Dark Side of the World

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Schon seit dem ich denken kann, bin ich von Computern fasziniert. Die digitale Welt ist ein fester Bestandteil meines Lebens. Mein Vater war damals Operator in der Siemens Computerabteilung, und von daher schon selbstverständlich ein Computernerd gewesen. Ganz begeistert brachte er den ersten Heimcomputer mit zu uns nach Hause, und obwohl er viele Nächte zum Tag werden ließ, durfte ihn jeder aus unserer Familie wie selbstverständlich benutzen.

 

Ganz gebannt stand ich immer hinter meinem Vater, wenn er programmierte. Das war sein Beruf, und eine Zeit lang auch seine Berufung. Nur leider hat er es versäumt mir seine mathematischen Gene zu vererben. Ich verstehe nichts von Zahlen oder Größen und pendelte in der Schule immer zwischen der Note 4 und 5. Da zerplatze also meine Seifenblase, als ich erkannte, dass ich niemals Hacker werden oder mit dem Computer arbeiten konnte. Jedenfalls nicht so wie ich es mir immer vorstellte. Aber dennoch vergesse ich den Moment niemals als mein Paps, welcher zufällig noch aussieht wie Chuck Norris himself, einen Wurm (soweit ich mich entsinnen kann) programmierte und sagte: „Im Prinzip ist das ganz leicht. Jeder kann das.“ Tja, jeder … außer ich.

 

Mein Vater wurde damals von einer Entlassungswelle bei Siemens getroffen und landete, abgestempelt als unbrauchbar und zu alt für die Berufswelt, im ewigen Kreislauf der Weiterbildungen und der Arbeitslosigkeit. Heute ist er Alkoholiker. Die Realität ist sehr bitter, da sieht es in der Fernsehwelt zum Glück ganz anders aus. Ich möchte Euch einmal auf eine kleine Reise mitnehmen. Eine Reise in die Faszination Computerfilme.

 

 

 

Wargames

 

 

 

 


Ich beginne mit einem Film, bei welchen ich schon mitsprechen kann. Die VHS war die mitunter Ramponierteste von allen, und ab einer gewissen Zeit auch kaum noch abspielbar. Ich weiß auch nicht, was mich an diesem Film so fasziniert. Ist es die Tatsache, dass darin ein Junge vorkommt, welcher hoch intelligent agiert und schon mit einem einfachen Telefonhörer technische Wunder vollbringen kann?

 


Fasziniert war ich auf jeden Fall von dieser kaum greifbaren Bedrohung, welche den gesamten Film ausmacht. David Lightman (Matthew Broderik) ist ein ganz normaler Teen. Er daddelt an Spielautomaten (wer in der Collage genau hinsieht, erkennt einen TRON - Automaten im Hintergrund images/smilies/m-wink.gif ) und ärgert seine Lehrer.

 

 

Film-Quote schrieb:

Lehrer: „Wer kann mir etwas über die Fortpflanzung ohne Sex verraten?“
David: „Ähm... Ihre Frau?“

 

David kann sich nicht nur in den Schulcomputer hacken, nein, er hat etwas weitaus Größeres im Sinn. Nachdem er ein Werbeprospekt des Spielentwicklers PROTOVISION entdeckt hat, wird er auf ein neues Spiel aufmerksam, dass er unbedingt spielen möchte. Warum für etwas bezahlen, wenn man es auch kostenlos zocken kann, fragt er sich und wählt sich in sämtliche Leitungen und Netzwerke ein. Postwendend landet er bei NORAD direkt im Computer des WOPR (War Operation Plan Response).

 

 

 

 

 

Tja, was würdet Ihr wohl aus der Liste wählen? Schach? Nein. Natürlich ist es der weltweite thermonukleare Krieg. Ist doch logisch. Dumm nur, dass David nicht weiß, dass dieser Computer eine lernfähige K.I. ist, welcher dafür eingesetzt werden soll Atomsprengköpfe zu zünden... Nachdem bei einem Test viele menschliche Probanden versagten und den wichtigen Knopf nicht drücken konnten, soll nun WOPR eingesetzt werden. Ein Computer, welcher nicht zögert oder nachdenkt, sondern einfach nur handelt, ganz ähnlich dem Terminator.

 

 

 

 

David spielt also fröhlich Krieg, ohne zu bemerken das er die Welt an den Rand eines atomaren Abgrundes treibt. Als er es durch schockierende Nachrichtenmeldungen bemerkt, versucht er die Leitungen zu kappen und das Spiel und die K.I. zu stoppen. Doch „Joshua“, wie WOPR von seinem „Vater“, dem Programmierer Dr. Falken, genannt wird, will das Spiel zu Ende spielen. Um jeden Preis. Es gilt also die verrückt gewordene K.I. zu stoppen, bevor die Raketen auf Russland abgefeuert werden, und somit einen 3. Weltkrieg auslösen. Doch „Joshua“ ist zum Glück lernfähig, wie Ihr in dieser bedeutenden Spoiler - Szene sehen könnt:

 

 

 

 

 


Hackers

 

 

 

 

 

Cooler Name für einen Film, ohne Frage, jedoch ist dieser Film übertrieben auf Cool getrimmt, was man schon bei dem einstigen Nickname des Protagonisten Dade Murphy merkt, welcher sich früher Zero-Cool nannte. Überhaupt haben alle Hacker Teens beschränkte Spitznamen und der Film ist dermaßen überzogen, dass es schon schmerzt. Wenn Ihr dennoch einen Blick wagen wollt, dann vielleicht nur, weil Ihr auf Angelina Jolie steht (zumindest da, wo sie noch Fleisch auf den Rippen hatte, jedoch auch mit einer grottenhässlichen Haarpracht bestückt) oder für Fans von Wipeout. Denn ohne diesen Film würde es Wipeout wohl nicht geben.

 

Die Entwickler programmierten eine Videosequenz, bei welcher die Schauspieler dann so taten als würden sie es in echt zocken. Die Grafik war damals noch nicht so weit, weshalb man auf diese Weise improvisieren musste. Man sieht in der Szene die typischen Wipeout – Boliden wie man sie heute kennt. Psygnosis hat dieses Konzept dann später für ein Videospiel auf der Playstation verwendet und somit die Geburtsstunde von Wipeout eingeleitet. Eine Serie, welche hoffentlich auch ihren Weg auf die Playstation 4 finden wird.

 

 

 

 

Worum geht es in diesem Film eigentlich? Supergenie- Hackerkind darf eigentlich keinen Computer mehr anfassen, nachdem er mit 11 Jahren 1507 Systeme lahm legte. Dumm nur, dass es auch das Wall-Street Rechenzentrum erwischt hat. Dade macht später die Bekanntschaft mit einer Gruppe von Hackern, die alle einen an der Waffel haben, und gerät mit dem Sicherheitschef einer Mineralölfirma aneinander. Dieser Typ ist natürlich ultra fies und er muss mit den Mitteln einer Hackergemeinschaft bekämpft werden. Der Film ist in etwa so sinnfrei wie der zweite Teil von Wargames und ich habe ihn, ehrlich gesagt, nur wegen Wipeout erwähnt. images/smilies/ugly.gif

 

 

 

Der Rasenmähermann

 

 

 

 

 

Dämlicher kann ein Filmtitel nicht klingen, doch dahinter steckt so viel mehr. Jedes Mal, ganz gleich wie schlecht die CGI – Effekte heute auch sein mögen, klebe ich gebannt an diesem Film. Mich fesseln dabei zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dr. Lawrence Angelo, verkörpert durch Ex – Bond 007 Pierce Brosnan, will um jeden Preis sein Ziel erreichen. Mit Drogen und der virtuellen Realität strebt er eine kognitive Leistungssteigerung an. Was bei seinen Versuchsaffen beinahe schief gegangen ist, versucht er nun beim zurückgebliebenen Aushilfsgärtner Jobe Smith. Die Gelder wurden Dr. Angelo gestrichen, also forscht er auf eigene Faust weiter.

 

All das entgleitet ihm jedoch, als Jobe tatsächlich seine Leistung steigert und von einem sabbernden und geistig eingeschränkten Gärtner zu einem Mann mit Sexappeal und später zu einem Mörder mit übersinnlichen Kräften mutiert. Doch nicht nur das, so wird er bald eins mit der VR, welche anfangs sein Gehirn stimulierte und ihn übermächtig werden ließ. Jobe wird in der digitalen Welt zu einer K.I., welche sich ins World Wide Web klinken, und von dort aus die ganze Welt kontrollieren und beherrschen will. Das Ende dieses Films, obwohl die Effekt wirklich zum Schmunzeln anregen, erzeugt bei mir jedes Mal eine Gänsehaut.

 

 

 

Das Netz

 

 

 

 

 

Was beim Rasenmähermann damals noch die Telefonleitung war, ist in diesem Film schon beinahe unser Alltag. Ich meine natürlich das Netz, unser Internet was Ihr auch jetzt gerade in diesem Moment benutzt, um meine Zeilen zu lesen.

 

Mitte der 1990'er war das Internet noch Neuland und kaum einer hat es benutzt. Die Benutzeroberfläche war verpixelt, Grafiken waren ein Witz und es dauerte eine halbe Ewigkeit bis eine Seite gefunden werden konnte, geschweige denn geladen wurde. Noch dazu bekam man Tinitus, wenn man sich mit dem Router irgendwo einwählte. Aber dennoch erkannte die Fernsehwelt schon damals die Zeichen der Zeit, den Fortschritt und dessen Schattenseiten.

 

Der gläserne Mensch. Ihr alle kennt diese Bezeichnung. Heute juckt es niemanden mehr. Vielleicht schreckt man noch bei der Cloud kurz auf, doch Angst hat niemand mehr vor dem Internet. Man lädt mal eben schnell Musik runter, streamt Filme oder mopst Bilder aus dem Netz. Das geht ganz schnell, ohne zu bedenken, dass man damit seinen Standort (bis auf die Straße genau), sowie seine persönlichen Vorlieben Preis gibt. Was ist jedoch, wenn irgend jemand das ausnutzt? Wenn man Menschen auf der Straße begegnet, die alles über einen wissen? Oder wenn all die Daten, Geburtsort, Krankenakte usw. aus dem Netz verschwinden und niemand mehr in einer Behörde nachweisen kann, dass man existiert? Genau darum geht es in dem packend - spannenden Film mit Sandra Bullock.

 

Angela Bennett steckt tief in der Scheiße. Eine Hackerorganisation will an Firmen und Behörden ein sogenanntes Schutzprogramm verhökern, welches sich jedoch als Trojaner entpuppt. Es ist jener Trojaner, welcher auch Angelas Leben vollkommen auf den Kopf stellt. Viele Menschen, die ihr etwas bedeuten, sterben und auch ihr droht das gleiche Schicksal, wenn sie nichts unternimmt. Das grandiose Ende des Films erinnert mich immer ein wenig an den sehr lesenswerten Roman „Ypsilon Minus“ von Herbert W. Franke.

 

 


Sneakers

 

 

 

 


Sneakers – Die Lautlosen, wie der Film im deutschsprachigen Raum genannt wird, ist ein echter Geheimtipp. Er ist spannend, amüsant und sehr unterhaltsam. Da gibt es zum einen den Zwist zwischen zwei alten Freunden. Sie waren Kommilitonen am College und Hacker aus Leidenschaft. Als Martin „Marty“ Brice (Robert Redford) und „Cosmo“ (Ben Kingsley) 1969 von Richard Nixon's Bankkonto Geld zum Nationalen Komitee zur Legalisierung von Marihuana transferieren wollen, werden sie erwischt. „Marty“ entkommt der Verhaftung nur deswegen, weil sie vorher eine Münze geworfen haben, um herauszufinden wer die Pizza holt. „Cosmo's“ Beschiss bei diesem kurzen Glücksspiel hat zur Folge, dass er in den Knast kommt, währenddessen sein Freund „Marty“ sich aus dem Staub machen und untertauchen kann.

 

Viele Jahre später hat „Marty“, welcher sich nun Martin Bishop nennt, eine Firma, die in andere Firmennetzwerke einbricht, um somit die Schwachstellen herauszufinden und diese gegebenenfalls zu beseitigen. Als sich plötzlich die Ereignisse überschlagen und er auf den Spuren seines alten Freundes „Cosmo“ zu wandeln beginnt, erfährt er von einem Chip, welcher nahezu jeden Code knacken kann. Es wäre damit also möglich sich in jedes amerikanische Netzwerk zu hacken. „Cosmo“ will diesen Chip haben, ebenso wie Bishop, welcher die Pläne seines Freundes, diesen Chip für persönliche Zwecke zu missbrauchen, nicht tolerieren kann. Ein erbitterter Kampf beginnt. Es ist jedoch ein Kampf, welcher mit Intelligenz und List geführt wird.

 

Bishop ist nicht allein, so helfen ihm ein blinder Hacker, mit dessen Gehör sie „Cosmo“ ausfindig machen, ein begnadeter Verschwörungstheoretiker (gespielt von Dan Aykroyd), welcher den Ex- CIA Mann Crease (Sydney Poitier) beinahe zur Weißglut treibt, sowie einen jungen Hacker namens Carl (River Phoenix) und Bishops Ex Liz, welche später noch einen fatalen Fehler begehen wird. Zusammen ist dieses Team einfach nur lustig aber auch gewitzt, wenn es darum geht Rätsel zu lösen und an den Chip zu gelangen.

 

Ich mag diesen Film sehr, jedoch bereitet mir ein Dialog heute leichte Magenschmerzen. Weil ich den Film lange nicht mehr gesehen habe, versuche ich diese Szene so genau wie möglich zu rekonstruieren.

 

Film – Quote schrieb:

Cosmo: „These: man sagt eine Bank ist pleite. Das Resultat?“
Bishop: „Die Leute ziehen ihr Geld zurück“
Cosmo: „Ganz genau. Die Bank geht pleite. Stell dir das mit großen Banken und Regierungen vor.“
Bishop: „Was ist mit kleineren Ländern?“
Cosmo: „Korrekt.“

 

Ich werde dabei unweigerlich an Standard and Poor's, sowie Moody's usw. erinnert, welche zuletzt nicht nur den Konzern Sony, sondern auch schon Länder wie Griechenland oder Portugal ins Ramschniveau herabgestuft haben. Das was „Cosmo“ und „Marty“ da ansprechen, ist heute schon längst Realität geworden.

 

 

 

Vernetzt – Johnny Mnemonic

 

 

 

 

Aber lassen wir die bittere Realität hinter uns und tauchen einmal dort ein, wo es so richtig spannend wird. Ich meine damit die virtuelle Welt. In diesem Film betritt der Protagonist nicht nur einmal mit Hilfe eines Oculus Rift/Morpheus artigen Visors und seiner Data Gloves die virtuelle Welt. Was damals noch ferne Utopie war, ist heute selbst in der Spielebranche fast zum Alltag geworden. „Vernetzt – Johnny Mnemonic“ ist in diesem Punkt eine Art visionärer Vorreiter und als kleinen Bonus gibt es gleich noch Takeshi Kitano obendrauf, welchen einige noch von der lustigen, japanischen Spielshow Takeshi's Castle kennen dürften.

 

Keanu Reeves hingegen scheint eine Affinität für virtuelle Welten zu haben. In „Vernetzt – Johnny Mnemonic“ ist er ein mnemonischer Kurier, welcher ein Teil seines Gehirns zur Verfügung stellt, um Daten zu speichern und zu übermitteln. Durch diesen Prozess gehen jedoch auch Erinnerungen verloren. Johnny will aussteigen, doch sein aktueller und letzter Job verlangt alles von ihm. Die Datenmenge in seinem Kopf ist zu groß. Flashbacks aus seiner längst vergessenen Kindheit peinigen ihn, und wenn er den Chip nicht innerhalb von 24 Stunden los wird, stirbt sein Gehirn in Folge einer Überlastung.

 

Das nicht genug, ist auch noch ein Pharmakartell hinter ihm her. In seinem Kopf befindet sich nämlich die Information über ein Heilmittel gegen NAS (Nerve Attenuation Syndrome), eine Krankheit, an welcher die Hälfte der Weltbevölkerung wegen ihres Umgangs mit Elektronik und Kybernetik leidet. Ein Heilmittel wäre jedoch wirtschaftlich gesehen eine mittlere Katastrophe für die Pharmaindustrie, womit wir dann auch schon wieder in der Gegenwart bei Ebola (welches eigentlich nur eine Form der Grippe ist), der Schweine- und Vogelgrippe, sowie BSE und all die unzähligen Impfstoffe dagegen wären. Also schnell weiter im Text.

 

 

 

Tron

 

 

 

 

 

Als Kind habe ich diesen Film vergöttert. Wo ich heute unter epileptischen und psychedelischen Zuckungen leide, wenn ich diesen Film schaue, klebte ich damals geradezu am Bildschirm, um Flynn's Reise in die Computerwelt gebannt zu verfolgen.

 

Da war diese faszinierende Welt aus Bits und Bytes, wovon ein Bit sogar recht gesprächig war. Naja, zumindest, wenn man „Ja“ und „Nein“ als gesprächig betrachten kann. Alles ist neongrell und erfüllt mit Energie. Kein Wunder, benötigen Programme auch Energie, um zu „leben“. Und genau darum geht auch in diesem Film. Um eine Computerwelt voller Leben.

 

Flynn (Jeff Bridges) ist ein Programmierer, welcher Videogames für Spielautomaten entwickelt. Doch Ed Dillinger, Präsident der Firma ENCOM, stahl seine programmierten Computerspiele, vermarktete sie als seine eigenen und bestieg somit den Chefsessel der Firma. Flynn will Beweise dafür sammeln, dass die Programme gestohlen wurden. Dazu muss er ins MCP (Master Controll Program), ein Programm welches die Daten der Firma verwaltet. Um das MCP auszuschalten, hat er das Programm TRON geschrieben. Seine beiden Freunde Lora und Alan Bradley (Bruce Boxleitner), welche noch immer bei ENCOM arbeiten, währenddessen er geflogen ist, helfen ihm dabei TRON zu aktivieren und das MCP lahm zu legen. Doch es geht etwas schief und ein 3D- Scanner, ein Projekt woran Lori gerade arbeitet, erfasst Flynn und verpackt ihn wie eine Art Winzip- Datei, um ihn postwendend in die virtuelle Welt zu befördern (und dort zu entpacken).

 

Mitten in der digitalen Welt ist es alles andere als leicht MCP zu bekämpfen. All die Programme sehen aus wie Menschen und agieren mit Hilfe der Befehle ihrer USER. Flynn hat anfangs Schwierigkeiten sich zurecht zu finden. Noch dazu bangt er um sein Leben als er Protagonist in eines seiner Spiele wird. Denn sollte ein Programm „sterben“, so wird es gelöscht und ist quasi nicht mehr existent. Ein Glück das TRON, mit dem Aussehen seines besten Freundes Alan, bereits aktiv ist und ihm dabei hilft MCP zu besiegen.

 

Währenddessen in TRON ein Disney typisches Happy End wartet, sieht es im Nachfolger schon ein wenig anders aus.

 

 

 

Tron - Legacy

 

 

 

 

 

Kevin Flynn (Jeff Bridges) verschwindet eines Tages in einer Computerwelt, welche er selbst erschaffen hat, und hinterlässt Frau und Sohn. Sam Flynn (Garett Hedlund) ist noch ein Kind, als er erkennen muss, dass sein Vater niemals wiederkehren wird. Die wilden Geschichten über das Raster, einer digitalen Welt erschaffen von Kevin Flynn, hat er längst vergessen als er später (Sam ist bereits ein junger Erwachsener) in ENCOM, der Firma seines noch immer verschollenen Vaters einbricht, um den CEO zu ärgern. Dieser bringt ein Programm nach dem anderen auf dem Markt, wohingegen sich kaum etwas ändert, außer vielleicht die Zahl hinter dem Produktnamen . . . ein kleiner aber feiner Seitenhieb auf Bill Gates' Windows. images/smilies/m-wink.gif

 

Sam hat eigentlich das Recht selbst CEO der Firma zu werden, jedoch ist er ein Hitzkopf und hat kein Interesse daran. Alan Bradley (Bruce Boxleitner), welcher noch immer in der Firma arbeitet, versucht ihm verzweifelt ins Gewissen zu reden. Noch dazu erzählt er Sam von einer seltsamen Pager - Nachricht, welche von Flynn's alter Spielehalle aus gesendet worden ist. Lustlos macht sich Sam auf den Weg. Dort findet er jedoch nicht nur verstaubte Automaten, sondern auch einen Geheimgang zu einem Computerterminal und einem Laser.

 

Sam gerät, wie einst sein Vater, in die digitale Welt und hat es Fortan mit CLU (CGI Jeff Bridges) zu tun, einem Programm, welches geschrieben wurde um diese Welt zu kreieren. CLU ist ein Ebenbild seines Vaters, und er hat nur ein Ziel: die Perfektion. In der Welt von Flynn sind plötzlich neue Programme entstanden. Eine neuartige, künstliche Lebensform mit einer kreativen K.I. CLU hat sie fast alle vernichtet, weil sie sein Bild der Perfektion zerstört haben. Noch dazu ist es CLU's Plan die reale Welt, aus welcher sein User Flynn stammt, zu zerstören, weil sie nicht perfekt ist. Sam und sein Vater Flynn haben nun, mit Hilfe der mysteriösen Quorra, alle Hände voll zu tun, um zu verhindern das CLU mit Heerscharen an Programmen (in Form von Kriegern) in die reale Welt gelangt.

 

Ich liebe packende Geschichten, welche auch noch in ein Daft Punk Musikvideo gepresst werden. Dieser Film ist, nicht zuletzt der coolen Light Cycles wegen, ein audiovisueller Genuss der Extraklasse. Und Sams Missverständnis bezüglich des nicht vorhandenen Laserschwertes, bringt mich immer wieder zum Schmunzeln.

 

 


Matrix - Trilogie

 

 

 

 


Nachdem ich aufgrund meiner Faszination eher die Inhalte der Tron- Filme wiedergegeben habe, sieht es mit der Matrix- Trilogie ein wenig anders aus. Die heutige Generation ist damit aufgewachsen und ich schätze darüber muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Fast jeder weiß worum es in Matrix geht. Nämlich um die Frage nach der Realität. Ist unsere Welt nur Schall und Rauch? Nur ein Traum, wie Platon einst vermutete? Die Antwort ist noch immer, dass wir es nicht zu 100% sagen können. Unsere Realität wird durch unsere Sinne gesteuert. Wir nehmen die Welt durch Sehen, Riechen, Hören, Schmecken und Fühlen wahr. Doch was ist, wenn unsere Sinne, oder unser Gehirn als solches, uns nur etwas vorgaukelt? Was ist, wenn die Welt um uns herum nicht real ist?

 

In dem Film Brainscan mit Edward Furlong fokussierte man sich ebenfalls auf diese spannende Thematik. Der Junge geht da durch die Hölle, nur um am Ende festzustellen, dass alles nur ein Spiel und faktisch nicht real gewesen ist. Ähnlich sieht es auch in Total Recall (der Klassiker mit Arnold Schwarzenegger) aus, als Quaid am Ende fragt: „Was ist, wenn all das nur ein Traum ist?“

 

Mit der Realität habe ich mich einst in einem anderen Blog von mir befasst. Und dennoch ist es immer wieder aufs Neue faszinierend. Sensoren könnten unser Gehirn manipulieren und wir sehen, riechen und schmecken gar Dinge, die gar nicht existieren. Auf diese Weise könnte man auch komplett in eine virtuelle Welt eintauchen. So ähnlich wie in Tom Clancy's Special Netforce Romanen. Und dann zerfließen Traum, Vorstellung und Realität zu einem einzigen nebulösen Gebilde, welches wir Realität nennen.

 

Der Film Matrix hat damals viele Menschen bewegt, und einige mögen meinen auch „aufgeweckt“. Immer mehr Leute, darunter auch viele Teenager, begannen sich zu fragen was nun real ist. Gibt es eine Matrix und leben wir gar darin? Der Spuk hörte dann schlagartig auf als „Reloaded“ und „Revolutions“ nachgeschoben wurden. Durch diese Nachfolger wurde Matrix seiner Magie beraubt und zu einem ganz normalen Sci- Fi Film degradiert. Bis dahin war Neo für viele gar eine Art Jesus gewesen.

 

 

 

 

Aber auch heute kenne ich noch Geschichten von Leuten, die felsenfest daran glauben wir würden in genau dieser Matrix leben. Als Resultat bringen sie sich an ihre Grenzen oder laufen wie bekloppt durch die Gegend, in der Hoffnung doch schon bald zu erwachen.
Matrix hat schon einiges verändert. Neben den 360 Grad Kameras und dem grün- diffusen Grundton, waren es vor allem Morpheus' Worte, welche die Menschen zum Nachdenken bewegten und dem Film zu mehr machten, als er eigentlich war.

 

Dabei war diese Thematik bis dato ja nicht einmal ein Neuland in der Filmwelt. Fassbender's Welt am Draht hat es in den 1970'ern bereits vorgemacht.

 

 

 

 

In dem Film geht es um das Computerprogramm SIMULAKRON, welches eine digitale Stadt mit K.I. - Bewohnern simulieren soll. Direktor des Instituts, welches dieses Programm gehört, ist Fred Stiller. Er hat den Posten des verstorbenen Professors Henry Vollmer übernommen. Dieser sprach vor seinem Tod von einer „ungeheuren Entdeckung“. Und das ist es in der Tat, findet Fred doch später raus, dass er Teil dieser Simulation und seine Welt nicht real ist.

 

Währenddessen Fred im Film in unsere Realität gelangt, ist diese in der Buchvorlage „Simulakrum-3“, nur eine weitere Computerwelt. Das ist somit ein ähnliches Ende wie bei dem Roman „Die Wächter des Glücks“, in welchen die Protagonisten am Ende die Maschine besiegen und in die Realität aufsteigen, nur um sich dann am Ende zu fragen ob dies nicht auch nur ein Trick des Computers ist.

 

Nun, all diese fesselnden Gedankenspiele kann man bezüglich des ersten Matrix - Films nicht mehr machen, weil dieser durch die anderen zwei Filme nahezu zerstört wurde. Da gibt es nichts mehr wildes zu spekulieren, außer vielleicht über die Regiefehler und den kitschigen Sonnenaufgang am Ende.

 

Das Spannende an den Computerfilmen ist meist das Nachdenken und Philosophieren darüber. Ein Computer ist nicht gleich ein Computer, denn hinter dem Monitor und den Schaltkreisen steckt so viel mehr. Es geht um eine für uns fremde Welt aus Energie und Entscheidungen. „Ja“ und „Nein“, wie das Bit aus Tron. Die rote und die blaue Pille aus dem ursprünglichen Matrix – Film. Unsere Entscheidung ins Internet zu gehen, oder es sein zu lassen. Zu spielen oder nicht zu spielen. Tun wir es, dann blicken wir auf eine weitere fremde Welt. Zum greifen nah, und doch so fern. Sie ist nicht real, und doch sehen wir sie. Unser Sehsinn ist bereits involviert. Welche Sinne folgen als Nächstes?

 

Und wann werden wir uns inmitten dieser Welten zu fragen beginnen ob die Welt, in welcher wir gerade wandeln und dessen Düfte wir riechen, wo wir Gegenstände berühren und Nahrung aufnehmen, vielleicht real ist? Wenn . . . ja wenn wir uns mit unseren Kriegsspielen nicht früher oder später selbst vernichtet haben. Einst spielte David Lightman mit dem Computer, später spielen Hacker vielleicht mit Drohnen oder gar wirklich mit Atomsprengköpfen. Und was ist, wenn unsere Identität in einer Welt, welche immer digitaler wird (iWatch, Smartglas, Oculus Rift, Smartphones, elekronische Geldkarten, PayPal, digitale Ausweise etc.), vollkommen aufgelöst wird, wie einst im Netz, welches Angela Bennett zu ersticken drohte?

 

Diese Filme mögen Fiktion sein, jedoch sind sie auch ein Spiegel unserer Realität, wenn . . . wir überhaupt wissen was wirklich real ist. images/smilies/m-wink.gif

 


In diesem Sinne . . . hoffe ich keinen wichtigen Computerfilm vergessen zu haben.



Avi


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Matrix Wirklichkeit Antworten Virtuell Hacker Internet


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Ich kann die Frage meines Blog- Eintrages ohne zu zögern mit einem klaren Nein beantworten, weil mir unsere Welt, mit all seinen Facetten, viel zu real erscheint, als dass alles nur eine Simulation sein könnte. Und dennoch bleibt ein Rest Ungewissheit. Diese Ungewissheit kommt nicht nur daher, weil kein Mensch wirklich beantworten kann was die Wirklichkeit de facto ausmacht, sondern die Schlussfolgerungen aus quantenphysikalischer Sichtweise. Das Doppelspalt- Experiment zeigt uns, dass die Realität erst dann real ist, wenn man hinschaut. Dies wirft allerdings eine interessante hypothetische Frage auf: Was bleibt eigentlich von unserer Welt übrig, wenn alle die Augen verschließen? Die Antwort ist: Eine Unzahl an Möglichkeiten. Aus diesem Grund würde ich auch gerne einmal die Möglichkeit einer simulierten Welt, welche die unsere sein könnte, einer genauen Betrachtung unterziehen.

 

Die Frage ob wir in einer Matrix leben ist uralt. Nahezu alle Religionen und Glaubensvorstellungen beschäftigen sich mit einer Welt, die erschaffen (kreiert) worden ist. Aber auch die alten Denker wie Platon mit seiner Höhlengleichnis (die Vorstellung einer eingeschränkten Realitätswahrnehmung) oder der chinesische Philosoph Zhuangzi, der glaubte wir würden in einer Traumwelt leben, zerbrachen sich darüber ihre Köpfe. Filme und Werke wie der erste Matrix- Film, dem Cyberpunk- Anime Serial Experiments Lain, den Meisterwerken „Welt am Draht“ und The 13th Floor, sowie Erzählungen wie Simulacron-3 und Die Wächter des Glücks greifen diese Thematik gekonnt auf. Der Film Matrix wurde durch den zweiten Teil zerstört und durch den Dritten komplett lächerlich gemacht. Die Frage ist nur warum die Produzenten plötzlich diesen Weg einschlugen. Weil aufgrund des ersten Filmes, der genialen Effekte wegen, zum ersten Mal auch stupide Teenager zum Nachdenken angeregt wurden? Musste diesem Trend, dass man sich plötzlich intensiv über das Sein Gedanken machte, ein Riegel vorgeschoben werden? Das klingt zunächst nach einer Verschwörungstheorie, welche ich früher immer stets belächelte. Hierbei sollte man jedoch Montblanc, den Moogle aus Final Fantasy Tactics, im Ansatz zitieren, wenn man anmerkt, dass Verschwörungstheoretiker vielleicht nur gute Beobachter des Offensichtlichen sind.

 

 

Bei den Geschichten und Filmen gibt es immer wieder diesen, in meinen Augen, irrsinnigen Aspekt das die Menschen, die sich im Verlauf der Handlung als Computerwesen herausstellen, in die scheinbar reale Welt aufsteigen können. Für mich ist es ehrlich gesagt schwer vorstellbar, dass ein Kaidan Alenko (Mass Effect) plötzlich neben mir im Wohnzimmer steht. Auf der anderen Seite ist es problematisch eine Computerwelt wie bei Tron betreten zu wollen. Es sei denn über „Link- Sessel“, an welche Rezeptoren mit dem menschlichen Körper, bzw. dem zentralen Nervensystem, verbunden werden, und man dadurch mit allen Sinnen in die digitale Welt eintaucht, so wie es in Tom Clancy's Special Net Force- Romanen geschildert wird.

 

Obwohl der Gedanke einer real existierenden virtuellen Welt, welche wir für unsere Wirklichkeit halten, vollkommen abstrus erscheint, gibt es dennoch einige Indizien. Der größte Hinweis ist die Mathematik. 1 + 1 = 2. Diese simple Kindergartenrechnung zeigt uns, dass man Dinge überhaupt erst berechnen, ergo voraussehen kann. Die klugen Köpfe unter uns (wozu ich als Mathelegastheniker gewiss nicht zähle) berechnen Mengen, Ereignisse, Umlaufbahnen von Planeten, erstellen Formeln, die uns Unglaubliches und bisweilen auch Schreckliches offenbaren oder die Welt erklären, um nur einige Beispiele zu nennen. Ein jeder, der sich mit Algebra, höherer Mathematik, Physik und dergleichen beschäftigt, ist ein kleiner Hellseher, welcher theoretisch für einen kurzen Augenblick hinter den „Programmierungscode des Lebens“ schauen kann.

 

Aus diesem Grund gibt es wohl so viele Gruppierungen und Lehren (Stichwort: Kabbala), welche sich so akribisch mit Zahlen und deren Bedeutungen befassen. Zahlen sind universell. Das bedeutet, dass es diese Zahlen und Formeln schon gegeben hat bevor wir Menschen in der evolutionären Entwicklung zu dem wurden, was wir heute sind. Auch lange nach unserer Existenz- sei es nun durch unsere eigene Ausrottung, einem schnellen kosmischen Ende oder dem Sterben unserer Sonne- wird die Mathematik mit all seinen Formeln im Universum Bestand haben.

 

Formeln sind, ähnlich wie kreative Kunstwerke, das Resultat von Projektionen unserer Gedanken. Nahezu alle Menschen gehen davon aus, dass diese Gedanken virtuell (also nicht real) erst im Gehirn entstehen. Ich frage mich jedoch immer wieder, ob sie vielleicht nur deswegen entstehen, weil das Unterbewusstsein eines jeden Menschen an das „Weltzeit-“ oder „Universalgedächtnis“ gekoppelt ist? (Ähnliche Verknüpfungen kann man auch in der Quantenwelt beobachten.)

 

Das ein Gedanke nicht nur wundervolle Dinge wie Kunstwerke, Filme, Musik und dergleichen hervorbringen, sondern auch töten kann, beweist auf sehr eindrucksvolle Weise die von Albert Einstein offenbarte Formel E=MC2. Diese Formel ermöglichte einen radikalen Paradigmenwechsel in der Wissenschaft und ebnete unter anderem auch den Weg zur Atombombe. Eine solche Bombe, kombiniert mit einer Wasserstoffbombe (eine sogenannte Megatonnenbombe), könnte wiederum der Schlüssel für einen verseuchten Planeten und die Vernichtung eines Großteils der Menschheit bedeuten. Vielleicht ist sie auch notwendig, um eine bizarre Konstante im mathematischen Gefüge, welches wir Leben nennen, zu schaffen. Wenn es so wäre, dann war vielleicht auch der im altindischen National- und Heldenepos Mahabharata beschriebene Götterkrieg (möglicherweise ein prähistorischer Atomkrieg) nichts weiter als eine Notwendigkeit gewesen.

 

Das Prinzip von Geburt und Tod oder Aufstieg und Fall einer Zivilisation findet man auch im Universum wieder. Explodiert ein Stern, eine sogenannte Supernova (welche wir nicht erst seit Sephiroth kennen ^^), so entstehen aus dem Sternennebel wieder neue Welten und Sonnensysteme. Auch wir Menschen tragen sozusagen noch den Sternenstaub einer Supernova in uns. Ist all das, Sein oder Nichtsein wie William Shakespeare so schön schrieb, vielleicht das Resultat einer einzigen Formel? Sei es nun in der unvorstellbar kleinen Quantenwelt oder in den unendlichen Weiten des Universums (oder Multiversums), die Forscher suchen fieberhaft nach dieser alles umfassenden Formel. Vielleicht ist sie am Ende gar der „Programmierungscode“ einer simulierten Welt, die sich am Ende als unsere Realität heraus stellt?

 

 

Was würde passieren, wenn die Wissenschaftler tatsächlich die sogenannte „Weltformel“ entdecken würden? In der Bibel gibt es einen Hinweis- eine Geschichte, die auch jeder Atheist (wozu auch ich zähle) kennt. Adam und Eva sind bekanntlich aus dem Paradies geflogen, nachdem Eva von dem Baum der Erkenntnis futterte. Aus wissenschaftlich rationaler Sicht heißt es hingegen wie folgt: Wenn man versteht was das Universum wirklich ist, dann wird es sich selbst zerstören und durch ein weitaus komplexeres Universum ersetzt werden.

 

Die Matrix- Anhänger, also jene Menschen, die felsenfest davon ausgehen, dass wir tatsächlich in einer virtuellen Simulation leben, machen es sich mit ihren „Erklärungen“ immer recht einfach und sprechen fortwährend von den sogenannten Fehlern in der Matrix, welche die Existenz der Matrix letztendlich als solche entlarven sollen. Da ich Vampire und Werwölfe als Resultate von mittelalterlichen Mythen halte und Geister als Projektionen des Unterbewusstseins, die sich bei Stress auch einmal materialisieren können, kann ich nur die Déjà- Vu's genauer in Augenschein nehmen. Ich habe diese kleinen Visionen selbst sehr oft, vor allem in meiner Teenagerzeit, erlebt. Déjà- Vu's sind Situationen, wo sich der Betroffene erinnert, diese schon einmal erlebt zu haben- und zwar genau in dem Moment, wo sie geschehen. Als Kind habe ich mir einen Spaß daraus gemacht diese Ereignisse zu zählen. Ein Déjà- Vu erlebte ich dabei an die sieben und ein anderes, ein ziemlich langes, sogar ganze neun Mal. Was würde das von einem logischen Standpunkt aus betrachtet bedeuten? Das ich neun Mal die gleiche Vision hatte oder ist es ein Hinweis auf diverse Parallelwelten, so wie sie in der höheren Physik beschrieben werden? Parallelwelten jedoch würden- wenn sie nicht nur Formelbrücken der Physiker, sondern real sind- bedeuten, dass es doch mehrere Ebenen- ergo, und da kommen wir wieder auf den Anfang meines Blog- Eintrags zurück- auch mehrere Möglichkeiten gibt.

 

 

 

Aber nicht nur Matrix- Gläubiger versuchen anhand der Fehler in der Matrix zu beweisen, dass wir in einer Simulation leben, sondern auch die Wissenschaftler- was mich bei meiner Recherche an dieser Stelle wirklich überrascht hat. Die Forscher untersuchen hierbei das Universum und seine Gesetzmäßigkeiten. Gibt es dort Anomalien, so glauben die Wissenschaftler, dann würde dies auf eine Simulation hindeuten. Um diese Untersuchungen zu stützen, erschafft man wiederum an Superrechnern Computersimulationen mit Hilfe der Gitter- Quantenchromodynamik winzige Teile des Universums. Hätte man mehr Rechenleistung zur Verfügung, könnte man auch größere und weitaus komplexere Modelle erschaffen. Sollte dies wiederum gelingen, so wäre es ein weiterer, und in meinen Augen auch ziemlich eindeutiger Hinweis (muss ich gestehen), dass wir tatsächlich in einer Computerwelt leben. Immerhin sind auch wir auf dem besten Weg dahin eine solche Welt zu erschaffen . . . Der Kreis schließt sich. Die Tendenz geht dabei tatsächlich in Richtung Möbiusband. Was ist die Simulation der Simulation und gibt es überhaupt eine Wirklichkeit?

 

Diese Frage ist schwer zu beantworten, weil wir nur unsere beschränkte Perspektive und Sichtweise sehen können. Folglich ist alles eine Sache der Definition der Wirklichkeit. Ein Mensch, der sein Leben lang blind war und erst im hohen Alter wieder sehen kann, würde nach einem gezeichneten Apfel auf dem Papier greifen, um ihn essen zu wollen. Seine Wirklichkeit war vorher eine ganz andere. Auch ein Hund, mit dem wir Gassi gehen, hat seine ganz eigene Realität. Er lebt in seiner eigenen Welt, riecht, sieht und fühlt andere Dinge als wir, und dennoch kann er uns wahrnehmen und mit uns leben, so wie wir mit ihm- obwohl wir keine derartigen „Supersinne“ besitzen. Jedes Lebewesen auf unserem Planeten hat demzufolge seine eigene Wirklichkeit/ Realität. Unser Auge kann nur ein gewisses Farbspektrum erkennen. Tiere sehen hingegen ganz andere oder weniger Farben als wir. Aber nicht nur Farben sind Bestandteile der Wirklichkeit. Fliegt eine Fliege etwa deswegen gegen eine Fensterscheibe und stirbt, weil diese in ihrer Wirklichkeit nicht existiert und sie die Scheibe einfach nicht wahrnehmen kann? Für eine Fliege existiert auch eine komplett andere Zeitebene. Das merkt man, wenn man die Viecher mit einer Fliegenklatsche erledigen möchte. Man muss wirklich verdammt schnell sein. Doch Hektik ist dabei absolut nicht nötig. Versucht an dieser Stelle einfach einmal ein Glas zu nehmen und es ganz langsam über die Fliege zu legen. Ihr werdet sehen, dass es immer funktionieren wird eine Fliege auf diese Weise einzufangen. Ist es möglich weil die Bewegung zu langsam für das Empfinden der Fliege ist oder weil sie das Glas einfach nicht sehen kann? An dieser Stelle mögen Matrix- Fans jetzt vielleicht einwenden wollen, dass wir aufgrund unserer beschränkten Wahrnehmung ebenso auch keine Geister sehen können (Koexistenz in einer „Hyperwürfelwelt“ sozusagen), diese jedoch sehr wohl existieren. Menschen wie die Kunstfigur Neo oder Personen, die sich selbst Medium nennen, sowie sensitive Menschen können sie angeblich sehen. Ich gehe jedoch davon aus, dass unser mysteriöses Unterbewusstsein für derartige Projektionen verantwortlich ist. Immerhin gibt es eben auch eine Unzahl an Menschen, die noch niemals „einen Geist gesehen haben“. Es hängt allein von dem jeweiligen Menschen und seinem Realitätsempfinden ab. Ergo sind nahezu alle „Bugs“ im System (und damit meine ich unsere Wirklichkeit) auf diese Weise erklärbar. Bestehen bleibt bei der Frage nach der Realität allein die Mathematik und jene mysteriöse Weltformel, die alles erklären könnte.

 

 

 

Um dem Ganzen ein wenig auf die Spur zu kommen, sollte man sich vielleicht mit den größten Hackern in unserem biologischen System befassen. Ich meine damit die Viren. HI- Viren zum Beispiel benutzen die Rezeptoren der Zellen, welche ab und an aus der Zelle hinaus und wieder hinein fahren. Währenddessen die Mediziner noch rätseln warum sie das tun, dringen die HI- Viren auf diese Weise ohne Probleme in die Zellen ein und verändern im Kern den Gencode des Wirts. Der Gencode ist nur eine weitere Formel im Gefüge des Lebens. Allerdings auf biologischer Ebene. Aber auch Moleküle oder Atombausteine (Stichwort: Quantencomputer) können umstrukturiert und programmiert werden, genau wie wir Menschen. Bei infizierten Aidskranken hackt sich das HI- Virus in den Code ein, schreibt ihn um und legt somit zum Beispiel die komplette Immun- Abwehr lahm. Als Resultat ist der Körper somit anfällig für alle Krankheiten. Das Tollwutvirus geht noch einen Schritt weiter und hackt sich soweit ins menschliche/tierische System, bis es den Wirt komplett übernommen hat. Die „programmierten“ Betroffenen sind nur noch leere Hüllen (ähnlich den Zombies) und gehorchen dem Virus, indem sie Wasser meiden und nur noch Schlucken, damit das Virus nicht eliminiert wird. Sie wandern und beißen, damit sich das Virus verbreitet und auf andere potentielle Wirte/Opfer übertragen kann. Man sollte sich vielleicht nicht nur mit der Zerstörung jener Viren, sondern auch mit einer möglichen Kommunikation mit ihnen befassen. Was könnten uns diese Lebewesen- und ich sehe sie als solche an, weil sie sich genauso verhalten wie wir (besiedeln, Ressourcen verbrauchen, vermehren)- über das Universum, Simulationen und die Welt verraten?

 

 

Meine Überlegung klingt genauso abstrus, wie der ganze Unsinn über eine virtuelle Welt und die Matrix? Das sehe ich ähnlich und aus diesem Grund sollte man vielleicht einmal jene Wesen befragen, die wir uns laut Bibel und Koran Untertan machen sollen. Ich meine hiermit explizit die Tiere. Was weiß der Fisch vom Wasser, fragen wir Menschen sarkastisch. Ich würde beinahe sagen mehr als wir von unserer Wirklichkeit. Tiere sind gar nicht so dumm und ohne empfinden, wie viele Menschen immer glauben. Zum Beispiel können Pferde bisweilen besser rechnen als manch ein Mensch und einige Gorillas kommunizieren in Zeichensprache mit ihren Pflegern. Währenddessen wir uns noch abstruse Gedanken darüber machen, ob unsere Seele einmal ins Paradies oder zu einem Hort voller Jungfrauen kommt, ja vielleicht sogar noch wiedergeboren wird (wobei einige „Anomalien“ entstehen, wie die Transsexuellen- geboren im falschen Körper oder ein Fehler beim Datentransfer?), antwortete einmal eine Gorilladame ganz simpel auf die Frage, was denn nun passiert, wenn man stirbt mit folgenden Worten in Gebärdensprache: „Alles ist dunkel. Schlafen.“

 


In diesem Sinne . . . (frei nach Douglas Adams) Die Antwort nach der Frage des Universums, dem Leben und dem ganzen Rest ist 42.

 


Aviator


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Matrix Wirklichkeit Illusion Antworten


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