Dark Side of the World

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Ich spüre eine Erschütterung der Macht! Bei Darth Vader, ich fühle mich wieder wie dreizehn! Nein. Ich war damals acht Jahre alt gewesen als ich an einem Samstag um 4 Uhr früh mit meiner Bettdecke ins Wohnzimmer watschelte, in den überfüllten Regalen über der Couch nach der Krieg der Sterne Videokassette suchte und es mir vor dem Fernseher bequem machte.

 

 

Gebannt verfolgte ich das Abenteuer eines Farmerjungen, der von einem alten Mann (welcher mich damals irgendwie an Disney's Merlin erinnerte) dazu überredet wurde eine Prinzessin zu retten und das Imperium zu stürzen. Auf dem abenteuerlichen Weg an der Seite des Space Cowboys Han Solo und seinem röhrenden Bettvorleger Chewbacca lernte er die Macht kennen. Jene Macht, welche durch den bösen Zauberer Darth Vader eher als gefährlich eingeführt wurde, doch Luke half diese Macht am Ende von Krieg der Sterne den Todesstern zu zerstören. Was für ein Moment! Ich jubelte innerlich – zu laut durfte ich ja nicht sein, weil alle Familienmitglieder noch süß und selig schlummerten.

 

 

 

 

 

 

Das Imperium schlägt zurück setzte noch mal eins drauf. Ich liebte Hoth und die Tauntaun's. Die Entwicklung die Luke durchmachte, wie er das Lichtschwert getrieben durch die Macht in seine Hände zog, die Schlacht auf Hoth als das Imperium mit den gigantischen AT-AT's ankam und dann die Jedi Ausbildung von Luke an der Seite des grünen Frosches waren einfach grandios! Mein Kinderherz strahlte. Alles wirkte so mystisch und noch mehr Sci-Fi als es Star Trek jemals erreichen konnte. Die spannende Dreiecksbeziehung zwischen Luke, Leia und Han, Yoda im Sumpf oder die Wolkenstadt Bespin mit Lando Calrissian waren weitere Aspekte warum es damals mein absoluter Lieblingsteil war. Und dann der mega fette Cliffhanger am Ende! „Ich bin dein Vater, Luke!“ Boa, das kann nicht sein, dachte ich. Und ebenso auch Luke, welcher nur noch schreien und sich dann in den vermeintlichen Tod stürzen konnte. Doch wait... Leia hat ihn gespürt? Es blieb spannend am Ende, nicht zuletzt weil Han Solo mit Hilfe von Darth Vader in die Hände von Jabba The Hutt geriet. Zum Glück habe ich damals nicht alles live erleben und somit lange auf den nächsten Film im Kino warten müssen, so wie Zeitzeugen der ersten Star Wars Ära. Nein, ich musste nur eine neue Videokassette in den Recorder stecken und schon ging es weiter.

 

 

 

 

 

 

Die Rückkehr der Jedi Ritter. Was für ein Titel! Ich hatte in der Tat gehofft jetzt viele Jedi zu Gesicht zu bekommen, jedoch waren meine Wünsche und Hoffnungen sofort vergessen als ich Luke, den einstigen Farmerjungen, als Jedi Meister sah. Was für ein Moment! Luke, in schwarzer Kapuze gehüllt, auf dem Weg zu Han Solos Rettung. Leider verpuffte meine Freude, als ich sah das Luke nicht auf den Putz haute und alle umnietete. Aber gut. Er war ein Jedi und nicht auf der dunklen Seite der Macht. Er war mehr so wie Obi-Wan Kenobi. Das Ende von Jabba und Boba Fett war lustig, aber es ging sofort weiter im Text. Keine Hänger im Film, so dass ich damals nicht mal dazu kam mir weiter weiche Weißbrotscheiben in den Mund zu stopfen. Keine Ahnung warum ich die damals in Massen gefuttert habe, aber irgendwie haben sie mir geschmeckt.
Luke war ein Jedi, Yoda lag im Sterben und dann der nächste Kracher: Leia ist seine Schwester! Wait! Hat er sie nicht im vorherigen Film geküsst? Egal. Weiter im Text, dachte ich. Warum erfährt er es jetzt erst? Keine Zeit, keine Zeit, denn der neue Todesstern war fast fertig und das Imperium musste gestürzt werden. Wer sonst als ein Jedi wäre dazu in der Lage, dachte ich. Nervige Ewok - Eingeborene (aka Kinder und Kleinwüchsige in Teddykostümen) und ein Hinterhalt im All später standen sich Vater und Sohn vor dem Imperator kampfbereit gegenüber. An drei Orten wurden Kämpfe ausgetragen. Auf Endor, im All und zwischen Vater und Sohn. Doch nicht die dunkle Seite der Macht siegte, sondern die Liebe von einem Vater zu seinem Sohn. Darth Vader schleuderte den Imperator direkt aus dieser epischen Geschichte hinaus ins All, wurde dadurch tödlich verletzt, der eifersüchtige Han erfuhr davon das Leia Lukes Schwester ist und er somit freie Bahn hatte und es gab zum Schluss noch eine fette Ewok- Trommelparty auf den Helmen der Sturmtruppler. Perfektes Ende in meinen Augen.

 

 

 

 

 

 

 

Das war eine großartige Star Wars Kindheit und es waren Filme die ich immer wieder gerne anschaute. Doch dann kamen die Prequels... George Lucas, warum hast du alles zerstört? Warum musstest du verdammt nochmal alles zerstören?! Midiclorianer, eine unsympathische, kleine, nervige Rotznase als Mini- Vader, ein computeranimiertes Pferdevieh auf zwei Beinen, dass viel mehr auf Super RTL seinen Platz hätte finden sollen, ein unsagbar langes Pod- Rennen mit nur einem einzigen Racer der das Ziel erreicht und immer wieder muss betont werden wie mächtig doch die Jedi sind. Und dann Darth Maul! Warum hast du ihn im ersten Film kaum zu Wort kommen und dann auch noch sterben lassen? Was soll das alles? Das ist doch kein Star Wars mehr!

 

 

 

 

 

 

 

 

Episode 2 war dann Vom Winde verweht auf Valium. Ich fand damals nur die Locations wie Kamino oder Geonosis genial. Steril, aber genial. Aber warum war Yoda keine verschrumpelte Puppe mehr wie in Episode 1? Warum hopste er wild fuchtelnd herum? Das war lächerlich. Die Liebesbeziehung zwischen Milchboy- Vader und Amidala war lächerlich. Überhaupt war der ganze Film lächerlich! Und dann auch noch die peinlich- platten Sprüche von C3PO. „Maschinen bauen Maschinen. Wie pervers!“ Hallo?! Wer soll sie denn sonst bauen, du Schrottkübel? Trendoshanische Gastarbeiter oder illegale Einwanderer aus dem Outer Rim? C3PO fand ich früher schon nicht gerade prickelnd, aber hier hat es George Lucas geschafft, dass ich ihn regelrecht hassen lernte. Danke.

 

 

 

 

 

 

 

Der dritte Teil dieser grausamen Trilogie hätte eigentlich der Erste sein und sich dann von Film zu Film steigern müssen. Doch leider war dies nur der dritte Film, welcher aus den Resten der ersten beiden Katastrophen das Beste machen musste. Die Atmosphäre war besser, jedoch die Schauspieler noch immer so derart eingeschränkt, dass alles so lieblos und aufgesetzt wirkte. Das war ein Theaterstück, mehr aber auch nicht. Und dann auch noch die an den Haaren herbeigezogene Handlung rund um die Order 66. Die Jedis waren dann plötzlich alle wie aus heiterem Himmel blind und taub. Na dann macht aus ihnen doch keine Übermenschen, verdammt nochmal! Das in Episode 1, wo die Jedi ja alle so mächtig und bla waren, war einfach zu viel. In den Krieg der Sterne – Filmen waren es nur Ritter mit telekinetischen und telepathischen Fähigkeiten, welche an eine altertümliche Religion glaubten. Nicht mehr und nicht weniger. Man stelle sich also die letzten verbliebenen Ritter im Mittelalter zu Zeiten von Ritter Götz von Berlichingen vor. Geht man in der Zeit dann ein wenig zurück, waren die stolzen Ritter auch nichts weiter als Adelige mit einem Schwert oder Söldner in einer Rüstung. (Je nachdem was der Geldbeutel eben hergab, wenn es um den Schutz des Körpers ging.) Aber in Episode 1 und 2 mussten die Jedi ja fast schon, Marvel like, wie Superhelden sein, deren Schüler noch dazu die Eigenschaft besaßen arrogant zu sein. Genau deswegen ist die Order 66 so hirnrissig. Mal von Padmé's Tod ganz zu schweigen, welcher das Gespräch zwischen Luke und Leia in Die Rückkehr der Jedi Ritter ad absurdum führt.
Nein, der dritte Teil geht, aber mehr auch nicht.

 

 

 

 

 

 

Aber vergessen wir, und zwar ganz ganz schnell, die Prequels. Ich könnte hier noch halbe Romane darüber verfassen, wenn es darum geht diese zu kritisieren, aber nein. Wir sind nun einen Schritt weiter und weit weit weg von George Lucas. J.J. Abrahms ist am Zug. Ich kenne ihn nicht. Ich weiß nicht was er drauf hat, aber er hat schon mal ein Händchen für packende Trailer und Teaser. Junge, Junge das wird was. Und ganz ehrlich... schlechter als die Prequels können die neuen Filme nicht werden. Deswegen geht die Kurve nur bergauf.


Ob es jedoch tatsächlich möglich wäre? An die alten Klassiker anzuknüpfen und diese mit dem heutigen, mit unserem Zeitgeist zu verknüpfen? Ich wünsche es mir so sehr.

 

 

 

 

 

 

Anfangs habe ich mich noch bekringelt vor Lachen bei diesem Kreuzlichtschwert von Kylo Ren, sowie über diesen rollenden Fussball mit Kopf. Das ging alles ein wenig in Richtung Jar Jar Binks und meine Befürchtungen waren das Disney doch zu sehr auf das Star Wars Universum Einfluss ausübt. Doch der neue Trailer hat mich umgehauen. Luke Skywalker erzählt der Tochter von Han und Leia, oder seiner eigenen Tochter, oder einem Sohn, oder wen auch immer, dass die Macht stark in der Familie ist. Und dabei schaut er auf den Helm seines Vaters! Auf Darth Vaders Überreste! Ich habe jetzt schon wieder eine Gänsehaut vom Feinsten!


Der Mittelteil des Trailers war weniger prickelnd, denn die hübsche Schwarzhaarige muss sich erst noch beweisen und dieser Boyega passt mal so gar nicht ins Star Wars Universum. Nein, nicht weil er schwarz ist. Er sieht aus wie ein Affe, sorry. Ich muss bei ihm immer unweigerlich an Planet der Affen denken und nicht an Star Wars. Als Miles Dyson's Sohn, wie ursprünglich vorgesehen, im Terminator Universum hätte ich ihn gefeiert. Doch in Star Wars passt er einfach nicht. Ich kann mich auch nicht mit ihm anfreunden und hoffe das er schnell von uns gehen wird.
Das Ende des Trailers . . . Tja, was muss man dazu noch sagen? Gänsehaut! Du meine Güte! Die alten Zeiten sind zurückgekehrt und ich hoffe echt das die neuen Schauspieler dieser Aufgabe gewachsen sind, wenn die Alten sich zurückziehen werden, um den Neuen das Feld zu überlassen.

 

 

 

 

 

 

Die Macht ist erwacht! In der Tat. In diesem Jahr geht es wieder los und eine neue Ära beginnt. Möge sie glorreich sein, an alte Zeiten anknüpfen, neuen Wind liefern und uns alle die lächerlichen Prequels vergessen lassen. Es geht hoffentlich wieder um jene Macht, welche nun von uns allen (zumindest von uns Fans) Besitz ergreift. Ich wünsche mir wieder, so wie damals als ich acht Jahre alt war und Star Wars zum ersten Mal erlebte, ein Abenteuer, welches sich zu einem packenden Epos entwickelt. Ich will wieder Sci- Fi der Extraklasse erleben und auch miterleben wie ein neuer Hype entsteht.

 

 

 

In diesem Sinne . . . ist die Macht stark in Euch!

 

Avi

 

 

 

 


 

 

 

"I want to come with you to Alderaan. There's nothing for me here now. I want to learn the ways of the Force and become a Jedi like my father." -  Luke Skywalker, Star Wars (1977)


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Star Wars Sci-Fi Film Kino Hype


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