interessieren. Ich habe damals von meinem Vater zum Geburtstag ein kleines, rotes Plastikteleskop geschenkt bekommen. Das war jedoch vielmehr ein Spielzeug und zum Observieren von Sternen nahezu ungeeignet. Den kleinen drehbaren Sternenglobus, sowie das „Was ist Was“ - Buch zum Thema „Der Mond“ habe ich hingegen heute noch.

 

 

Der Mond wird mich niemals loslassen, was die Faszination rund um unseren Trabanten betrifft. Ebenso wie das Weltall, die Sterne, Schwarze Löcher, die Quantenphysik und dergleichen. Doch als ich noch sehr jung war, gab es zwei Ereignisse, welche mich stark erschüttert haben. Einmal war es die Tatsache, dass die Hündin Laika (Лайка, zu Deutsch „Kläffer“), das erste Lebewesen im All, während ihrer „Mission“ qualvoll starb. Die zweite Tatsache, welche mein bisheriges Weltbild vollkommen aus den Angeln hob, habe ich damals als kleiner Pimpf auf dem TV - Sender Vox gesehen. Es war eine Dokumentation über die sogenannte „Mondlandungslüge“. Was ich bisher als unumstößliche Tatsache betrachtet hatte, sollte nun alles nichts weiter als eine Lüge gewesen sein, damit Amerika im kalten Krieg die Nase weit vor Russland hat, was die Raumfahrt betrifft?

 

 

Nun, ich habe mir im Laufe der Jahre beide Argumentationsseiten angesehen. Ich kenne das Für und das Wider, alles bis ins kleinste Detail. Doch im Endeffekt bin ich an den Punkt angelangt, dass ich es allein schon bedenklich finde das die Mondlandung der Amerikaner überhaupt in Frage gestellt wird. Jetzt liegt es an den Taikonauten, ergo an den reichen Chinesen, mir selbst zu beweisen, ob ein Mensch jemals seinen Fuß auf den Mond gesetzt hat, oder jemals wird setzen können. Und so lange diese Frage in meinen Augen noch nicht ausführlich geklärt ist, erübrigen sich auch alle anderen Fragen rund um Erzminen auf dem Mond, Raumstationen im All, das Terraformen für den Menschen geeigneter Planeten, die Reise zum Mars oder etwaige Möglichkeiten der Schwerkraft, sowie energieeffiziente Antriebsmöglichkeiten für Generationsraumschiffe oder, und das war eigentlich das Kernanliegen meines Blogs, ein Leben im All.

 

 

Um nach den Sternen greifen zu können, müssen wir Menschen in aller erster Linie erst einmal Klarheiten auf unserem Planeten schaffen. Momentan ist meine Schlussfolgerung von all dem, dass es irgendwann eine Art 3. Weltkrieg und danach einen Neuanfang geben wird. Ein Neuanfang, wo unsere Stahlbauten zu Staub und Rost zerfallen, und wo neue Zivilisationen entstehen, welche von uns sprechen wie einst Platon von Atlantis oder der verrückte Erich von Däniken von prähistorischen Raumfahrern, währenddessen er vom Flugzeug aus die kunstvollen Linien Nazcas aus der Luft betrachtet.

 

 

 

In diesem Sinne . . . wird das leider noch nichts mit dem Koffer packen und der Reise zu neuen Wohnplätzen im Weltall.


 


Avi, ehemals Aviator


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Weltall Erde Mensch


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Bevor ich (endlich) zu meinem alten Blog- Schema zurückkehren werde, liegt mir noch eine Sache auf dem Herzen. Es geht dabei um den schier unüberschaubaren Android/iOS - Markt.

 

Meine erste Frage ist natürlich ob dieser Markt unser Hobby bedroht? Das mag im ersten Moment wie die ewig alte Leier vom Sterben der Konsolen (oder des PC's) klingen. Doch für mich ist dieser Gedankengang es Wert, dass man ihn zu Ende denkt.

 

Man hat auf der einen Seite eine Flut an Genres und Games in einer Preisklasse von mehr oder minder 0,70 Cent bis vielleicht 9,00€, welche mal eben schnell entwickelt sind. Auf der anderen Seite sind da noch "unsere" Games, welche von 30€ - 70€ kosten, und die auch schon einmal 4 - 5 Jahre Entwicklungszeit beanspruchen können. Währenddessen man ein Android/iOS - Game nach dem Durchspielen einfach durch ein anderes austauschen kann, muss man bei uns vielleicht nach einer jahrelangen Wartezeit mit einem Spiel rechnen, welches gerade einmal für 4 - 9 Stunden Spaß macht.

 

Natürlich sind da noch die (J)RPGs auf der einen und die F2P/ bzw. P2W - Spiele auf der anderen Seite, welche den "Spielspass" künstlich in die Länge strecken. Sei es durch das Bezahlen neuer Inhalte oder in den meisten Fällen durch sinnfreies Grinden und Leveln. 

 

 

Es gibt auf dem Mobile- Markt für die Smartphones und Tablets so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Von Shootern, über Super Mario ähnlichen Jump'n Runs, bis hin zu Renn- und Rollenspielen. Es gibt fast keine Grenzen mehr, allein deswegen weil die Geräte immer leistungsfähiger werden. Aktuelle Smartphones und Tablets buhlen derzeit auch um satte HD- Auflösungen. Das Iphone S5 z.B. bietet für sein 5" Display 441ip, das entspricht 147 Bildpunkte. Die Mehrkernprozessoren sorgen für extrem viel Power, saugen jedoch die Akkus dieser Geräte wie hungrige Vampire aus.

 

Alles wird immer kleiner und smarter könnte man meinen. Doch weit gefehlt, denn die Displays werden heute immer größer, um möglichst viel darstellen zu können. Ein gravierender Nachteil sind jedoch immer noch die spiegelnden Oberflächen.

 

Der App- Markt und auch die Gamestores quillen gerade über. Oft sind die Apps bloß locker getarnte Möglichkeiten, um die User auszuspionieren und mal eben die Kontodaten einzusehen. Einzig Amazon mit seinen Kindle - Tablets schiebt den abertausenden von frei programmierten Apps einen Riegel vor. Dies hat jedoch den Nachteil, dass es weniger Angebote als bei Apple oder Google gibt. Auch Updates kommen recht spät, weil (und das ist wieder von Vorteil) diese von Amazon genauestens geprüft werden.

 

Eine unkonntrollierte Angry Bird: Star Wars- App kann z.B. schon einmal die Pforten zu den eigenen Kontodaten bequem öffnen. Dies ist in meinen Augen eines der größten Nachteile auf dem Android/iOS - Markt. Der Kunde ist dort meist Freiwild für alles und die Spiele nur Mittel zum Zweck. Sei es nur um den Kunden zu schröpfen, ihm Geld aus der Tasche mit In- App- Einkäufen zu ziehen oder um ihn zu observieren. Hinter Apple, Google und vielleicht sogar auch hinter Amazon verbirgt sich mit Sicherheit auch der "nette kleine" Geheimdienst NSA.

 

Was gibt es also für Alternativen, wenn man die Vorteile des mobilen Spielens genießen will? Handhelds aus dem Hause Nintendo oder Sony?


Nintendo 3DS/ 3DS XL und 2DS:

 

 

Der Vorteil dieses kleinen Gerätes ist es, dass man alle Nintendo- Spiele unterwegs zocken kann. Von Super Mario über Luigi und Yoshi ist alles mit dabei. Der Double Screen und der Stylus bieten dabei interessante Eingabemöglichkeiten, so wie Ende der 1990'er als man die ersten Touchtelefone noch mit einem Stift bediente. Der 3D- Effekt ist eher ein zweischneidiges Schwert. Für Flug- und Rennspiele ist er so gut wie nicht zu gebrauchen und auch bei Spielen wie The Legend of Zelda- Ocarina of Time macht er in meinen Augen nicht wirklich Sinn.

 

Die Grafik ist, durch den 3D- Effekt des Gerätes, eher an alte PS2- Games angelehnt. Das Gerät selbst ist weder hochwertig designt, noch gefertigt und es richtet sich eher ans jüngere Publikum.

 

Playstation Vita:


 

Die Playstation Vita ist ein sehr edler Handheld, welcher beinahe schon die Grafik der Playstation 3 erreichen kann. Durch den zweiten Stick, welchen man beim 3DS erst nachkaufen muss, gehen FPS- und Shooter Games, sowie Action- Adventure sehr leicht von der Hand. Das Display ist ein großer Touchscreen und auch auf der Rückseite hat man eine Touchfläche zur Verfügung.

 

Die Vita ist, ohne Frage, sehr hochwertig verarbeitet. Surfen, Youtube- Videos schauen und auch grafisch recht ansprechende Titel kann man mit diesem kleinen Allrounder sehr gut genießen. Das große Aber ist jedoch der mangelnde Spielesupport. Es gibt von jedem Genre, bis auf zahlreiche Import- Games und RPGs, noch ein großes Defizit.

 

Würde Sony die Vita hierzulande nicht so sehr vernachlässigen, und vielleicht sogar mit weitaus mehr Apps und Minigames aus dem Android/iOS - Sektor versorgen, dann wäre sie defintiv auch viel erfolgreicher. Bei der Vita wird jedoch deutlich, dass die Qualität eines Low- Price Tablets leider noch nicht einmal ansatzweise erreicht wird. Allein schon was die Surfgeschwindigkeit und auch die Qualität des Displays betrifft, und das, obwohl das OLED der PSV wirklich Spitzenklasse unter den Gaminghandhelds ist.

 

Doch können Handhelds künftig mit den Smartphones und Tablets mithalten, wenn auf diesem Markt schon alles billig kopiert wird, was man in unseren Kreisen schätzt und ehrt?

 

 

Ich gehe eher davon aus, dass die Vita Sonys letzter Handheld sein wird.  Ob Nintendo es noch einmal wagt gegen die Flut des iOS/ Android- Marktes anzukommen, steht nach der Wii U- Pleite noch in den Sternen. Eine weitere Baustelle kann sich Nintendo derzeit nicht mehr leisten. Schon gar nicht eine, die parallel zur schwächelnden Wii U verläuft.

 

Aber kann sich überhaupt noch jemand gegen diesen Markt behaupten? Eine Alternative wäre in meinen Augen eine Symbiose aus Tablet und Konsole. Und genau das schien man sich bei Nintendo damals auch gedacht zu haben. Jedoch hat Iwata wohl nicht ganz zu Ende gedacht. Selbst die günstigsten Tablets sind heutzutage schon kleine High- End Kisten. Dagegen wirkt das Gamepad der Wii U wirklich wie ein Fisher Price- Produkt, wodurch Nintendo sich dann selbst wieder an sein Kinderkonsolen- Image festgenagelt hat. Warum denn keine stylische Alternative? Sony hat es mit der PS Vita doch gezeigt, dass dieses Gerät, trotz der fehlenden Spiele noch zu etwas gut ist und auch Amazon verbindet seine Fire Tablets künftigt mit dem Fire TV:

 

 

Die Handhelds alleine können, auch wenn ich die PSV vergöttere, auf längerer Sicht nicht gegen die Smartphones und Tablets ankommen. Dazu sind die Spiele viel zu teuer. Für ein Animal Crossing New Leaf oder ein Killzone Mercenary zahlt man Unsummen im Vergleich zu Fishdom, Jewel Legends oder Final Fantasy III auf den iOS/Android- Systemen.

 

Zahlt sich all das im Endeffekt wirklich aus? Nun, ich denke es kommt auf den persönlichen Geschmack an, und auch darauf wie man aufgewachsen ist. Können die heutigen Kids etwas mit unseren Triple A- Titeln anfangen? Erhöht sich deren Herzschlag, wenn ein neues GTA angekündigt wird? Und wenn, würden sie ein abgespecktes GTA lieber auf dem Tablet oder Smartphone bevorzugen?

 

Unser Spielehobby ist schon seit einiger Zeit im Wandel. Die Games dauern im Schnitt zu lange, was die Entwicklungszeit betrifft. Wird jemals The Last Guardian erscheinen? Wann kommt endlich Final Fantasy Versus XIII Final Fantasy 15? Wird Nintendo noch dieses Jahr zur E3 ein Release- Datum zu The Legend of Zelda HD U ankündigen? All diese Games, auch das verschobene Drive Club oder Watch Dogs, brauchen Zeit. Sehr viel Zeit. Und wieviel Spielspaß kommt für uns nach all der Zeit im Endeffekt dabei heraus?

 

 

Oftmals ist die Frage, ob sich das Warten lohnt auch mit einer gewissen Leidenschaft für unser Hobby verbunden. Doch sind Smartphone- Zocker, welche die Games wechseln wie andere Leute die Schuhe, keine echten Zocker? Was ist eigentlich ein "echter Zocker" und wo führt uns unsere Zukunft hin?

 

All diese Fragen geistern mir immer durch den Kopf, wenn ich meine Frau begeistert mit ihrem Tablet zocken sehe. Und ihre Vita? Nun, die verstaubt nun vor sich hin und wird kaum noch genutzt. Und selbst die großen Konsolen hat sie seit da an nicht mehr angerührt. Ni No Kuni bleibt beim letzten Spielstand auf Eis gelegt . . . und das alles wegen Playrix- Spielen, sowie einer Flut an Renn- und Aufbauspielen für das Android- System.

 

Ich habe ihr Tablet noch nicht in die Hand genommen. Warum? Vielleicht weil ich Angst habe auch infiziert zu werden. Von einem Virus, welcher weitaus schlimmer ist als so manch eine Horrorvorstellung von einer Zombie- Apokalypse...


 

 

In diesem Sinne . . . behaltet Eure Controller fest in der Hand, ganz gleich wie lange es auch dauern mag auf die guten alten Triple A- Titel zu warten.


 

Aviator


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Smartphones Tablets iOS Tablet Sony Nintendo 3DS PS Vita


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Früh am morgen habe ich nichts besseres zu tun als nun einen Blog- Eintrag über Drive Club zu verfassen. Ich muss echt verrückt sein. ^^ Aber sei es drum.

 

Drive Club, einst als Launch Titel für die Playstation 4 gedacht, entpuppt sich nun als eine Art zweites The Last Guardian oder gar noch schlimmer als ein Final Fantasy Versus XIII images/smilies/SC24.gif , welches dann zu Final Fantasy 15 wurde . . . wenn es denn überhaupt mal erscheinen sollte in diesem oder einem anderen Leben.


Hat Drive Club nun einen ähnlichen Weg vor sich? Oder hat Sony mit diesem Spiel noch etwas Großes vor? Darüber möchte ich mit Euch ein wenig spekulieren, wenn Ihr Bock habt.

 

Bevor wieder ein lieb gemeinter tl:dr Kommentar kommt, versuche ich mich (untermalt von Bildern) kurz zu fassen. Also, Drive Club war nun schon fast zum greifen nahe, wenn man an die Demo denkt:

 

 

 

 

Doch was ist passiert? Dachte man sich bei den Evolution Studios oder bei Sony, dass man Drive Club nicht einfach so auf den Markt schmeißen kann? Also so ähnlich wie es mit Forza Motorsport 5 für die Xbox One geschah? An Forza 5 haftet noch ein Hauch der alten Gen und es bietet nicht wirklich das von vielen erwartete „Next Gen- Flair“. Anfangs war es gar so, dass Drive Club und Forza 5 in eine Art Konkurrenzkampf der Fans und Zocker verwickelt wurden.

 

 

 

 

 

War dies vielleicht auch einer der Punkte, welcher letztendlich dazu führte, dass Drive Club zurück ans Zeichenbrett, so beinahe der O- Ton von Sony, geschickt wurde? Vielleicht will man nur die Grafik aufpolieren und somit vielleicht für ein exzellentes Carporn- Game sorgen? Das Drive Club Bild unter dem Forza 5 Footage sieht doch eigentlich schon recht ordentlich aus in meinen Augen. Aber reicht das Sony wirklich aus?

 

Um den ganzen Hype um schnelle Autos und glänzende Motoren einmal im Ansatz verstehen zu können, bette ich nun für alle Zocker, die kein Benzin im Blut haben, ein paar dieser Carporn- Exemplare in meinen Blog- Eintrag ein. Diese Autos sehen doch (bis auf das eine Funny- Tuning Bild ^^) doch allesamt heiß und sexy aus, oder? images/smilies/m-blushed.gif Nicht? Naja, manche sollten vielleicht wirklich mal Diesel intravenös tanken. images/smilies/m-wink.gif

 

 

 

 

Wieder weg vom RL und back to the Games. Mal ehrlich, was plant Sony? Liegt es vielleicht daran, weil ein neues Gran Turismo Drive Club sozusagen „bedrohen“ könnte? Immerhin war Gran Turismo für viele Jahre das Aushängeschild für Sony, wenn es um Racing Simulatoren geht. Das Spiel schlug damals auf der ersten Playstation ein wie eine Bombe und sorgte für ein neues Genre, neben den seit vielen Jahren zuvor schon bekannten und beliebten Arcade Racing Games.

 

 

 

 


Project Gotham Racing, kurz PGR, übernahm die Bürde gegen den Giganten Gran Turismo anzutreten. Und es behauptete sich recht gut, nicht zuletzt weil Gran Turismo von Spiel zu Spiel immer mehr an Glanz verlohr. Diese Marke war nun zum Mainstream mutiert und längst nichts Besonderes mehr. Doch könnte Gran Turismo Drive Club wirklich „gefährlich“ werden?
Ich denke das ginge nur, wenn man planen würde eine Simulation aus dem Spiel zu machen. Momentan steht Forza 5 noch immer in stummer Konkurrenz zu Drive Club, und vielleicht misst Sony intern Drive Club wirklich an Forza 5?
Oder Crash Team Racing 2, welches auf der E3 2014 angekündigt wird, ist derzeit der Drive Club – Killer. images/smilies/ugly.gif

 

 

 

 


Nein, keine Angst – oder keine Trauer? images/smilies/nixweiss.gif - es wurde noch nichts in dieser Richtung angekündigt, aber man weiß ja nie was in den sterilen Büros von Sony so vor sich geht. Und genau deswegen wurmt mich diese ganze Drive Club Geschichte auch so. Sony will, so wieder O- Ton, „das bestmöglichste Spieleerlebnis“ bieten. Aha, und wie sieht das aus? Mit einem Online- Racing Game, bzw Social Racing Game? Share the Greatness @ its best?

 

Schon seit Anbeginn der Racing Games wollte man das Fahrgefühl so authentisch wie nur irgend möglich gestalten. Sei es nun durch die neuwertige Grafik und Technik, welche in Gamingurzeiten eine Art Geschwindigkeitsgefühl vermitteln sollte. Oder aber, so wie es meist heute der Fall ist, mit Zusatzgeräten oder Peripherie- Einheiten wie Lenkräder und Fahrsimulatoren.  Was tut man nicht alles um das bestmöglichste, virtuelle Fahrgefühl auf das Real Life zu übertragen?

 

 

 

 

 

 

Wie kann man ein Erlebnis bei einem Rennspiel also noch aufbessern? Hm . . . mein erster Gedankengang führt mich automatisch zu Sony's GDC- VR Headset Ankündigung. Gibt es da eine Verbindung? Wie komme ich da drauf? Nun, bei der Drive Club Präsentation sieht man prima wie der Fahrer sich munter im Fahrzeug umschaut. Das gibt es zwar, wenn auch nur begrenzt und etwas erweitert bei der Kinect 2.0 Verbindung mit Forza 5, aber vielleicht könnte dies der Hinweis sein, wo Sony vielleicht hin will.

 

Kinect 2.0 mag ja ganz lustig sein, doch Sony könnte all dies nur als kindiche Spielerei aussehen lassen, wenn . . . ja wenn man es doch tatsächlich schaffen könnte ein optisch ansprechendes, nein mehr noch (!), ein bombastisch aussehendes Spiel mit einer VR- Brille zu verbinden.

Du bist der Fahrer! Greatness awaits!

 

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. . .

 

 

Vielleicht hat man sich Forza 5 angeschaut und dabei gedacht: „Stop! So können wir Drive Club nicht in Konkurrenz schicken. Wir brauchen für unser Flaggschiff, der PS4, etwas Einzigartiges!“ Und deswegen fusioniert man vielleicht das erste fotorealistische Racing Game mit der modernen VR- Technik.

 

 

 

 

 

Hm... vielleicht, denn ob diese Technik wirklich schon so weit ist, wage ich einmal zu bezweifeln. Kann die PS4 eine derartige Power tragen oder hat Sony genau deswegen noch ein Ass im Ärmel? Vielleicht ist aber auch alles ganz anders und Sony, sowie die Evolution Studios, sitzen gerade mit einem kollektiven Burnout in ihren Besprechungsräumen, nehmen Kopfschmerztabletten und realisieren, dass sie weder die Termine einhalten, noch die Erwartungen der Fans erfüllen können und schieben eine Einstampfung des ganzes Projektes einfach nur hinaus.

 

Nach der ganzen Heulerei präsentiert Sony dann mal schnell ein neues Gran Turismo für Mitte 2015 und hofft somit, dass Gras über die ganze Kacke wächst. images/smilies/SC21.gif Alles was danach noch übrig bleibt sind wunderhübsche Bilder eines Rennspieles, welches mal erscheinen sollte, aber es doch niemals tat.

 

Schlimm, und für mich das wirkliche Worst Case, wäre es nur, wenn Anfang 2015 oder doch noch 2014 irgendwann das Spiel erscheint und es ein Crap vom feinsten wird, sowie technisch, grafisch als auch von der Steuerung her. Dann doch lieber Gras drüber wachsen lassen. Doch was wäre, und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, wenn diese VR- Geschichte doch wahr werden könnte?

 

Würdet Ihr Euch über solch eine (R)evolution freuen oder braucht so ein Käse kein Schwein?


Haut in die Tasten, wenn Ihr gerade nichts Besseres zu tun habt und sagt mir Eure Meinung über Drive Club und Sonys Handeln. Seid Ihr heiß auf das Game oder ist der Hype, wenn er jemals vorhanden war, schon längst weg?

 

 

 

Der Avi schreibt diesmal nicht „In diesem Sinne“ und beendet in diesem Sinne diesen Blog- Eintrag . . . images/smilies/ugly.gif

 

 


Aviator

 

 

 

 

 

 

 

 

P.S.: Irgendwie kann ich diesen Blog- Eintrag nicht ohne Paul Walker beenden. Er gehört zu Rennwagen wie der Papst zur Kirche. Also, Bro. Rest in Peace!

 

 


 


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Nach dem euphorischen Next Gen Start der letzten Wochen, kann ich mich allmählich wieder an einen Blog- Eintrag wagen . . . auch wenn ich mit dem Titel nicht ganz zufrieden bin. Sei's drum. Meine Intentionen einen Beitrag über Mechs zu schreiben entspringt einer kaum zu bändigenden Leidenschaft in mir. Ich glaube das die zukunftsweisende Technik in meinen Genen verankert ist. Dumm nur, dass ich weder von Mathematik, Kybernetik oder gar simplen mechanischen Mechanismen eine Ahnung habe. Keine guten Voraussetzungen, aber nichtsdestotrotz ist eben die Kreativität und der Traum einer Welt, in welcher die Technik ein Teil von uns und wir von ihr werden, meine Motivation. Mensch und Maschine: Eine Symbiose des Schreckens oder des Erstaunens. Was es letztendlich ist, dass muss jeder selbst entscheiden.

 

Habe ich mich letztens schon mit den Cyborgs befasst, ergo Menschen gekoppelt an mechanischen Funktionen, so widme ich mich nun der Steuerung gewaltiger Roboter. Wenn man es ganz genau nimmt, so beherrschen schon Bauarbeiter mächtige Maschinen, wühlen mit unvorstellbaren Kräften im Erdreich oder transportieren Tonnen von Sandbergen. Bei diesen gigantischen Muldenkippern, wo einem beim Betrachten schon die Superlativen ausgehen, kann man schon von diesen haushohen Monsterreifen überrollt werden, wenn man nicht vorsichtig ist. Das sind wahrlich schon „kleine“ Mechs in dem Sinne.

 

Doch was heißt eigentlich Mech? Dieses Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet in seiner Urform mechos soviel wie Hilfsmittel. Später wurde daraus mechanes, welches man als Werkzeug oder Kriegsmaschine übersetzen kann. Wortverwandt ist natürlich auch das lateinische Wort machina, woraus im englischen dann verständlicherweise mechanical (in Deutsch: mechanisch) wurde. In japanischen Gefilden bediente man sich dieser Wortform und bezeichnete mit dem Wort Mecha (メカ) schlichtweg alles, was mit mechanischen Objekten zu tun hat. Darunter zählten Autos, Maschinen, Schusswaffen oder Computer. Mittlerweile ist diese Bedeutungsform in Japan jedoch schon wieder veraltet und man besinnt sich wieder auf die englische Ursprungsform, so dass Mech heutzutage nur noch durch Animes und Mangas seine Bezeichnung für Kampfroboter, welche von Piloten gesteuert werden, inne hat.

 

 

 

 

Obwohl ich nicht mal einen Computer bedienen kann, ohne das er irgendwann anfängt vehement gegen mich vorzugehen und zu streiken, habe ich mir als Kind oft gewünscht ich wäre ein Mech- Pilot. Wie fühlt es sich wohl an in der Kanzel einer gewaltigen Maschine zu sitzen und diese schier unbändige Kraft zu spüren? Ein tonnenschweres Skelett aus Stahl, meterhoch und mit dem fortschrittlichsten Know- How ausgestattet. Auf dem Kopf ein Helm, welcher vor den Stößen durch die Fortbewegung schützt und direkt im Visier viele Monitore, die ein gutes Bild von der Außenwelt präsentieren. Jede Bewegung, egal ob ein Finger oder die ganze Hand bewegt wird, setzt das Exoskelett geschmeidig um. Durch dieses Strahlgerüst, ausgestattet mit biegsamen Gelenken, ist es möglich enorme Lasten zu tragen und sich schnell fortzubewegen. Kein Mensch könnte jemals diese Kraft oder diese enormen Distanzen überbrücken. Vielleicht wären Mechs auch die ideale Lösung für Mars- oder Mondmissionen?

 

Mechs in der Raumfahrt wären in meinen Augen ohnehin die perfekte Lösung. Schwere Lasten können transportiert und hinderliches Gestein schnell beseitigt werden. Auf fremden Terrain sind diese Mechs, ausgestattet mit menschlichen Piloten, doch optimal. Natürlich kristallisieren sich umgehend Horrorvorstellungen von grausamen Unfällen heraus, wenn man sich vorstellt das der Pilot einen Fehler macht und die Kanzel zerstört wird. Halbtot und blutend versucht er aus der Maschine zu kommen, welche vielleicht noch Feuer fängt. Wenn es nicht die Flammen sind, welche den Körper des Piloten verzehren, so ist es die fremdartige Atmosphäre, welche es dem Piloten unmöglich macht ohne Sauerstoff zu überleben.

 

Doch Unfälle gibt es überall. Sei es nun auf einer Baustelle oder im All. Ich denke jedoch das Mechs die Ideallösung darstellen, sollte man tatsächlich aus finanziellen Beweggründen in Erwägung ziehen Mondbasen zu errichten, um kostbare Erze abzubauen. Wie sonst sollte man unter diesen lebensfeindlichen Bedingungen derart schweißtreibende Arbeiten verrichten? Ein Mensch in einem Skarpander alleine genügt dabei nicht. Auch wenn all das nur meine persönlichen Utopien oder Träumereien sind, so empfinde ich eine derartige Zukunft zumindest als möglich. Vorausgesetzt die Finanzen und die Motivation der jeweiligen Staaten stimmen, um sowohl die Mech- als auch die Mondbasenprojekte zu verwirklichen.

 

 

 

 

 

In den Animes werden Mechs gerne als Kampfroboter verwendet, um ebenbürtige Gegner aus dem Weg zu räumen. Im Mittelpunkt steht oft eine tapfere Crew, welche noch nicht einmal das Teenageralter erreicht hat. Auch in Neon Genesis Evangelion ist dies der Fall, jedoch zählen die EVAs, wie ich letztens im CW- Forum erfuhr, nicht zu den Mechs, weil es organisch- lebendige Wesen sind, welche von den Piloten gelenkt werden. Das Prinzip eines Battle- Mechs ist ähnlich, jedoch sollten diese Mechs vollkommen leblose Exoskelette sein, um die Voraussetzung für einen „echten“ Mech zu erfüllen.

 

Wo wir gerade bei den „echten“ Mechs sind, so kann man sagen, dass man heute schon fieberhaft daran forscht tatsächlich welche zu erschaffen. Das Capio Dual- Arm- Exoskelett , gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, stützt sich auf das Force- Feedback und hat als Ziel Rehabilitationen zu unterstützen. Bei diesem Typen werkelt man bereits auf medizinischer Ebene, so dass ein Mech nicht unbedingt alles zerstören muss, um cool zu sein oder gar zu imponieren. Ganz andere Ziele verfolgt jedoch die Firma Raytheon, welche die Premiere des „Iron Man“ - Films nutzte, um auf ihr Projekt Aufmerksam zu machen. Die Stärke, Ausdauer und Beweglichkeit sollen durch ein militärisches Exoskelett gesteigert werden, und wer in seiner Grundausbildung bei der Armee schon einmal mit einem 10 – 30Kg schweren Marschgepäck unterwegs war, wird vielleicht verstehen wie wichtig eine Reduzierung der Lasten für weite Distanzen oder im Kampf wirklich ist.

 

 

 

 

Bedeutet dies jedoch, dass Soldaten bald wirklich mit Exoskeletten und später in Battlemechs in den Kampf ziehen werden? Ja und nein, würde ich sagen. Momentan sind die Streitkräfte voll gespickt mit Technik und die Armee gibt heutzutage weitaus mehr Geld für Drohnenpiloten als für echte Piloten aus. Auf dem Schlachtfeld fahren kleine Rover und andere Maschinen, welche Minen entschärfen und für den Menschen tödliche Arbeiten verrichten. So ist es nicht selten, dass die Soldaten auch eine Art Nähe zu ihren mechanischen „Freunden“ aufbauen. So soll einmal ein Soldat vollkommen aufgelöst und mit Tränen in den Augen einen von einer Miene zerstörten Rover zu den Technikern gebracht haben, mit der dringenden Bitte diesen zu reparieren. Oft stellt diese Technik an der Front nicht einfach nur einen simplen Nutzen dar, sondern sie ist vielmehr derart integriert, dass man schon von einer innigen Kameradschaft sprechen kann. Battlemechs wären in der Armee also alles andere als undenkbar. Das einzige Hindernis stellt hierbei noch die Technik an sich dar. So hängen heutige Mechs noch mit langen Kabeln an Computern fest. Letzteres ist alles andere als geeignet für die Schlacht.

 

Nichtsdestotrotz leben vor allem in Japan viele Mech- Fans ihren Traum. Alles integriert mit Waffen und voll beweglich versteht sich:

 

 

 

 

 

 

Auch Hideo Kojima, Schöpfer von Zone of the Enders und dem Kampfroboter Metal Gear aus der gleichnamigen Reihe, hat eine Affinität für Mechs. Allein die detaillierte Darstellung des Metal Gear erstaunt mich jedes Mal auf's Neue. Es gibt im Bereich Modellbau sehr viele Hobbybastler, welche sich akribisch mit dem Zusammenbau solch komplexer Battlemechs beschäftigen. Viel Ruhe ist dafür erforderlich, wenn man die Lampe über die Kleinteile schiebt, die Pfeile hervor kramt und beginnt alle Kanten abzupfeilen, zusammenzukleben und letztendlich alles zu bemalen. Alternativ jagen die Model- Kit- Sammler jeden Mech – Modell hinterher, um letztendlich ihre Vitrinen zu füllen und diese pilotierten Kampfroboter gekonnt in Szene zu setzen. Dieser Leidenschaft liegt eine Vorliebe für Technik, Mangas oder Animes zu Grunde.

 

 

Dieses aufregende Thema findet in letzter Zeit immer mehr Anklang und nicht nur in asiatischen Gefilden ist man fasziniert von Mechs. Seien es nun die Mechs aus Star Wars, wie der berühmte AT- AT oder die Mechs in Pacific Rim. Neben Film und Fernsehen hat die Mechwelle jedoch auch schon lange von der virtuellen Welt Besitz ergriffen. Pazifisten oder alle, die nicht auf die schleppenden Entwicklungen der Kriegsindustrie warten wollen, greifen viel eher zu der Armored Core- Reihe oder den Zone of the Enders Spielen. Beide Mech- Spieleserien fanden ihren Ursprung auf der Playstation, wobei ZOE 1+2 heutzutage als HD- Editionen und Armored Core 4 für die Xbox 360 und Playstation 3 erhältlich sind. Ganz neu am Start befinden sich gerade die Spiele Titanfall, bald erhältlich für die Xbox One, und (das Projekt) „X“ von Monolith Soft für die Wii U.


 

 

In diesem Sinne . . . klettert in Eure Cockpits und lasst Euch mitreißen von diesen gigantischen Maschinen, dessen Herren Ihr selbst seid.

 

Aviator


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Wie könnte unsere Zukunft aussehen? Diese Frage stellte ich mir schon als kleines Kind und sie wird mein Leben lang ein Teil von mir sein. In der Grundschule (ich glaube es war die 4. Klasse) wurde im Deutschunterricht einmal das Thema Zukunft behandelt. Ich war umgehend Feuer und Flamme, doch das was ich dort auf der Kopie vorfand, welche die Klassenlehrerin für uns austeilte, enttäuschte mich.

 

In der Zukunft wird jeder Mensch einen eigenen Hubschrauber besitzen, stand dort auf dem Zettel als mögliche Zukunftsvision. Schon als Kind empfand ich etwas Derartiges als kompletten Unsinn und ganz und gar nicht fortschrittlich, geschweige denn aufregend. Mein Interesse galt, und das tut es heute noch, den Robotern, Androiden, Mechs und auch den Cyborgs. So stellte ich mir damals also unsere Zukunft vor. Eine Welt bevölkert mit Menschen, Maschinen und Mischwesen, welche ein neues Bindeglied der Evolution darstellen. Währenddessen das Missing Link noch im Verborgenen liegt, wäre dies nach meiner Definition das „Technical Link“.

 

Heute würde man wohl Body Hacking dazu sagen, wenn Menschen bewusst ihren Körper und die damit verbundenen Fähigkeiten aufbessern. Ein Gott spielt bei dieser Entwicklungsstufe keine Rolle mehr, hat dieser doch den Menschen nach seinem Bilde erschaffen und scheint in seinem Handeln und Tun nahezu unfehlbar zu sein. Jedoch gibt es Fehler in der Evolution, abgestorbene Entwicklungsstämme und Dead Ends. Ja sogar genetische Krankheiten gibt es, welche wohl kaum auf einen Gott zurückzuführen sein können. Und wenn, sollte man so jemanden gewiss nicht anbeten. Pimpt man dann auch noch den von „Gott gegebenen“ Organismus auf und gestaltet ihn somit besser und effektiver als ein möglicher Schöpfer, so ist für einen Gott ohnehin kein Platz mehr.

 

Früher, als ich noch sehr jung war, verwechselte ich oft die Begriffe Android und Cyborg. Doch ein kybernetischer Organismus, wo Mensch und Maschine eins werden, hat nichts mit einem Roboter zu tun, welcher nur das Aussehen eines Menschen besitzt. Androiden oder Gynoide (auf die weibliche Form bezogen) sind nichts weiter als Imitate; nicht mehr und nicht weniger. Währenddessen man bei diesem technologischen Zweig recht erfolgreich eine Menschenähnlichkeit mit Robotern nachzubauen versucht, verlinkt man beim kybernetischen Organismus den Roboter mit einem lebenden Wesen. So werden die vom Menschen erschaffenen Maschinen eins mit ihren Schöpfern.

 

 

Die Zukunft ist nun unsere Gegenwart, wenn es um die Cyborgs geht. Es gibt mittlerweile erstaunlich gute mechanische Hand- , Arm- und Beinprothesen. Und nicht nur das, sondern auch Retina – Implantate, welche es blinden oder sehbehinderten Menschen erleichtern zu sehen, indem die intakte Verbindung zum Gehirn bei einem Defekt der Netzhaut (Retina) wieder hergestellt wird. Es gibt natürlich auch Implantate, welche es normal sehenden Menschen erlaubt noch besser und schärfer sehen zu können. Man pimpt also seinen Körper und seine Sinne auf, wenn man viel Geld und das Know How zur Verfügung hat.

 

Es gibt bereits eine kleine Cyborgbewegung im Untergrund der Gesellschaft. So kann man sich heute in Piercingstudios Magneten unter die Haut implantieren lassen. Währenddessen dies nur eine kleine Spielerei ist, werkelt man schon an Chips und anderen Möglichkeiten, mit welchen man die menschlichen Fähigkeiten modifizieren oder gar modden kann. Auf der anderen Seite sind dann wieder Menschen, die unter einer Bradykardie (zu langsamen Herzschlägen) leiden auf die elektrischen Impulse zur Stimulation durch einen Herzschrittmacher angewiesen. Auch diese Menschen sind Cyborgs, verschmelzen hier doch wieder kleine Maschinen mit dem menschlichen Organismus.

 

 

Wo hört jedoch die Verschmelzung auf und wo fängt sie an? Ist ein Mensch, der eine Brille trägt auch schon ein Cyborg? Oder sind wir es, wo wir doch mit Tablets, Smartphones und dergleichen durch die Gegend laufen? Ich würde vielmehr sagen, dass man erst dann ein Cyborg wird, wenn das biologische Gewebe an die Technik gekoppelt ist.

 

Einer der "Vorzeige- Cyborgs" ist der sogenannte Eyeborg Neil Harbisson. Der britisch- irische Künstler kann seit Geburt an die Welt nur in schwarz- weiß- grauen Tönen (Anchromatopsie) wahrnehmen. Doch mit Hilfe eines Geräts an seinem Kopf kann er Farben zwar nicht sehen, jedoch hören. Das Gerät, der sogenannte Eyeborg, welcher 2004 den Preis für Innovation von Submerge in Bristol (England 2004) und den Europäischen Preis im Multimedia Interface Design EUROPRIX Top Talent Award in Wien 2004 erhielt, zeichnet Farben im Sichtfeld seines Trägers mit einem Sensor auf, welcher sich vor der Stirn befindet. Diese Farben werden dann in Schallwellen umgewandelt und zum Ohr weitergeleitet. So nimmt Harbisson zum Beispiel die Farbe Gelb als Note G wahr, sowie die Farbe Rot als F. Harbisson ließ sich dieses Gerät am Kopf implantieren, überzeugte jedoch schon 2004 die britischen Behörden davon, dass dieses Gerät ein Teil von ihm ist und folglich auf sein Passfoto gehört. Seitdem bezeichnet er sich als erster offizieller Cyborg.

 

 

Harbisson gründete 2010 auch die Cyborg Foundation, eine Stiftung die es sich zum Ziel gesetzt hat Menschen zu helfen Cyborgs zu werden. Die Kapazitäten des Körpers sollen erweitert und verbessert werden. Mit dieser Stiftung will man auch den Einsatz der Kybernetik an kulturellen Veranstaltungen fördern und für die Rechte der Cyborgs sorgen. Die Cyborg Foundation wurde mit dem Cre@tic Tecnocampus Preis ausgezeichnet.

 

Sind wir somit schon soweit, dass wir uns in einer Cyborg- Gesellschaft befinden?
Man sagt ja allein über die USA, dass bereits 10% der Bevölkerung in diesem Sinne als Cyborgs zu bezeichnen sind. Immer mehr Technik verschmilzt mit dem Körper, und wenn die Nanotechnologie noch mehr Fortschritte macht wie in den vergangenen Jahren, so werden wir bald kleine Roboter in uns tragen, welche Viren und Tumore gezielt und ohne Nebenwirkungen bekämpfen können. Technisch aufgebesserte Augen, Gelenke, erweiterte Sinne wären ebenso möglich. Die Body Hacker Szene werkelt derzeit an Geräten, welche die Größe eines Feuerzeugs besitzen und unter die Haut implantiert werden. Diese Geräte messen die Herzfrequenz, den Blutdruck und die Körpertemperatur und übertragen die Daten per Bluetooth auf ein Smartphone. Jedoch funktioniert eine derartige Kommunikation auch im umgekehrten Fall, womit Textnachrichten vom Smartphone auf das Gerät übertragen werden und kleine LED- Leuchten den Text unter der Haut des Trägers sichtbar machen. Es wäre demnach eine Art subkutanes Display.

 

 

Doch wie begann all das, was uns Furcht und Faszination zugleich bereitet? Ursprünglich entstammte die Idee eines kybernetischen Organismus aus den 1960'er Jahren, wo die Raumfahrt noch aufregend und die Ziele noch weitaus höher gesteckt waren als es heute der Fall ist. Der Mensch kann im All nicht leben, eine Maschine hingegen schon. Mondfahrzeuge sammeln Material auf dem Mond und senden dieses Mondgestein zurück zur Erde. Marsrover suchen nach Wasser und Leben auf unserem verdorrten Bruder, dem Planeten Mars. Ein Mensch könnte weder problemlos diese Distanzen überbrücken, noch fröhlich auf diesen fremden Himmelskörper arbeiten, geschweige denn leben. In diesem Sinne sind uns die Roboter um einiges überlegen. Das was uns daran hindert all das ohne Schutzmantel und Skaphander zu bewältigen ist unser Fleisch. Es ist hinderlich und es verdorrt viel zu schnell. Wir altern, die Zellen sterben und irgendwann werden wir das Zeitliche segnen und friedlich einschlummern. Doch was ist, wenn wir uns dem Leben im All oder auf fremden Planeten anpassen könnten? Wenn wir unsere alten Organe durch kybernetische Mechanismen und Maschinen austauschen könnten, um sozusagen unser Leben zu verlängern?

 

Bei 7 Milliarden Menschen auf unserer Welt, wo der Platz immer enger wird (es gibt kaum noch Weiße Flecken auf unserer Welt), und sowohl das Essen als auch die Wasserressourcen immer knapper werden, sollte man sich darüber eigentlich keine Gedanken machen. Doch was ist, wenn wir unsere Ressourcen eines Tages verbraucht haben und unsere Erde genau das wird, was der Mars schon heute ist? Ich meine einen tristen und leeren Planeten, fernab jedweder Lebensform. Wäre es da nicht sinnvoll sowohl unser als auch das Leben der Tiere zu verlängern und an neue, vielleicht vollkommen fremde Umweltbedingungen anzupassen? Wenn einzig Roboter in fremden Welten bestehen können, dann müssten wir selbst zu Robotern werden. Alternativ müssten Roboter menschlicher werden und somit verschmelzen zwei Welten, bis es eines Tages keine Grenzen mehr zu geben scheint.

 

 

So stelle ich mir jetzt, mit fast 31 Jahren, unsere neue Zukunft als eine Welt bevölkert von Mischwesen und Cyborgs vor, welche in hochtechnologisierten Monsterstädten (den sogenannten Molochs oder Megacitys) um ihr Überleben kämpfen - zwischen immer höher werdenden Müllbergen und wenig Platz, beobachtet von Kameras und beraubt jedweder Individualität. Nun, diese dystopische Zukunftsvision driftet so ziemlich von meinem ursprünglichen Bild einer Zukunft ab, als ich noch ganz jung war. Damals, als ich so auf die Kopie im Deutschunterricht starrte und mich innerlich über diese Hubschrauberhypothese aufregte, träumte ich von einer sauberen Welt mit Hochhäusern, Robotern und freundlichen Cyborgs, welche per Gedankenkraft die Hovercraft- Autos auf den Straßen steuern.

 

Welche Zukunft letztendlich wahr wird, liegt allein in unseren Händen. Eines ist jedoch Gewiss. Den Cyborg in unserer Mitte gibt es schon längst. Und in ferner Zukunft wird der Krieg, beziehungsweise der Cyber War, wohl nicht mehr nur mit Drohnen, dem Internet und Hacker- Spionen geführt werden, sondern mit modifizierten Cybersoldaten. Und vielleicht, nur vielleicht, haben einige von uns im hohen Alter dann bereits lebensverlängernde Implantate in unseren einst gebrechlichen Körpern - in einer Gesellschaft, wo der Mensch immer älter wird und länger lebt.

 


In diesem Sinne . . . Willkommen in der Zukunft schon heute

 


Aviator


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Wenn ich zu der vorerst letzten Subkultur meiner Blog- Reihe komme, muss ich unweigerlich an die privaten Fernsehsender in Deutschland denken. Auf diesen Sendern präsentiert man nicht einfach nur irgend welche Programme, sondern man verkauft Produkte (indirekt auch in sogenannten „Reportagen“) und was beinahe noch schlimmer ist, man zeigt auf wie der Mensch zu leben hat.

 

 

Beim Schauen von RTL habe ich Folgendes festgestellt:
Der Durchschnittsbürger arbeitet als Handwerker, Tischler oder Schreiner. Er betreibt in seiner Freizeit gerne Klettersport und spielt abends mit seiner Familie Scrabble oder Mensch- ärgere- dich- nicht. Natürlich hat er viele Kinder, weil Kinder ja ein Segen sind. In der Nacht ist er dann sexuell sehr aktiv und betrügt auch sehr gerne, was natürlich von der Familie verziehen und toleriert wird.

 

 

Jene Leser, welche sich hier vielleicht in meinem Blog verirrt haben oder welche auf eine Fortsetzung der Reihe warten, beginnen sich nun möglicherweise zu fragen was all das nun mit  Visual Kei zu tun haben soll. Nun, in der deutschen Gesellschaft wird dieses Thema, sowie auch Cosplay, belächelt und als Fantasiewelt oder krankhafte Flucht vor der Realität angesehen. Dadurch das RTL, Sat 1, Pro7 und Co. ihre Reporter seit der Tsunamikatastrophe 2011 in Japan sozusagen ausgesetzt haben – nur für den Fall, dass es noch etwas über Fukushima zu berichten gibt – sendet man ab und an auch Kuriositäten aus Japan in peinlich moderierten Sendungen wie „Explosiv“ oder „Exclusiv“. Diese Sendungen sind das, was Wanderzirkusse in der Vergangenheit einst darstellten. So zeigt man dort gerne behinderte, entstellte und eingeschränkte Menschen . . . oder irre Japaner.

 

 

 

 

 

Jenseits von dieser oberflächlichen „Berichterstattung“ will ich einmal genauer auf die Subkultur des Visual Kei eingehen.

 

 

Es geht in aller erster Linie darum sich modisch einzukleiden. Ich empfinde diesen Stil als recht futuristisch, sind doch meist Kontaktlinsen und bunte Haare der Fokus. Die Haarfarbe hat, vor allem was die Anime- Szene betrifft, ihre eigene, ganz individuelle Bedeutung.

 

 

Hier mal ein kleiner Exkurs:

 

 

Rote Haare- temperamentvoll, meist Symbol für Helden und tapfere Haudegen
Grüne und Blaue Haare – weil das japanische Wort für Blau („aoi“ 青い) auch gleichzeitig Grün bedeutet, könnte man diese beiden Farben in etwa wie folgt zusammenfassen: Grün bedeutet demnach Ruhe und Gelassenheit und bei der blauen Farbe kommt noch die Kühle und Unnahbarkeit hinzu
Violett- gehoben und geheimnisvoll
Rosa Haare- starker Wille, naives Auftreten
Weiße Haare- bei älteren Menschen bedeutet es Weisheit und Lebenserfahrung und bei jüngeren Menschen hingegen gilt es als übernatürlich, kraftvoll, mit einem enormen Wissen ausgestattet und meist nicht von dieser Welt stammend

 

 

Was in Animes und auf Manga- Cover eine tiefere Bedeutung hat, wird beim Visual Kei meist als simples Stilmittel verwendet. In erster Linie geben Visual Kei- Bands diese Stilrichtungen vor. Die Entstehung des Visual Kei ist recht amüsant, wenn man bedenkt das die Japaner, welche in den 1980'er die westliche Welt für sich entdeckten, fleißig beim Style von David Bowie, der Band Kiss, sowie Twistet Sister abkupferten. Wie ein Bumerang ging somit dieser japanische Stil durch die westliche Welt und gelangte schließlich wieder nach Japan. Dabei liegen die Ursprünge, welche den oben genannten Künstlern als Inspiration dienten, in Japan selbst, nämlich im berühmten Kabuki- Theater, dessen Anfänge bis in das Jahr 1603 zurück zu verfolgen sind. In diesem kunstvollen Theater gab es damals, neben den Bühnenkomödien, auch den Kyōto Tanz, welchen die japanischen Frauen mit erotischen Gesten untermalten. Dadurch kam man auf den Namen Kabuki, was nichts anders als „schockieren“ bedeutet. Um daraus eine Konsequenz zu ziehen, verbannte man die Frauen aus dem Stück und überließ den jungen Männern das Feld. Letzteres war dann noch peinlicher als zuvor und wurde ebenfalls eingestellt. Doch später etablierte sich diese Kunstform unter „echten Männern“ und wurde recht beliebt.

 

 

Der Ursprung der sich schminkenden Männer entstand also in Japan, machte eine Frischzellenkur in westlichen Gefilden und endete letztendlich bei der jungen, japanischen Musikszene. Diese hat weder etwas mit Punk, noch mit Goth zu tun, weil es hier nicht um dunkle Elemente oder den Weltschmerz geht. Es ist eine stilistische Kunstform, welche vorwiegend Fans diverser Bands auch im Privaten ausleben. So schneidert man sich die Kleidung, trifft sich untereinander oder besucht die Konzerte der jeweiligen Lieblingsbands. Besonders beliebt sind derzeit unter anderem die folgenden Bands: The GazettE, X Japan, Malice Mizer, Moi dix Mois, sowie D'espairsRay.

 

 

 

 

In eine futuristische Zukunft passt der Visual Kei Style recht gut, was nicht zuletzt Lady Gaga sehr extrem veranschaulicht. Es wurde nie offiziell bestätigt, aber wenn man ihren Style sieht, dann erkennt man unweigerlich die Intonierung des Visual Kei- Styles. Kontaktlinsen und auffällige Outfits sind ihr Markenzeichen, welches von der westlichen Presse stets gelobt und bewundert wird. Nicht zuletzt auch von Sendern wie RTL, welche sich über den japanischen Stil offenkundig lustig machen, im Gegensatz dazu aber Lady Gaga für ihre gewagten Outfits loben.

 

 

 

 

Hierzulande versuchten die Bands Tokio Hotel (was eigentlich Tokyo Hotel heißen müsste … ) und Cinema Bizarre ihr Glück. Währenddessen Tokio Hotel, aufgrund von Bill Kaulitz' Visual Kei- Style überall, außer in Deutschland, recht erfolgreich auftraten, hatten Cinema Bizarre, vielleicht auch wegen ihrer mittelmäßigen Songs, nur einen mäßigen Erfolg in unseren Gefilden.

 

 

 

 

Diese kunstvolle Aufmachung auf den Straßen zu sehen, würde der grauen Gesellschaft in ihrem Einheitsbrei recht gut tun. Jedoch führen solche Subkulturen nur ein Schattendasein, obwohl die Beliebtheit stetig ansteigt. Großartig gegenzusteuern, sei es nun gegen Steampunk, Cyberpunk oder Visual Kei, versuchen mit einem relativ großen Erfolg die privaten Sender mit ihren Moral- Keulen. Das Gleiche war einmal bei Richter Alexander Hold zu sehen, welcher (laut Script) zum Thema Vampirismus einmal sagte, dass man im Hier und Jetzt leben soll, weil die reale Welt schon aufregend genug sei.

 

 

Doch ist sie das wirklich? Vor allem, wenn jeder fleißig seinem Handwerkerjob nachgeht, abends Monopoly spielt und sich laut Vox extasischen Sexfantasien hingibt? Soll so etwas wirklich das Bild unserer Gesellschaft darstellen? Ich hoffe eher nicht, denn Subkulturen sind nicht nur spannend, unser System ist auch davon abhängig. Freigeister, Querdenker und Kreative haben uns Fortschritt, Kunst und Kultur gebracht und nicht einheitliche Schafe, welche tagtäglich wie ein Schatten den vorgefertigen Wegen zur Arbeit gingen.

 

 

Visual Kei mag ungewöhnlich aussehen, keine Frage. Aber dennoch sollte man sich fragen wie blass man neben solch stylisch gekleideten Menschen doch aussieht. Will man selbst ein Leben lang ein Schatten bleiben oder will man sich auf irgend eine Art verwirklichen? Jeder Mensch macht dies im Leben auf seine eigene Weise. Aus diesem Grund sollte man auch alle anderen Lebensweisen, insofern niemand zu schaden kommt oder darunter leidet, akzeptieren. Und wer weiß, vielleicht findet man ja Gefallen an der ein oder anderen Subkultur.

 

 

 

In diesem Sinne . . . seit auffällig und zeigt Euch der Welt, denn ein jeder Mensch ist etwas Besonderes

 

 

 

Aviator


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Visual Kei Subkultur Japan Style Szene


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Nach meinem relativ kurz ausgefallenen Exkurs in Sachen Steampunk, werde ich mich nun dem Cyberpunk widmen. Währenddessen sich beim Steampunk schon eine kleine Subkultur zu entwickeln scheint, mitsamt unzähliger Ausstellungen, Schmieden, Schneidereien, Conventions und Feste, ist es um den Cyberpunk relativ ruhig bestellt. . . so glaubt man.

 

 

 

 

Dabei ist der Cyberpunk längst ein Teil unserer modernen Gesellschaft geworden und hat beinahe die Schwelle einer Subkultur übertreten. Wo immer wir uns auch umschauen, sehen wir fast schon eine Welt, wie sie einst in Ridley Scott's filmisches Meisterwerk Blade Runner zu sehen war. Vielleicht nicht auf dem Land, jedoch in heruntergekommenen Vorstädten oder mitten im Moloch einer Großstadt. Solche fast schon klassischen Cyberpunk- Städte gibt es bereits zu Hauf in unserer modernen Zeit. Die besten Beispiele bieten Dubai mit seinem berühmten Turm Burj Kalifa oder eben auch die Städte Seoul in Süd- Korea oder Tokyo in Japan. Leuchtreklame, düstere Viertel und jede Menge High- Tech ... Doch was bedeutet Cyberpunk denn nun genau?

 

 

 


 

 


Bei dem sogenannten Cyberpunk handelt es sich in erster Linie um eine dystopische Zukunftsvorstellung, womit dieses Genre im literarischen Sinne vielmehr der „Dark Future“ zugeordnet werden könnte. Helden, sowie Merkmale  dieser - ich nenne sie einmal - Szene sind meist Hacker, Cyberkriminelle oder all jene, die sich im Geheimen gegen das System auflehnen.

Aber warum sollte man sich gegen ein System auflehnen? Und was hat all das mit einem Cyberpunk zu tun? Bei Punks bleibt man automatisch gedanklich wieder bei den hochfrisierten arbeits- und heimatlosen Teenagern auf den Straßen hängen, jedoch ist ein Punk immer jemand, der sich gegen das System auflehnt oder welcher von der Gesellschaft ausgegrenzt wird. Bei dem Thema Cyberpunk spielt eben jenes System, und alles was damit zusammen hängt, eine sehr große Rolle. Die Welt eines Cyberpunk wird wie folgt beschrieben:

 

In dieser Dystopie werden die Staaten von großen Konzernen kontrolliert, die die staatliche Monopol-Macht für ihre Zwecke missbrauchen, wodurch die (in entwickelten Ländern zuvor vorhandene) physische und ökonomische Sicherheit des Individuums verloren gegangen ist. Das Versprechen einer besseren Welt durch den technologischen Fortschritt wurde nicht eingelöst. Die Hochtechnologie dient nicht dem Wohle der Menschen, sie wird zur allgemeinen Überwachung und zum Tuning lebender Organismen mittels Cyberware eingesetzt. (Quelle: Wikipedia)

 

Bis auf den letzten Satz könnte man alles, wenn man einen kritisch objektiven Blick auf den Kapitalismus wirft, auf unsere Gegenwart übertragen. Befinden wir uns somit bereits in jener Zukunft, wovon unter anderem in der Erzählung Neuromancer (1984) von William Gibson die Rede ist? Wenn ich mir unsere Gesellschaft so anschaue, würde ich tatsächlich sagen, dass wir bereits ein Teil dieser finsteren Zukunftsvorstellung aus längst vergangener Zeit geworden sind. So sind es doch die Großkonzerne, welche das Gefüge unserer Welt in den Händen halten. Es geht allein um das Geld und wenn die Wirtschaft zusammenbricht, so wie bei der Weltwirtschaftskrise ab 2007, so droht unsere Gesellschaft irgendwann noch einmal wie ein Kartenhaus zusammen zu stürzen. Unser Kartenhaus wackelt bereits und viele Länder kränkeln und schwächeln aufgrund des Kapitalismus und den daraus resultierenden gigantischen Schuldenbergen. Weil es in Griechenland keine soziale Unterstützung wie zum Beispiel ALG II (Hartz IV) in Deutschland gibt, stecken sich die Menschen dort gegenseitig mit HIV an, um so an ein geregeltes Grundeinkommen von 400€ zu gelangen. Doch nicht nur in Europa verarmt ein Land nach den anderem, währenddessen die Konzerne immer reicher werden. Amerika steckt ebenfalls in einem Finanzloch und längst sind es nicht mehr die Politiker und Parteien, die das Sagen haben, sondern die Konzerne. Was an Rufus ShinRa's Machenschaften aus Final Fantasy 7 erinnern mag, scheint hinter dem Vorhang des Alltäglichen längst Realität geworden zu sein.

 

 

 

 

 

Bezieht man sich nun auf den letzten Satz aus dem Wikipedia- Zitat, so kann man auch hierfür einige Hinweise finden. Tuning lebender Organismen gibt es bereits. Seien es nun Ohren, welche auf den Rücken von Mäusen wachsen, gezüchtete Organe und Embryonen oder aber künstliche Gelenke und Beine, gefertigt aus Weltraumstahl. Stephen Hawking ist durch seine Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems, ein vollständig gelähmter Mensch, welcher jedoch durch seine Apparaturen am mechanischen Rollstuhl mit der Außenwelt kommunizieren und gar Vorträge halten kann, und das, obwohl er einzig seine Augen bewegen kann. Ist er vielleicht der erste Cyborg überhaupt? Eine Mischung zwischen Mensch und Maschine? Oder sind es in technischen Laboren jene Versuchsobjekte, welche mit Hilfe ihrer Gedankenkraft Computer steuern und Gegenstände bewegen, oder gar andere Menschen manipulieren können? (Quelle: Golem.de)

 


Die Computertechnik vermischt sich immer mehr mit den Raffinessen der Natur, wodurch die Bionik entstanden ist. Heutzutage baut man, neben Bauwerken und Flugzeugen, auch Autos nach diesem Prinzip und hält sich an ein praktisches Stromliniendesign. Einzig die neuen Konsolen Xbox One und Playstation 4 scheinen mit ihren eckigen und kantigen Designs einen Stilbruch bewirken zu wollen. Die Konsolen, sowie die virtuelle Welt im allgemeinen, sind längst Teil unserer modernen Cybergesellschaft geworden. Der Mensch fährt und fliegt zwar noch immer in den Urlaub, doch viele nutzen schon jetzt die digitalen Welten, um dem Alltag und dem Arbeitsstress zu entfliehen. Aber nicht nur das, so tragen wir stets die Technik in Form von Smartphones, iPhones, Tablets und Laptops, sowie Handhelds mit uns herum. Wir sind somit mit der ganzen Welt vernetzt- zu jeder Zeit und egal wo wir uns befinden.

 

 

 

 

 

 

Aufgrund der Technik, unserem Denken und die Unterdrückung der Großkonzerne befinden wir uns folglich inmitten einer Cyberpunk- Welt. Das Setting stimmt, zumindest im Ansatz. Die Welten aus den Animes Bubble Gum Crisis oder Ghost in the Shell zeigen uns jedoch noch immer wohin uns der Weg, insofern unsere kapitalistische Gesellschaft nicht irgendwann implodiert, noch führen mag. Spiele wie Shadowrun oder Deus Ex entführen uns in eine Welt, die einen Schritt weiter geht. Eine Welt, in welcher die Technik vollends mit uns verschmilzt. Doch ist das wirklich möglich? Können wir mit der Technik oder der virtuellen Welt verschmelzen?

 

 

 

 

 

 

Ich denke schon, vor allem wenn man sich Nintendos erste Versuche mit dem Virtual Boy so anschaut. Dieses Produkt aus dem Jahr 1995 deutete nur an, was man heute mit Oculus Rift für den Massenmarkt tauglich machen will. Wohingegen noch Cyberbrillen ihre vorsichtigen Gehversuche in unsere Gesellschaft wagen, ist das HUD (Head- Up- Display) längst salonfähig geworden. Sei es nun bei Kampfjets oder in modernen Autos. Doch man werkelt schon an Brillen, welche wir auf der Straße tragen und somit unsere Freunde bei Facebook, Twitter und anderen Social Networks erkennen und mit Hilfe von Routenplanern unseren Weg finden können.

 


Es ist also nicht mehr weit bis zur vollständigen Verschmelzten zwischen Mensch und Maschine und somit ist diese Subkultur längst ein Teil von uns geworden, weil ein jeder von uns somit ein stückweit selbst zu einem Cyberpunk geworden ist.

 

 


In diesem Sinne … Willkommen in der Zukunft, setzt Eure Cyberbrillen auf und tauscht fleißig Daten über den Cyberspace aus

 

 

Aviator

 

 

 

 

Es folgt demnächst der 3. und letzte Teil mit dem Thema Visual Kei (ヴィジュアル系)


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Cyberpunk Virtual Boy Oculus Rift Cyberspace Subkultur Technik


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Eine Subkultur, ganz gleich welcher Art, hebt sich immer vom bestehenden System und dessen grauen Schema der Gesellschaft ab. Man könnte dies als eine Art Rebellion betrachten. Kritiker hingegen sehen es vielleicht als Flucht vor der Realität oder dem System im Allgemeinen an. Dabei sind jene Kulturen durchaus spannend und mehr als nur einen Blick wert. In Teil 1 meiner Subkultur- Reihe widme ich mich nun dem Thema:

 

Steampunk

 


Der Begriff Punk hatte einst unzählige, meist abwertende Bedeutungen. Wenn ich an Punks denke, dann sehe ich vor meinem geistigen Auge heimatlose Berliner Jugendliche mit schlecht gefärbten und hochgesprayten Frisuren, Piercings, Schottenröcken und Ratten auf den Schultern. Der Steampunk hingegen hat mit dieser Vorstellung überhaupt nichts gemein. Wo „Punk“ einst faulendes Holz oder so etwas wie Nichtsnutz bedeutete, und William Shakespeare bei seiner Komödie „Maß für Maß“ eine Prostituierte so bezeichnete, sollte man diesen Begriff heute eher als Freigeist oder Rebell verstehen.

 

 

 

 

 

 

Fassen wir es einmal kurz zusammen, so bedeutet Steampunk die viktorianische Zeit, wo Höflichkeit und Etikette noch ganz groß geschrieben wurden, und wo Dampfmaschinen und Zahnradsysteme das höchste Maß der Technik darstellten, in die Gegenwart zu versetzen. Jules Verne (1828 – 1905) und H.G. Wells (1866- 1946) waren unter anderem im literarischen Sinne die Schöpfer dieser Stilrichtung. Sie beschrieben in ihren Romanen eine Zukunft mit einer Technik aus ihrer gegenwärtigen Zeit. Was als eine fiktive Dystopie gedacht war, ähnlich wie in James Paul Blaylocks Roman „Homonkulis“ und dergleichen, spielen heute einige Menschen als mögliches Szenario durch. Was wäre, wenn es heute Computer gäbe, welche von einem komplizierten Zahnradmechanismus betrieben würden? Eine solche Zukunft wäre in der Tat durchaus möglich gewesen, wenn man bedenkt, dass der Franzose Jacques de Vaucanson im Jahr 1737 den wahrscheinlich ersten Roboter überhaupt konstruierte. Es war eine Ente, die schnattern, fressen, trinken, verdauen und schwimmen konnte.

 

 

 


 

 

 

Und genau nach diesem Prinzip leben die Anhänger des Steampunk. Zahnräder, Kolben und Bolzen sind der Fokus. Ebenso wie auch das viktorianische Zeitalter, wo ein Handkuss noch eine besondere Wertschätzung darstellte. In dieser Szene gibt es neben den begabten Schneidern auch findige Architekten, welche mal eben moderne PC's im Steampunk- Design anfertigen. Auch in Deutschland gibt es einige Steampunk- Schmieden. Diese Subkultur, welche sich in Amerika recht großer Beliebtheit erfreut, ist in Deutschland stark im Kommen, woraus dann viele Steampunk- Ausstellungen, wie zum Beispiel die „Machina Nostalgica“, sowie Auftritte auf Conventions mit Kostümbewertungen resultieren.

 

 

 

 

 

 

 

Aber auch in den Medien ist dieses Genre recht beliebt, was man unter anderem neben dem Anime Steamboy auch am deutlichsten an den Spielen Final Fantasy 9, Lost Odyssey und Dishonored sehen kann. Die Hellboy- Filme besitzen ebenfalls diese Steamintonierung, ebenso wie Prestige- Meister der Magie mit Hugh Jackman und Christian Bale, sowie Wild Wild West, Die Liga der Außergewöhnlichen Gentlemen und die Neuauflage der Zeitmaschine mit Guy Pearce.

 

Was längst in den Medien Einzug erhalten hat, könnte sich auch in unseren Gefilden etablieren und ein Teil jenseits unseres gewöhnlichen Alltages werden.

 

 

In diesem Sinne … dreht die Uhrwerke auf, öffnet einer Dame höflich die Tür und grüßt mit einem Kopfnicken einen verehrten Freund

 

Aviator

 

 

Es folgen demnächst die Teile 2 und 3 mit Cyberpunk und Visual Kei (ヴィジュアル系).


 


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Wir leben derzeit in so vielen Welten, dass wir diese kaum noch bewusst wahrnehmen können. Alles verschmilzt und dennoch springen wir stets hin und her. Es gibt einmal unser Privatleben, welches meist mit Problemen und Sorgen belastet oder aber auch von glücklichen Momenten erfüllt ist. Unser Arbeitsleben fordert viel von uns, stabilisiert jedoch unser finanzielles Gerüst, welches wir in dieser kapitalistischen Welt zum (über)leben brauchen. Jenseits von all dessen tauchen wir in virtuelle Welten ein. Computer- oder Konsolenspiele helfen uns, ähnlich wie ein spannender Bericht im Fernsehen oder ein gutes Buch, vom Alltag abzuschalten. Im Internet tauschen wir uns aus und vernetzen uns somit mit der ganzen Welt.

 

 

 

 

 

Wir shoppen über das Internet, laden Filme, Musik und Games herunter. Wir lernen vollkommen fremde Menschen kennen und manchmal sogar lieben. Es gibt Menschen, die hängen derart intensiv im Netz, wie ein Patient am Tropf. Und dennoch haben diese Menschen noch längst nicht alles gesehen.

 

Jenseits von Google, Yahoo und Co. gibt es eine Welt, welche für gewöhnliche Internet- User für immer verborgen bleibt. Es sind elitäre Clubs, welche man beitreten muss, um die Schlüssel in eine finstere, tief im Netz verborgene Welt zu finden ...

 

Der Film Wargames- Kriegsspiele aus dem Jahr 1983 veranschaulicht sehr gut wie leicht es damals war sich in fremde Systeme zu hacken. David Lightman, der flapsige Teenager (heute würde man ihn als Nerd bezeichnen) und Protagonist des Filmes (gespielt von Matthew Broderick) schafft es mit Hilfe des Telefons sich in fremde Systeme zu hacken, indem er einfach wahllos Nummern anwählt. Auf diese Art landet er bei einem Militärcomputer, mit welchen er glaubt Spiele spielen zu können. Letzteres entpuppt sich im Film als ein fataler Fehler, weil neben Schach und Tik Tak Toe der Thermonukleare Krieg nicht gerade eine prickelnde Alternative (vor allem wenn er zur Realität wird) darstellt.

 

 

 

 

Hacken war damals etwas für Abenteurer und Pioniere der Computertechnik. Dabei war der Anfang von all dem recht skurril. Der amerikanische Amateurfunker John Draper – genannt „Captain Crunch“ - fand 1969 heraus, dass eine Spielzeugpfeife, welche den Frühstücksflocken von Cap'n Crunch beilag, einen Ton mit einer Frequenz von 2600 Hertz erzeugte. Die gleiche Tonfrequenz wurde damals im Telefonnetz von AT&T verwendet, um Ferngespräche freizuschalten. So konnte Draper kostenlos Inlands- und sogar Auslandsgespräche führen, wenn er mit der Spielzeugpfeife in den Telefonhörer pfiff. [Nähere Informationen zu John Draper]

 

Heutzutage ist beinahe die ganze Welt vernetzt und alles scheint komplizierter geworden zu sein. Die Maschen des Netzes sind dichter geworden und das ganze Konstrukt, bestehend aus Bits und Bytes, bietet weitaus mehr Möglichkeiten für Hacker als früher. 2008 entstand eine Gruppierung unter dem Namen Anonymous, welche sich erst zum Ziel setzte gegen Scientology vorzugehen. Anonymous entwickelte sich schnell zu einer großen Organisation, die im Verborgenen durch Hackerangriffe auf sich Aufmerksam machte. Weltbekannt wurden sie unter anderen auch durch „Operation Sony“, wo sie aus dem PSN (Playstation Network) des japanischen Konzerns 77 Millionen Nutzerdaten stahlen. 2011 sprengte die Gruppe einen Kinderpornoring im Darknet. Und somit betreten wir nun, über diese weltberühmte Hackerorganisation, eine Ebene, welche sehr tief ins Netz hinein führt.

 

 

 

 

 

 

 

Die Ebenen des Darknet sind nur ausgewählten Mitgliedern oder all jene, die intensiv danach suchen, zugänglich. Und somit unterscheidet sich diese Welt, tief verborgen in den digitalen Weiten, kaum von real existierenden Geheimbünden. Um den Strafverfolgern zu entkommen, welche die Tauschbörsen im Internet akribisch unter die Lupe nahmen, suchten die Filesharer nach neuen Wegen, um weitermachen zu können. Aus dieser „Not“ entwickelte man, anders als die bisher genutzten P2P (Peer-to-peer) – Netze, die sogenannten F2F, ergo Friend to Friend- Netzwerke. Bei dieser Variante gibt es keine Server. Die User können bei F2F- Dateien nicht mit beliebig anderen F2F- Nutzer austauschen. Um dies zu können, muss die IP- Adresse, sowie die digitale Visitenkarte (Zertifikat) der User im Netzwerk bekannt sein, um mit ihnen in Kontakt treten zu können. Auf diese Art wird verhindert das Außenstehende Zugriff auf die Daten und all das, was hinter dem Vorhang geschieht, haben. Das bedeutet wiederum ungehinderte Machenschaften aller Art.

 

 

 

 

 

 

Im Darknet gibt es, nicht zuletzt dank Freenet (dies ist eine Anwendung innerhalb des Darknet, abgekoppelt vom Namen des Internetanbieters), eine Internet- Infrastruktur mit Websites, E- Mail Verkehr und Foren. Diese Welt kapselt sich jedoch vollkommen vom öffentlichen Internet ab. Die komplette Kommunikation ist verschlüsselt und wandert auch nicht, so wie man es kennt, zwischen den Gesprächspartnern direkt hin und her. Die Datenströme werden hingegen durch Rechner anderer Freenet- User geschleust. Für staatliche Lauscher und Außenstehende ist es somit extrem schwierig die Kommunikation einzelner Anwender mitzulesen.

 

 

Es gibt beim Darknet nun zwei Seiten der Medaille. Für unterdrückte Menschen in Diktatur- Regimen wie China zum Beispiel ist das Darknet eine Möglichkeit, um sich ungehindert und straffrei auszutauschen. So findet man im Darknet eine Fülle an unzensierten Informationen und Datenbanken. Die Kehrseite von all dem sind jedoch kriminelle Seiten, wo weitestgehend mit Drogen und Waffen gehandelt wird. Im Darknet gibt es keine Zensur und es herrscht sozusagen Anarchie. Für die GEMA und dergleichen ist dort kein Platz, jedoch für viele Cyberkriminelle oder Schwerverbrecher, welche ihre kranken Sexfantasien und kriminellen Praktiken ungehindert sammeln und verbreiten können.

 

 

Jenseits von lustigen Google- Bildern und schnell gefundenen Wikipedia- Artikeln gibt es also eine Welt, die so nützlich wie gefährlich ist. Sie ist das Mexiko der Cyberwelt und ein Hort von politischen Aktivisten und Kriminellen. Was früher einst der Stoff für spannende Computerfilme wie zum Beispiel Sneakers- Die Lautlosen war, ist heute Realität, ja fast schon Alltag geworden in unserem digitalen Zeitalter. Es ist somit ein Resultat unserer neuen Welt, wo die Straßen und bald auch die Wohnzimmer, sowie jeder Bürger überwacht wird. Bei dieser dystoptischen Vorstellung einer möglichen Zukunft kristallisiert sich eine recht seltsame Frage heraus: Wird das Darknet in Zukunft vielleicht unser einziger ungestörter Zufluchtsort sein?

 

 

 

In diesem Sinne . . . Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein (Friedrich Nietzsche)

 


Aviator


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Eine kleine Gruppe, bestehend aus Überlebenden einer gewaltigen Apokalypse, folgt einer aufgeplatzten Straße, welche durch eine Ruinenstadt führt. Der Boden ist so trocken und unfruchtbar, dass nicht einmal der stärkste Samen darin reifen könnte. Ein uraltes Schild am Stadtrand rostet gemächlich vor sich hin. Wind und Wetter, sowie saurer Regen haben die Schrift längst abgetragen. Wie diese Stadt einst hieß, das weiß niemand mehr. Einzig wichtig für die Überlebenden ist nun einen Unterschlupf zu finden, um dem unsichtbaren Tod und dem sauren Regen zu entkommen. Ob es hier Nahrung und Wasser gibt, dass ist fraglich. Die Überlebenden haben ihre Hoffnung jedoch nicht aufgegeben eines Tages einen Ort zu finden, an welchen sie Saatgut aussäen, sich Behausungen bauen und überleben können...

 

 

So könnte ein mögliches Szenario in ferner Zukunft aussehen. Es könnte das Ende oder auch einen Neuanfang bedeuten. Und genau diese Frage beschäftigt unzählige Menschen. Es ist die Frage nach einem Leben in der Endzeit. Bedeutet es wirklich das Ende und alle Menschen sterben? Oder aber ist es die Hoffnung in einem endlos langen Kreislauf aus Geburt und Tod einer Zivilisation? Nun, ich denke das es einst, lange vor unserer Zeit, mächtige Zivilisationen gegeben hat. Sie schufen Monolithen und Pyramiden, trieben Handel und vielleicht flogen sie sogar in Flugzeugen und eroberten das All. Hinweise gibt es . . . vielleicht. Oder sind all das nur Geschichten und Hirngespinste?

 

 

 

 

Der Grund warum gerade unsere Zivilisation sich so akribisch mit der Endzeit befasst, könnte vielleicht daran liegen, weil es nach uns vielleicht keinen Neuanfang mehr geben könnte. Der Schlüssel für unseren Untergang ist unsere einst hochgelobte Kernenergie. Sollte es mit uns einmal zu Ende gehen, so fügen wir dieser Welt unheilbare Wunden zu. Wunden, an denen wir als erstes qualvoll dahinsiechend zu Grunde gehen werden, ehe das Ende kommt.

 

 

Die Gedankengänge rund um das Ende der Welt, oder zumindest der Menschheit, sind nicht neu. Viele Religionen und Sekten fußen auf diesem Glauben. So auch das Christentum. Einst war es eine kleine Gruppierung, die gebannt auf die Apokalypse und die Erlösung ihres Gottes warteten. Heute ist daraus eine Weltreligion geworden, wo man zwar nicht mehr die Apokalypse im Fokus hat, aber noch immer die Erlösung durch einen Gott. Nur das Letzteres ohne einen Weltuntergang nicht mehr viel Sinn ergibt. Der Weltuntergang, auf welchen man so lange wartete, blieb aus. Aber dennoch glauben heute noch immer sehr viele Menschen, auch abgekoppelt von einem Glauben, dass das Ende naht. Selbst Experten gehen immer wieder Szenarien durch. So will auch ich einmal drei Möglichkeiten für einen möglichen Weltuntergang einer näheren Betrachtungsweise unterziehen.


 

Der 3. Weltkrieg

 

 

In den 1970'ern hatte man ganz große Angst vor einem dritten Weltkrieg, nicht zuletzt weil wir bei der Kuba- Krise ganz knapp davor standen. Ein Schritt oder eine falsche Entscheidung und es hätte geknallt. Doch gerade dieses, und noch viele andere brenzlige Ereignisse des Kalten Krieges, beweisen uns, dass es nie wieder zu einem Weltkrieg kommen wird. Sowohl auf russischer Seite als auch bei den Amerikanern gab es Helden. Jene Menschen, die erkannten was für fatale Folgen es hätte „den Knopf zu drücken“ und somit ein globales Feuer zu entfachen, welches nicht nur die Feinde, sondern auch das eigene Land ausgelöscht hätte.

 

 

 

 

Atombomben oder Megatonnenbomben sind die gefährlichsten Waffen, welche momentan die Nationen und Länder in einem recht instabilen Gefüge davon abhalten gegeneinander Krieg zu führen. Doch niemand, nicht einmal der beschränkteste Diktator, wäre wirklich dazu in der Lage einen 3. Weltkrieg anzufangen. Die Konsequenzen für das eigene Land und die Welt wären viel zu hoch. Selbst aus der Nord- Koreanischen Kim- Fraktion kommt nichts als Heiße Luft. Einen 3. Weltkrieg weiß man zu verhindern. Sei es mit dem logischen Verstand oder dem derzeit tobenden Cyberkrieg, welcher schon längst den Kalten Krieg abgelöst hat. Geheime Militäroperationen, Drohnen und private Armeen sorgen dafür, dass die Waagschale nicht zu dem gefährlichen Punkt kippen wird, wo es einen gewaltigen Knall und somit den letzten aller Kriege geben wird.

 

 

Aus diesem Grund denke ich nicht, dass es jemals einen 3. Weltkrieg geben wird.

 

 


Die Zombieapokalypse

 

 

Nach meinem anfänglichen Lachanfall, wenn es um Zombies geht, folgte die Ernüchterung. Es gibt tatsächlich Menschen, die sich mit solch einem Szenario befassen und mögliche Rettungstaktiken durchkauen.

 

 

 

 

2009 erstellte ein kanadisches Team von Mathematikstudenten eine mathematische Analyse von Zombie-Epidemien und kam zum Schluss, dass nur „extrem aggressive Taktiken“ die Menschheit in diesem Falle retten könnten.

 


2011 befasste sich das CDC im Rahmen eines allgemeinen Vorbereitungsprogramms für Krisen und Katastrophen mit einem fiktiven Zombieszenario mit der Bezeichnung Preparedness 101. Federal Emergency Management Agency widmete das monatliche Webinar im September 2012 dem Thema mögliche Vorbereitungen auf eine Zombiekatastrophe.

(Quelle: Wikipedia)

 

 

Man forscht bereits an der Formel des ewigen Lebens. Eigentlich müsste man es nur schaffen die Telomere daran zu hindern, dass sie immer kürzer werden und uns somit unserer Lebenszeit berauben. Doch was ist, wenn Militärforscher was anderes im Sinn haben und an eine Art „Supersoldat“ forschen, welcher weder Schmerz noch Leid empfindet, sondern der einfach nur funktioniert? Was ist, wenn es ein Virus gibt, welches noch drastischere Folgen als das Tollwut- Virus besitzt? Das Tollwut- Virus hackt sich schon in das biologische System und übernimmt es komplett. Die Persönlichkeit stirbt und zurück bleibt eine wandelnde und beißende Hülle, welche als einziges „Lebensziel“ nur noch im Sinn hat das Virus zu verbreiten. Somit sind wir schon näher an einem wandelnden Untoten als wir dachten. Doch der Gedanke an Zombies entspringt nicht nur aus unserer Zeit, wo Film, Buch und Fernsehen dieses Thema immer wieder gerne aufgreifen. Schon im alten sumerischen Gilgamesh- Epos wütete Ishtar:

 

 

„Schaffst du mir aber den Himmelsstier nicht,
So zerschlag ich die Türen der Unterwelt,
Zerschmeiß ich die Pfosten, laß die Tore weit offenstehn,
Laß ich auferstehn die Toten, dass sie fressen die Lebenden,
Der Toten werden mehr sein denn der Lebendigen.“
(Quelle: Wikipedia)

 

 

Viele Bibelgeschichten sind meist Wort für Wort an den viel älteren sumerischen Gilgamesh- Epos angelehnt. Vielleicht sind die Geschichten von Jesus und dessen Erweckung der Toten ein Hinweis darauf, dass auch der Zombie- Glaube im Christentum tief verankert sein könnte. Sollten nicht bei der Apokalypse die Posaunen erklingen und die Hölle ihre Tore öffnen? Und was befindet sich in der Hölle? Genau. Die Toten, welche später umherwandeln ...

 

 

 

 

Blackout

 

 

Das realistischste und in meinen Augen auch erschreckenste Szenario für einen Untergang ist für mich der Blackout. Wenn der Strom ausfällt, dann werden wir nicht nur ins Mittelalter zurück befördert, sondern direkt in den Tod. Möglich wäre ein solches Worst- Case- Szenario beispielsweise durch starke Sonnenwinde. Etwas Derartiges kam schon einmal vor. So legte 1989 ein Sonnensturm das Stromnetz im kanadischen Quebec lahm. Das ist jedoch lange her und damals war man noch nicht so dermaßen auf Strom angewiesen, so wie wir es heute sind. Für uns ist er der Mittelpunkt des Lebens und allen Seins. Jeder zweite Säugling, viele Pflegefälle und dergleichen hängen am permanenten Stromnetz. Ein Krankenhaus kann gerade einmal zwei Tage am Notstromaggregat hängen und dann ist der Saft leer. Letzteres wäre fatal für alle Patienten. Doch das ist nicht alles.

 

 

Wenn der Strom zu Ende geht, wird es Plünderungen und viele Verletzte geben. Doch es gibt nur noch eine unzureichende medizinische Versorgung. Berlin plant zwar schon für solche Notfälle und versucht Knotenpunkte im Straßennetz zu errichten, wo die Krankenwagen mit dem verbliebenen Restbenzin hinfahren könnten, doch alles endet letztendlich in einer Sackgasse. Ohne Strom gibt es keine Kühlschränke, keine Heizungen im Winter und kein Benzin. Ohne Benzin, welches nach oben in die Zapfsäulen gepumpt wird, können keine Generatoren versorgt werden und die Fortbewegung ist, der fehlenden Autos wegen, stark eingeschränkt. Das Medizinwesen bricht zusammen und die Menschen geraten in Panik. Überzüchtete Milchkühe verenden qualvoll, weil niemand mehr die Massen an gefüllten Euter abpumpen kann. Alle Produktionsstätten kommen zum erliegen, aber das Schlimmste kommt erst noch.

 

 

Schauen wir mit Grausen auf Tschernobyl und Fukushima, dann erkennen wir schnell was ein unerwarteter Stromausfall bewirken kann. Und selbst wenn man vorbereitet ist, so genügt ein Tag ohne Strom in den Reaktoren und schon gibt es einen Supergau nach dem anderen. Es gibt im Westen Deutschlands 12 Atomreaktoren und einzig der Osten wäre demnach relativ strahlenfei. Währenddessen die Reaktoren in Polen stillgelegt sind, gibt es noch fünf aktive in der Tschechischen Republik, sechs in der Slowakei, einen in den Niederlanden und elf in Schweden. All das sind bei einem groß angelegten Stromausfall mögliche gefährliche Strahlenorte. Sollte die Gegend relativ sicher sein, so sollte man sich vor radioaktiven Niederschlag in Acht nehmen.

 

 

 

 

 

 

Viele Menschen werden ihr Heil in der Flucht suchen und versuchen an Orte zu kommen, wo sie den Strahlen, Hunger und Durst entkommen können. Sollte ein solches Szenario allein in Deutschland stattfinden, so bleibt dann die Frage wohin 81 Millionen Menschen fliehen und wer sie aufnehmen soll. Und sollte es nicht nur Deutschland betreffen, ist das Problem der Flüchtenden noch einmal exponentiell höher. Wir sind einfach zu viele Menschen auf dieser Welt, was ein weiteres Problem bei einem solchen Szenario darstellt.

 

 

Das Blackout- Szenario in Verbindung mit den Reaktoren ist deswegen so brisant, weil es den Boden und all das unfruchtbar für einen möglichen Neuanfang machen könnte.

 

 

 

 

 

 

 

Von solchen Szenarien sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, auch wenn es viele Menschen gibt, die sich vollkommen in solchen Vorstellungen verlieren. Die sogenannten Prepper errichten Schutzbunker und horten Dosenessen, Taschenlampen, Waffen und all das, was man bei einem möglichen Weltuntergangsszenario zum Überleben braucht. Und dann gibt es noch all jene, die einfach ganz fest daran glauben, um ihrem tristen Alltag zu entfliehen. Das konnte man ganz deutlich kurz vor dem 21.12.2012 erkennen. Videos wie das Folgende, gab es zu Hauf im Netz:

 

 

 

 

 

 

Aber geschehen ist nichts. Und ich denke, dass in absehbarer Zeit auch nichts geschehen wird. Die Menschheit wartete so lange auf das Ende, und wurde bisher immer wieder enttäuscht.

 

 

Viele Medien befassen sich mit einem möglichen Leben nach der Apokalypse. Filme wie: Mad Max, Steel Dawn, The Road, I am Legend und dergleichen, sowie Spiele wie die Fallout- Reihe oder das uralte Burntime. Doch warum sind wir immer noch so sehr von dem Ende fasziniert, dass wir uns überhaupt damit beschäftigen? Wir fürchten uns davor, aber dennoch richten wir immer wieder unseren Blick auf ein mögliches Ende. Ist es prickelnd oder spannend, gerade weil wir dadurch dem tristen Alltag entfliehen können? Weg von der Arbeit, den Verpflichtungen und diesem System, bestehend aus korrupten Politikern, welche sich das Geld in ihre eigenen Taschen wirtschaften?

 

 

Die Welt ist tatsächlich im Wandel. Als ich noch jung war, sah ich im Fernsehen erschreckende Berichte über Ozonlöcher, Smog und dergleichen. Später war es dann BSE, die Vogelgrippe oder sonst irgendwelche Geschichten, welche der Pharma- Industrie mehr Geld bescherte. Heute ist es der weltweite Klimawandel und die Berge an Müll, in welchen wir versinken. Die Halden werden immer höher, ärmere Länder leben zwischen Müll und Unrat. Kinder wühlen in alten Computerschaltkreisen, die wir wegwarfen und verbrennen sie. Giftige Dämpfe steigen auf, aber dennoch glitzert das Gold und edle Metalle in den Platinen. Das ist eine wahre Fundgrube. Giftmüll versinkt im Meer, Fische und Wale verenden daran. Doch der Müll treibt nicht nur an den Küsten oder hängt in den Algen fest. Nein. Es wurde sogar schon eine Plastiktüte im Orbit von den Astronauten gesehen . . . Von dem ganzen Weltraumschrott einmal ganz zu schweigen. Wohin führt uns der ganze Zivilistationsdreck? Wohin führt uns unsere Kurzsichtigkeit?

 

 

Das Ende der Welt, ganz gleich was es auch sein mag, werden wir selbst erschaffen. Nicht heute, nicht morgen, sondern irgendwann. Es wird kein bestimmtes Datum geben, so wie einst der 21.12.2012. Es wird passieren. Und genau nach dieser Vorstellung leben wir Menschen. Wir haben es getan als wir noch mit Knochen und Bögen in der Hand nach Wild jagten und in Höhlen Unterschlupf fanden. Und wir tun es jetzt. Somit könnte man uns als eine Spezies bezeichnen, welche stets an ihren eigenen Untergang denken wird, so lange wie wir existieren werden.

 

 


In diesem Sinne . . . Das Ende ist immer ein Anfang von etwas Neuem.

 


Aviator


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Jeder Zocker kennt das Problem. Man freut sich darauf sein Spiel zu spielen und plötzlich streikt der PC oder die Konsole . . . und selbst die Handhelds machen schon mal den ein oder anderen Abflug. Und das immer gerade dann, wenn man sich am meisten darauf freut weiter zu spielen oder ein neues, lang ersehntes Game anzufangen. Man beginnt zu schimpfen und würde das streikende Teil am liebsten aus dem Fenster feuern. Meist noch mit dem Gedanken, dass es dann sieht, was es davon hat, wenn es jetzt meint unbedingt herum bocken zu müssen. Der nächste Gedankengang ist dann schon rationaler, denn es ist ja nur eine Maschine. Also beginnt man mit der Fehlersuche oder die Durchwahl zur Servicehotline.

 

Schon seit jeher sehen wir Maschinen nicht nur als Dinge oder Gegenstände an. Wir messen ihnen einen tieferen Sinn und manchmal auch einen Geist bei. Deus ex machina sozusagen. Eine Bestätigung erhalten wir, wenn die Technik immer genau dann zu streiken beginnt, wenn man sie am meisten braucht. Und das noch nicht genug, gibt es auch noch Verschwörungen. So wie bei den zwei Rechnern bei mir auf Arbeit. Streikt einer, meint der andere auch gleich noch mitmachen zu müssen. Prima. Das muss doch eine Form der künstlichen Intelligenz sein, denkt man. Nicht umsonst reden so viele Menschen mit den Geräten, in der Hoffnung sie würden dann wieder funktionieren.

 

Aber nicht nur auf die Hardware bezogen gibt es dieses Phänomen. In den Computer- und Konsolenspielen hingegen ist die sogenannte Pseudo- K.I. sehr präsent. Versteckt sich ein Gegner, den man gerade im Visier hat, hinter einer Wand, dann ist man erstaunt wie intelligent dieser agiert. Aber dennoch sind wir Spieler uns dessen bewusst, dass es nur einprogrammierte Algorithmen sind. Und nicht immer ist diese Programmierung auch fehlerfrei. Es ist heute noch nahezu unmöglich beispielsweise Gears of War im Single Player zu zocken. Dom, so cool wie der Typ auch sein mag, ist immer wieder eine Landplage! Da kommt diese außerirdische Locust- Berserkerin und ich renne mit Marcus in Sicherheit. Doch was macht K.I.- Dom(dödel)? Genau, er rennt gegen die Wand und wartet bis die Berserkerin ihn platt macht. Danach kann man dann mit Marcus sehen wo man bleibt. Gut gemacht, Programmierer. Bei vielen Spielen gibt es ähnliche Situationen, sowie monotone Abläufe oder, wie im Falle von Final Fantasy XIII z.B., immer wieder die gleichen einprogrammierten Sätze. Nach dem x-ten Mal eat this von Fang, drehe ich immer durch. Und nicht zuletzt auch in The Last of Us erkennt man dieses markant störende K.I.- Problem, welches in den Spielen noch immer allgegenwärtig zu sein scheint.

 

 

Der Gedanke rund um eine künstliche Intelligent ist jedoch nicht neu. Schon damals befasste man sich mit dieser faszinierenden Problematik. Allein durch ein „Gespräch“ mit einer Maschine, der sogenannte Turing- Test, sollte die K.I. damals auf die Probe gestellt werden. Wenn ein Mensch sich mit einer Maschine unterhält (früher waren es schriftliche Sätze) und er nicht merkt, dass es eine Maschine ist, dann sollte dadurch die Intelligenz der Maschine bewiesen werden. Bisher hat noch keine Maschine diesen Test bestanden. Es geht um das simple Prinzip des Sätzeverstehens. Denn, je nachdem was oder wonach man fragt, muss die Maschine antworten. Oft liegt der Sinn eines Satzes beispielsweise für ein Grundschulkind noch im Verborgenen.

 


Lukas sah das Fahrrad im Fenster des Geschäfts. Er wollte es haben.

Das sind simple Sätze und Zusammenhänge, welche wir alle binnen Tausendstel Sekunden verstanden haben. Eine Maschine hat da schon mehr Probleme zu erkennen, was hier überhaupt gemeint ist und was Lukas eigentlich haben will. Will er das Fahrrad, das Fenster oder das Geschäft?

 

Die Intelligenz allein an solchen Sätzen auszumachen ist in meinen Augen genau der Grund warum die K.I.- Forschung sich heute aufgehangen hat, und sich in einem Dead End zu befinden scheint. Intelligenz ist so viel mehr. Es geht bei der Intelligenz um Gehirne- ist ja klar. Doch was ist, wenn es Menschen gibt, die ohne Gehirne geboren werden und dennoch reden, sprechen und denken können? Das gibt es in der Tat. Also hängt das Denken nicht allein mit den Gehirnen zusammen.

 


Denken ist sehr kompliziert. Das weiß jeder. Doch mal angenommen man fährt mitten im größten Berufsverkehr mit dem Fahrrad durch die City, weicht Autos aus, schaut auf sein Navi am Lenker, winkt einem alten Bekannten am Straßenrand zu, hört nebenbei noch laute Musik aus dem MP3- Player, bremst an diversen roten Ampeln, weicht Hunden aus . . . Wer denkt in diesem Moment noch bewusst daran, dass jetzt die Pedale durchgetreten werden müssen, damit sich das Rad fortbewegt? Bewusst steuern können wir den Prozess nicht, wenn er von anderen Prozessen überlagert wird. In dieser Hinsicht übernimmt das mysteriöse Unterbewusstsein das Denken und Handeln. Das Unterbewusstsein lagert auch Erinnerungen, Ängste, speichert Gefühle und kann sie ab und an auch wieder zum Vorschein bringen- oft ohne den bewussten Willen unseres Seins.

 

Was man also nach meiner Definition für eine gute K.I. bräuchte wäre eine Seele, ein Unterbewusstsein und ein enormer Speicher, um Informationen zu lagern und zu verwerten. Das mit der Seele scheint einfach, denn es steckt in jedem Atomteilchen so etwas wie eine Seele. Auch die scheinbar leblosesten Gegenstände könnten somit Leben in sich tragen. Das Unterbewusstsein, was uns überhaupt erst ermöglicht frei zu denken und zu handeln, weil es uns viele unnötige Denkprozesse abnimmt, müsste von einem Quantenchip gesteuert werden. In der Quantenwelt, einer Wunderwelt in welche sich Alice sicher wohl gefühlt hätte, geschehen viele Dinge gleichzeitig und es gibt unzählige Möglichkeiten. Erst wenn man beobachtet und hinschaut, offenbart sich eine von ihnen. Für einen Quantencomputer ist also die Parallelität der Vorgänge interessant, ebenso wie die Tatsache das alle Ionen miteinander verbunden sind und folglich alle Vorgänge/Möglichkeiten auf einmal abgefragt werden können. Mit dieser Überlagerung besäßen nur fünfzig Atome mehr Rechenleistung als alle heutigen Computer zusammen. Es ist also schnell genug, um ein künstliches Unterbewusstsein zu steuern. Dumm nur, dass Quantencomputer noch im Bereich der Utopie liegen, obwohl fieberhaft daran geforscht wird.

 

 

Einzig mit solch einer Rechenleistung wäre es in meinen Augen möglich, dass ein Computer ein Bewusstsein entwickeln könnte. Woher wir Menschen unsere enorme Rechenleistung nehmen, ist für mich allerdings ein großes Rätsel. Wir denken kreativ und eigenständig, gerade weil wir einen Zwischendenkprozess haben, der alles steuert und uns vieles abnimmt. Doch was steuert wiederum diesen Zwischendenkprozess, ergo das Unterbewusstsein? Ein Kleinkind ist intelligenter als manch ein Supercomputer. Warum? Weil das Unterbewusstsein seit der Geburt und vielleicht auch noch im Mutterleib aktiv ist. Ist es also allgegenwärtig und eine Art Weltzeitgedächtnis, an welches alle Gehirne weltweit gekoppelt sind, ähnlich wie die Teilchen in der Quantenphysik miteinander verbunden sind? Braucht man also so eine universelle Verbindung, um eine K.I. zum Laufen zu bringen?

Das sind Fragen, denen sich die Neurologen, Kybernetiker und dergleichen unbedingt stellen müssen.

 

Aber auch mit "dummen Maschinen" sind wir schon recht weit gekommen, wie ich finde. Die Technik ist voran geschritten und wird in Japan geradezu verehrt. Dort schaut man ehrfürchtig auf die Maschinen, welche recht spät in die traditionelle Japanische Lebensweise gedrungen und heute ein fester Bestandteil von ihr geworden sind. Mechs, Roboter . . . all das ist in Japan beinahe Realität. Auch wenn zum Beispiel die freundlich lächelnden Hostess- Roboter nur ihren vorgegeben Algorithmen nachgehen, so stört es dort niemanden.
Uns stört es ja auch nicht, wenn unsere K.I.- Kollegen in den Games keine intelligent handelnden Computerwesen sind. Das Spiel macht trotzdem Spaß.

 

 

Man kann also sagen, dass es noch ein weiter Weg sein wird, bis ein Roboter uns grüßt, wenn man ihn auf der Straße begegnet oder das sich ein virtueller Soldatenkollege entschuldigt, weil er in der Schusslinie steht. Das Schöpfung Zeit braucht kann man dabei allerdings auch nicht unbedingt sagen. Vor allem nicht, wenn man sich die teilweise recht sprunghafte Entwicklung in der Evolution einmal genauer anschaut. Viele Dinge geschehen spontan. Und vielleicht kommt ja ein Forscher eines Tages ganz spontan auf die Lösung des K.I.- Problems. Sollte dies geschehen, so werden unsere Nachfahren in Zukunft mit ganz anderen Problemen zu kämpfen haben. Nämlich mit den Folgen dieser Entwicklung . . .

 


In diesem Sinne . . . How about a nice game of chess, Professor Falken?


Aviator


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Dieser Blog ist unsichtbar!

Ich kann die Frage meines Blog- Eintrages ohne zu zögern mit einem klaren Nein beantworten, weil mir unsere Welt, mit all seinen Facetten, viel zu real erscheint, als dass alles nur eine Simulation sein könnte. Und dennoch bleibt ein Rest Ungewissheit. Diese Ungewissheit kommt nicht nur daher, weil kein Mensch wirklich beantworten kann was die Wirklichkeit de facto ausmacht, sondern die Schlussfolgerungen aus quantenphysikalischer Sichtweise. Das Doppelspalt- Experiment zeigt uns, dass die Realität erst dann real ist, wenn man hinschaut. Dies wirft allerdings eine interessante hypothetische Frage auf: Was bleibt eigentlich von unserer Welt übrig, wenn alle die Augen verschließen? Die Antwort ist: Eine Unzahl an Möglichkeiten. Aus diesem Grund würde ich auch gerne einmal die Möglichkeit einer simulierten Welt, welche die unsere sein könnte, einer genauen Betrachtung unterziehen.

 

Die Frage ob wir in einer Matrix leben ist uralt. Nahezu alle Religionen und Glaubensvorstellungen beschäftigen sich mit einer Welt, die erschaffen (kreiert) worden ist. Aber auch die alten Denker wie Platon mit seiner Höhlengleichnis (die Vorstellung einer eingeschränkten Realitätswahrnehmung) oder der chinesische Philosoph Zhuangzi, der glaubte wir würden in einer Traumwelt leben, zerbrachen sich darüber ihre Köpfe. Filme und Werke wie der erste Matrix- Film, dem Cyberpunk- Anime Serial Experiments Lain, den Meisterwerken „Welt am Draht“ und The 13th Floor, sowie Erzählungen wie Simulacron-3 und Die Wächter des Glücks greifen diese Thematik gekonnt auf. Der Film Matrix wurde durch den zweiten Teil zerstört und durch den Dritten komplett lächerlich gemacht. Die Frage ist nur warum die Produzenten plötzlich diesen Weg einschlugen. Weil aufgrund des ersten Filmes, der genialen Effekte wegen, zum ersten Mal auch stupide Teenager zum Nachdenken angeregt wurden? Musste diesem Trend, dass man sich plötzlich intensiv über das Sein Gedanken machte, ein Riegel vorgeschoben werden? Das klingt zunächst nach einer Verschwörungstheorie, welche ich früher immer stets belächelte. Hierbei sollte man jedoch Montblanc, den Moogle aus Final Fantasy Tactics, im Ansatz zitieren, wenn man anmerkt, dass Verschwörungstheoretiker vielleicht nur gute Beobachter des Offensichtlichen sind.

 

 

Bei den Geschichten und Filmen gibt es immer wieder diesen, in meinen Augen, irrsinnigen Aspekt das die Menschen, die sich im Verlauf der Handlung als Computerwesen herausstellen, in die scheinbar reale Welt aufsteigen können. Für mich ist es ehrlich gesagt schwer vorstellbar, dass ein Kaidan Alenko (Mass Effect) plötzlich neben mir im Wohnzimmer steht. Auf der anderen Seite ist es problematisch eine Computerwelt wie bei Tron betreten zu wollen. Es sei denn über „Link- Sessel“, an welche Rezeptoren mit dem menschlichen Körper, bzw. dem zentralen Nervensystem, verbunden werden, und man dadurch mit allen Sinnen in die digitale Welt eintaucht, so wie es in Tom Clancy's Special Net Force- Romanen geschildert wird.

 

Obwohl der Gedanke einer real existierenden virtuellen Welt, welche wir für unsere Wirklichkeit halten, vollkommen abstrus erscheint, gibt es dennoch einige Indizien. Der größte Hinweis ist die Mathematik. 1 + 1 = 2. Diese simple Kindergartenrechnung zeigt uns, dass man Dinge überhaupt erst berechnen, ergo voraussehen kann. Die klugen Köpfe unter uns (wozu ich als Mathelegastheniker gewiss nicht zähle) berechnen Mengen, Ereignisse, Umlaufbahnen von Planeten, erstellen Formeln, die uns Unglaubliches und bisweilen auch Schreckliches offenbaren oder die Welt erklären, um nur einige Beispiele zu nennen. Ein jeder, der sich mit Algebra, höherer Mathematik, Physik und dergleichen beschäftigt, ist ein kleiner Hellseher, welcher theoretisch für einen kurzen Augenblick hinter den „Programmierungscode des Lebens“ schauen kann.

 

Aus diesem Grund gibt es wohl so viele Gruppierungen und Lehren (Stichwort: Kabbala), welche sich so akribisch mit Zahlen und deren Bedeutungen befassen. Zahlen sind universell. Das bedeutet, dass es diese Zahlen und Formeln schon gegeben hat bevor wir Menschen in der evolutionären Entwicklung zu dem wurden, was wir heute sind. Auch lange nach unserer Existenz- sei es nun durch unsere eigene Ausrottung, einem schnellen kosmischen Ende oder dem Sterben unserer Sonne- wird die Mathematik mit all seinen Formeln im Universum Bestand haben.

 

Formeln sind, ähnlich wie kreative Kunstwerke, das Resultat von Projektionen unserer Gedanken. Nahezu alle Menschen gehen davon aus, dass diese Gedanken virtuell (also nicht real) erst im Gehirn entstehen. Ich frage mich jedoch immer wieder, ob sie vielleicht nur deswegen entstehen, weil das Unterbewusstsein eines jeden Menschen an das „Weltzeit-“ oder „Universalgedächtnis“ gekoppelt ist? (Ähnliche Verknüpfungen kann man auch in der Quantenwelt beobachten.)

 

Das ein Gedanke nicht nur wundervolle Dinge wie Kunstwerke, Filme, Musik und dergleichen hervorbringen, sondern auch töten kann, beweist auf sehr eindrucksvolle Weise die von Albert Einstein offenbarte Formel E=MC2. Diese Formel ermöglichte einen radikalen Paradigmenwechsel in der Wissenschaft und ebnete unter anderem auch den Weg zur Atombombe. Eine solche Bombe, kombiniert mit einer Wasserstoffbombe (eine sogenannte Megatonnenbombe), könnte wiederum der Schlüssel für einen verseuchten Planeten und die Vernichtung eines Großteils der Menschheit bedeuten. Vielleicht ist sie auch notwendig, um eine bizarre Konstante im mathematischen Gefüge, welches wir Leben nennen, zu schaffen. Wenn es so wäre, dann war vielleicht auch der im altindischen National- und Heldenepos Mahabharata beschriebene Götterkrieg (möglicherweise ein prähistorischer Atomkrieg) nichts weiter als eine Notwendigkeit gewesen.

 

Das Prinzip von Geburt und Tod oder Aufstieg und Fall einer Zivilisation findet man auch im Universum wieder. Explodiert ein Stern, eine sogenannte Supernova (welche wir nicht erst seit Sephiroth kennen ^^), so entstehen aus dem Sternennebel wieder neue Welten und Sonnensysteme. Auch wir Menschen tragen sozusagen noch den Sternenstaub einer Supernova in uns. Ist all das, Sein oder Nichtsein wie William Shakespeare so schön schrieb, vielleicht das Resultat einer einzigen Formel? Sei es nun in der unvorstellbar kleinen Quantenwelt oder in den unendlichen Weiten des Universums (oder Multiversums), die Forscher suchen fieberhaft nach dieser alles umfassenden Formel. Vielleicht ist sie am Ende gar der „Programmierungscode“ einer simulierten Welt, die sich am Ende als unsere Realität heraus stellt?

 

 

Was würde passieren, wenn die Wissenschaftler tatsächlich die sogenannte „Weltformel“ entdecken würden? In der Bibel gibt es einen Hinweis- eine Geschichte, die auch jeder Atheist (wozu auch ich zähle) kennt. Adam und Eva sind bekanntlich aus dem Paradies geflogen, nachdem Eva von dem Baum der Erkenntnis futterte. Aus wissenschaftlich rationaler Sicht heißt es hingegen wie folgt: Wenn man versteht was das Universum wirklich ist, dann wird es sich selbst zerstören und durch ein weitaus komplexeres Universum ersetzt werden.

 

Die Matrix- Anhänger, also jene Menschen, die felsenfest davon ausgehen, dass wir tatsächlich in einer virtuellen Simulation leben, machen es sich mit ihren „Erklärungen“ immer recht einfach und sprechen fortwährend von den sogenannten Fehlern in der Matrix, welche die Existenz der Matrix letztendlich als solche entlarven sollen. Da ich Vampire und Werwölfe als Resultate von mittelalterlichen Mythen halte und Geister als Projektionen des Unterbewusstseins, die sich bei Stress auch einmal materialisieren können, kann ich nur die Déjà- Vu's genauer in Augenschein nehmen. Ich habe diese kleinen Visionen selbst sehr oft, vor allem in meiner Teenagerzeit, erlebt. Déjà- Vu's sind Situationen, wo sich der Betroffene erinnert, diese schon einmal erlebt zu haben- und zwar genau in dem Moment, wo sie geschehen. Als Kind habe ich mir einen Spaß daraus gemacht diese Ereignisse zu zählen. Ein Déjà- Vu erlebte ich dabei an die sieben und ein anderes, ein ziemlich langes, sogar ganze neun Mal. Was würde das von einem logischen Standpunkt aus betrachtet bedeuten? Das ich neun Mal die gleiche Vision hatte oder ist es ein Hinweis auf diverse Parallelwelten, so wie sie in der höheren Physik beschrieben werden? Parallelwelten jedoch würden- wenn sie nicht nur Formelbrücken der Physiker, sondern real sind- bedeuten, dass es doch mehrere Ebenen- ergo, und da kommen wir wieder auf den Anfang meines Blog- Eintrags zurück- auch mehrere Möglichkeiten gibt.

 

 

 

Aber nicht nur Matrix- Gläubiger versuchen anhand der Fehler in der Matrix zu beweisen, dass wir in einer Simulation leben, sondern auch die Wissenschaftler- was mich bei meiner Recherche an dieser Stelle wirklich überrascht hat. Die Forscher untersuchen hierbei das Universum und seine Gesetzmäßigkeiten. Gibt es dort Anomalien, so glauben die Wissenschaftler, dann würde dies auf eine Simulation hindeuten. Um diese Untersuchungen zu stützen, erschafft man wiederum an Superrechnern Computersimulationen mit Hilfe der Gitter- Quantenchromodynamik winzige Teile des Universums. Hätte man mehr Rechenleistung zur Verfügung, könnte man auch größere und weitaus komplexere Modelle erschaffen. Sollte dies wiederum gelingen, so wäre es ein weiterer, und in meinen Augen auch ziemlich eindeutiger Hinweis (muss ich gestehen), dass wir tatsächlich in einer Computerwelt leben. Immerhin sind auch wir auf dem besten Weg dahin eine solche Welt zu erschaffen . . . Der Kreis schließt sich. Die Tendenz geht dabei tatsächlich in Richtung Möbiusband. Was ist die Simulation der Simulation und gibt es überhaupt eine Wirklichkeit?

 

Diese Frage ist schwer zu beantworten, weil wir nur unsere beschränkte Perspektive und Sichtweise sehen können. Folglich ist alles eine Sache der Definition der Wirklichkeit. Ein Mensch, der sein Leben lang blind war und erst im hohen Alter wieder sehen kann, würde nach einem gezeichneten Apfel auf dem Papier greifen, um ihn essen zu wollen. Seine Wirklichkeit war vorher eine ganz andere. Auch ein Hund, mit dem wir Gassi gehen, hat seine ganz eigene Realität. Er lebt in seiner eigenen Welt, riecht, sieht und fühlt andere Dinge als wir, und dennoch kann er uns wahrnehmen und mit uns leben, so wie wir mit ihm- obwohl wir keine derartigen „Supersinne“ besitzen. Jedes Lebewesen auf unserem Planeten hat demzufolge seine eigene Wirklichkeit/ Realität. Unser Auge kann nur ein gewisses Farbspektrum erkennen. Tiere sehen hingegen ganz andere oder weniger Farben als wir. Aber nicht nur Farben sind Bestandteile der Wirklichkeit. Fliegt eine Fliege etwa deswegen gegen eine Fensterscheibe und stirbt, weil diese in ihrer Wirklichkeit nicht existiert und sie die Scheibe einfach nicht wahrnehmen kann? Für eine Fliege existiert auch eine komplett andere Zeitebene. Das merkt man, wenn man die Viecher mit einer Fliegenklatsche erledigen möchte. Man muss wirklich verdammt schnell sein. Doch Hektik ist dabei absolut nicht nötig. Versucht an dieser Stelle einfach einmal ein Glas zu nehmen und es ganz langsam über die Fliege zu legen. Ihr werdet sehen, dass es immer funktionieren wird eine Fliege auf diese Weise einzufangen. Ist es möglich weil die Bewegung zu langsam für das Empfinden der Fliege ist oder weil sie das Glas einfach nicht sehen kann? An dieser Stelle mögen Matrix- Fans jetzt vielleicht einwenden wollen, dass wir aufgrund unserer beschränkten Wahrnehmung ebenso auch keine Geister sehen können (Koexistenz in einer „Hyperwürfelwelt“ sozusagen), diese jedoch sehr wohl existieren. Menschen wie die Kunstfigur Neo oder Personen, die sich selbst Medium nennen, sowie sensitive Menschen können sie angeblich sehen. Ich gehe jedoch davon aus, dass unser mysteriöses Unterbewusstsein für derartige Projektionen verantwortlich ist. Immerhin gibt es eben auch eine Unzahl an Menschen, die noch niemals „einen Geist gesehen haben“. Es hängt allein von dem jeweiligen Menschen und seinem Realitätsempfinden ab. Ergo sind nahezu alle „Bugs“ im System (und damit meine ich unsere Wirklichkeit) auf diese Weise erklärbar. Bestehen bleibt bei der Frage nach der Realität allein die Mathematik und jene mysteriöse Weltformel, die alles erklären könnte.

 

 

 

Um dem Ganzen ein wenig auf die Spur zu kommen, sollte man sich vielleicht mit den größten Hackern in unserem biologischen System befassen. Ich meine damit die Viren. HI- Viren zum Beispiel benutzen die Rezeptoren der Zellen, welche ab und an aus der Zelle hinaus und wieder hinein fahren. Währenddessen die Mediziner noch rätseln warum sie das tun, dringen die HI- Viren auf diese Weise ohne Probleme in die Zellen ein und verändern im Kern den Gencode des Wirts. Der Gencode ist nur eine weitere Formel im Gefüge des Lebens. Allerdings auf biologischer Ebene. Aber auch Moleküle oder Atombausteine (Stichwort: Quantencomputer) können umstrukturiert und programmiert werden, genau wie wir Menschen. Bei infizierten Aidskranken hackt sich das HI- Virus in den Code ein, schreibt ihn um und legt somit zum Beispiel die komplette Immun- Abwehr lahm. Als Resultat ist der Körper somit anfällig für alle Krankheiten. Das Tollwutvirus geht noch einen Schritt weiter und hackt sich soweit ins menschliche/tierische System, bis es den Wirt komplett übernommen hat. Die „programmierten“ Betroffenen sind nur noch leere Hüllen (ähnlich den Zombies) und gehorchen dem Virus, indem sie Wasser meiden und nur noch Schlucken, damit das Virus nicht eliminiert wird. Sie wandern und beißen, damit sich das Virus verbreitet und auf andere potentielle Wirte/Opfer übertragen kann. Man sollte sich vielleicht nicht nur mit der Zerstörung jener Viren, sondern auch mit einer möglichen Kommunikation mit ihnen befassen. Was könnten uns diese Lebewesen- und ich sehe sie als solche an, weil sie sich genauso verhalten wie wir (besiedeln, Ressourcen verbrauchen, vermehren)- über das Universum, Simulationen und die Welt verraten?

 

 

Meine Überlegung klingt genauso abstrus, wie der ganze Unsinn über eine virtuelle Welt und die Matrix? Das sehe ich ähnlich und aus diesem Grund sollte man vielleicht einmal jene Wesen befragen, die wir uns laut Bibel und Koran Untertan machen sollen. Ich meine hiermit explizit die Tiere. Was weiß der Fisch vom Wasser, fragen wir Menschen sarkastisch. Ich würde beinahe sagen mehr als wir von unserer Wirklichkeit. Tiere sind gar nicht so dumm und ohne empfinden, wie viele Menschen immer glauben. Zum Beispiel können Pferde bisweilen besser rechnen als manch ein Mensch und einige Gorillas kommunizieren in Zeichensprache mit ihren Pflegern. Währenddessen wir uns noch abstruse Gedanken darüber machen, ob unsere Seele einmal ins Paradies oder zu einem Hort voller Jungfrauen kommt, ja vielleicht sogar noch wiedergeboren wird (wobei einige „Anomalien“ entstehen, wie die Transsexuellen- geboren im falschen Körper oder ein Fehler beim Datentransfer?), antwortete einmal eine Gorilladame ganz simpel auf die Frage, was denn nun passiert, wenn man stirbt mit folgenden Worten in Gebärdensprache: „Alles ist dunkel. Schlafen.“

 


In diesem Sinne . . . (frei nach Douglas Adams) Die Antwort nach der Frage des Universums, dem Leben und dem ganzen Rest ist 42.

 


Aviator


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