Dark Side of the World

Das Magazin für alle Themen jenseits des stressigen Alltags

Suche nach Tags: Nostalgie


Dieser Blog ist unsichtbar!

 

Dieser Blog ist vom 20.01.14 (0:33). Weil ich nun endlich eine Playstation 4 besitze und das alles beim Lesen noch einmal mit einem Schmunzeln revue passieren lasse, habe ich mir gedacht das ich wieder Bilder einfüge und ein wenig Tippfehlerbeseitigung betreibe. Die Bilder wurden durch meine Accountlöschung bei Imageshack natürlich komplett entfernt, doch jetzt habe ich alles ein wenig erneuert. Meine Gedanken von damals sind recht amüsant und auch heute noch erstaunlich zutreffend. Aus diesem Grund habe ich beschlossen diesen Blog noch einmal aus der Versenkung zu holen. Viel Spaß beim Lesen. ^^


Avi

 

 

 

 

Dies ist mal wieder ein sehr ungewöhnlicher Blog- Eintrag von mir. Neben Cyborgs, Steampunk und dergleichen wirkt meine subjektive Sicht auf den Technik- Riesen, sowie meine Kindheitserinnerungen, beinahe schon befremdlich. Viele CW- User eröffnen ähnliche Blogs und ich habe mir geschworen niemals so einen Blog- Eintrag zu verfassen. Das hielt ich dann so lange durch, bis ich das letzte Mal (es war letzten Sonntag) durch meinen Schrank wuselte und dort die gute alte Playstation mitsamt ihrem ersten Controller wieder entdeckte.

 

 

Die Grey- Lady . . . Wie schön sie doch aussah und immer noch aussieht. Genau genommen ist es nur ein kleiner, grauer Kasten, wo man die runde CD- Klappe mit der „Offen“- Taste aufschwingen lassen kann. Der erste Controller, noch ganz ohne Sticks, hat auch etwas. Er ist leicht, fässt sich aber unsagbar gut an – auch heute noch. Er liegt, anders als damalige Konkurrenz- Controller, derart gut in der Hand das man ihn beim Spielen gar vergessen und vollends in fremde Welten eintauchen konnte. Dieses Gefühl . . . ich mit dem uralten Controller und der Playstation vor mir liegen, zwischen einem Berg aus Müll. Ich hatte ganz vergessen das ich eigentlich meinen Rümpelschrank ausmisten wollte.

 

 

So saß ich dann da, und machte gedanklich beinahe einen Sprung in die Vergangenheit. Ich weiß es noch ganz genau. Es war ein ziemlich heißer Tag und ich musste in der Grundschule dieses nicht gerade einfache Gedicht vortragen, dessen Namen ich heute zwar nicht mehr weiß, wo mir aber noch die ein oder andere Zeile im Kopf herumschwirrt. „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind“, oder wie auch immer es ging. Gelernt habe ich es von meinem damals besten Kumpel Christian in der Schule, beziehungsweise auf dem Weg zur Schule. Einen lieben Gruß an dieser Stelle an Christian. Ich weiß leider nicht mehr wie du aussiehst.
Ich war (nicht nur in der Grundschule) ein Hausaufgabenverweigerer. Warum seine spärliche Freizeit auch noch mit Schulthemen füllen? Einzig Bücher lesen, Aufsätze schreiben und alles was mit Deutsch im Allgemeinen zu tun hatte, habe ich gerne gemacht. Allein deswegen weil ich das Schreiben und das geschriebene Wort schon seit jeher liebte. Alles was darüber hinaus ging wurde entweder in der Schule oder gar nicht erledigt.

 

 

 

 

An jenen Tag kam ich also vollkommen erschöpft nach Hause. Unterwegs habe ich mit Christian und einem anderen Jungen, dessen Name ich gar nicht mehr weiß, noch einen Abstecher beim Bäcker gemacht. Hm . . . yummi. Lecker weiche Schrippen für unterwegs.
Kaum zu Hause angekommen, schloss ich auf und ließ, als ich mein Zimmer betrat, den Alltag und die stressige Grundschule mit einem Schlag hinter mir. Das Zimmer war voller Poster und überall lag Müll herum. Ich war noch nie der Sauberste gewesen, doch ich liebte mein Chaos. Immerhin wusste ich wo alles lag, und das war sehr tröstlich. Der Mittelpunkt meines Kinderzimmers, was schon damals eher einem Jugendzimmer glich, war mein Fernseher und meine . . . jetzt müsste man eigentlich einen Engelsgesang einspielen . . . Playstation.
Ich zog meinen Stuhl, welcher eigentlich für meinen Lernschreibtisch gedacht war vor den Fernseher und schaltete die Playstation sofort ein. Was lag im Laufwerk? Gran Turismo – The Real Driving Simulator. Ich war dabei noch einige Lizenzen freizuschalten. Und genau das tat ich, und zwar so lange bis es draußen dunkel wurde, meine Eltern nach Hause kamen und mich mit solch unbedeutenden Dingen wie Essen zu nerven begannen.

 

 

Ich war nie das Kellerkind gewesen, welches sich die Medien vielleicht gewünscht hätten. Oft war ich mit meinen Freunden draußen. Christian liebte Basketball genauso wie ich, also hingen wir oft auf Basketballplätzen in Berlin ab. Skateboarden war auch cool . . . bis zu dem Punkt, wo ich mir einmal meinen Fuß gebrochen habe, und einige Monate auf Krücken angewiesen war. Gott, wie ich Krücken hasse! Doch präsent in meiner Grundschulzeit war immer meine Playstation. Was bin ich eingetaucht in diese Welten, wo man aufgrund der puristischen Grafik vor allem Fantasie brauchte, um dort so etwas wie Atmosphäre zu erleben. Es gab sie jedoch, die Spiele die selbst Fantasie und Atmosphäre erzeugten. Ich erinnere mich an dieser Stelle immer wieder gerne an das Weihnachtsfest, wo sich meine Eltern verkrachten, meine Schwestern regelrecht zu ihren Freunden flohen und ich alleine neben dem warmen Schein der Elektrokerzen des Weihnachtsbaumes saß und mein Geschenk ausprobierte. Weil ohnehin niemand mehr im Wohnzimmer war, schloss ich dort meine Playstation an und legte die erste CD von Final Fantasy VIII in das Laufwerk. Glaubt mir, es gibt diese Momente die man niemals vergisst! Dies war so ein Moment. Ich tauchte in die atemberaubende Welt aus Fantasy und Sci- Fi ein und konnte mich ihr kaum mehr entziehen. Fast ein ganzes Jahr lang zockte ich FF8 und es war großartig!

 

 

 

 

Bevor ich hier jedoch jedes einzelne Spiel durchnehme, bei welchen ich ähnliche „Wow“ - und Nostalgiemomente empfand, komme ich einmal ganz kurz zum Unternehmen hinter der Playstation. Sony brachte den Walkman und die CD auf den Markt, und somit die Technik in der Gesellschaft ein stückweit voran. Die CD war der heilige Gral der Musikindustrie und Sony mitten im Zeitgeist der 90'er. Nintendo (das ist bereits ein altes Lied) hat diese Zukunftsvision - durch Sturheit würde ich fast schon behaupten – schlichtweg verpasst. Das war der Beginn der Playstation, ein Wort das hierzulande auch langweilige Beamte und Burotippsen kennen. Ich weiß noch wie meine älteste Schwester auf ihrem „ich will erwachsen werden“ - Trip war und mein Hobby belächelte. Letztendlich, als die PS2 schon längst draußen war, überließ ich ihr meine Playstation 1 und sie hatte . . . O Wunder! . . . unsagbar viel Spaß damit. Mit meinem Game Boy oder meinem alten SNES konnte sie nie etwas anfangen. Als sie jedoch Silent Hill für sich entdeckte, wurde sie ein Fan. Als sie dann Jahre später Geburtstag hatte legten meine andere Sis und ich zusammen und schenkten ihr eine PS2 zusammen mit Silent Hill 2. Ich habe sie noch niemals so sehr vor Freude weinen sehen!
Heute hat sie sich leider vom Spielehobby abgewandt und arbeitet sich derzeit bis an den Rand eines Burnouts. Sie hat kaum noch Zeit für sich, aber das ist ein anderes Thema.

 

 

Die Playstation hat auch in meinem Freundeskreis viele Menschen bewegt. Was ging Aerith's Tod in Final Fantasy VII doch wie ein Lauffeuer durch meine gesamte Clique! Ich konnte meinem Kumpel damals echt nicht glauben, als er mich anrief und sagte das Sephiroth Aerith getötet hat. Ich meine, ich war erst bei Costa del Sol als dieser Död mich am Telefon extrem spoilerte! Ich sagte ihm nur das er sich irren muss. Immerhin arbeitete ich gerade fleißig an Aerith' Limit Breaks. Sie konnte und durfte einfach nicht sterben! Doch ich hatte mich geirrt . . . Es gibt unzählige solcher Playstation- Momente. Sei es nun meine total dämliche Speicheraktion bei Tomb Raider II, wo ich genau bei ihrem Todessprung aus dem Fenster speicherte (und beim Laden immer wieder mit Lara's Todesschrei begrüßt wurde, kurz bevor sie mit ihrem Gesicht auf den venezianischen Boden knallte), oder mein nervenaufreibender Endkampf bei Heart of Darkness, wo ich zum ersten Mal überhaupt verstand, warum am Anfang bei den Spielen immer Epilepsiwarnungen ausgegeben wurden.

 

 

 

 

Die Playstation war für mich weitaus mehr als nur eine Spielekonsole. Es war schon damals - ja so könnte man es nennen - Lifestyle. Musikhören, spielen und in digitale Welten eintauchen. Mir ist bewusst, dass es Menschen gibt, die ähnlich bei Nintendo - Konsolen empfunden haben. Doch für mich hatten Nintendo - Konsolen immer etwas Kindliches an sich, lange bevor Nintendo offiziell als Kinderkonsole verschrien war. Dabei war das SNES meine erste Spielkonsole. Ein bedeutendes Wow - Erlebnis hatte ich jedoch immer nur bei der Playstation. Klar, Illusion of Time, NBA und das Crysis unter den N- Games Rise of the Robots haben mir sehr gefallen, doch ein Gefühl von Coolness hatte ich bei Nintendo nie. Das liegt wohl daran, weil ich einst mit dem PC anfing zu zocken. Das waren sozusagen meine ersten Schritte auf diesem Gebiet. Mein Vater, der inoffizielle Zwillingsbruder von Chuck Norris, war damals Operator in der Computerabteilung von Siemens und folglich ein Computernerd wie er im Buche steht. Das ich mich von seiner Begeisterung für Technik, Chips, Computergrafik und dergleichen mitreißen ließ, lag auf der Hand. Nachdem Siemens damals ausmistete und meinen Dad, zusammen mit vielen anderen Schicksalsbrüdern, entließ, ebbte seine Leidenschaft allmählich ab. Bei mir jedoch blieb sie bis heute bestehen. Nintendo war demzufolge immer ganz nett in meinen Augen, jedoch niemals mehr.

 

 

 

 

Das Kuriose an all dem ist jedoch, dass ich niemals ein Fanboy in dem Sinne war. Nicht zuletzt besaß ich in der PS2/Xbox/GameCube - Ära ohnehin alle gängigen Konsolen, inklusive mehrere Game Boy - Varianten. Das kam jedoch deswegen, weil ich endlich die Möglichkeiten hatte mir alles zu kaufen. Ungehindert zocken und auch das was ich zocken will . . . ein Traum! Die Xbox war eine nette Idee und bot eine sehr gute Grafik. Ich weiß noch wie ich damals ganz kurz davor stand mir Halo zu kaufen, aber ich entschied mich dennoch für Unreal Championship 2: The Liandri Conflict, weil ich die Unreal - Spiele schon vom PC her kannte. Mit Xbox und PS2 konnte ich ganz gut leben, nur der GameCube wirkte, vor allem mit dem Henkel und diesem komischen Controller schon wieder wie ein Spielzeug in meinen Augen. Vom Computer war und bin ich hochwertige Produkte gewöhnt und mit dem Cube in meiner ersten eigenen Wohnung fühlte ich mich ein wenig . . . unwohl. Das war aber auch damals - das muss ich zugeben - die Phase wo ich unbedingt erwachsen sein wollte. Zumindest sollte man mich endlich als einen erwachsenen Menschen ansehen. Da kam so eine auf Spielzeug getrimme Konsole ungelegen in meinen Augen.

 

 

Es war für mich auch eine sehr schwere Zeit. Durch private und familiäre Probleme begann ich meinen Halt zu verlieren und das Ritzen half mir ein wenig darüber hinweg. Heute trage ich tiefe Narben, die mich noch immer an diese Zeit erinnern. Doch viel lieber denke ich dabei unter anderem an Final Fantasy X und ICO, Kingdom Hearts, Shadow of the Colossus , Need for Speed: Underground 2, sowie Champions of Norrath. Eine schöne Zeit war es damals nur, weil es die Playstation 2 gab die mich vergessen ließ.

 

 

 

 

Beruflich gesehen war die PS3 - Zeit bei mir damals recht turbulent. Nicht nur das, so zerstörte Sony alles woran ich einst zu glauben schien. Sony wurde arrogant und verlor das Wichtigste aus den Augen: uns Zocker. Dieser Cell - Ship, ganz großkotzig gefertigt, war ein Hindernis für die 3rd - Studios. Aber das alles nicht genug, war der Zauber der Playstation plötzlich verpufft. Warum? Ich war wirklich erschüttert. Noch dazu überschwemmte eine Casualwelle den Markt, Dank Nintendos Innovationskonsole Wii. Die Spielelager waren gespalten, die X360 hatte einen leichten Imageschaden durch den ROD und Sony stand auf dem Abstellgleis. Zurecht! So saß ich dann mit der Wii - Mote vor meinem damals neu gekauften HD Fernseher und fragte mich was ich da tat. Klar, Super Mario Galaxy war das erste Mario - Spiel was mir wirklich Spaß gemacht hat und Mario Kart Wii mit dem Lenkrad der Hammer, aber ich kam mir nicht mehr wie ein echter Zocker vor. Was für eine verkehrte Welt . . . Es dauerte Jahre um mich mit der Situation abfinden zu können. Plötzlich war eine Kluft zwischen den Zockern entstanden. Es gab dann auf einmal die schnelllebigen Casual - und die echten Core - Gamer. Toll. Und gerade wo ich anfing nicht nur auf der X360 meinen Spaß zu haben, kam der Anonymous - Hack - Angriff auf Sony. Und was machte das arrogante Unternehmen? Sie schwiegen!

 

 

 

 

 

 

Die PS360Wii - Zeit war schon recht holprig und in meinen Augen auch über viele Jahre hinweg von Frust untermauert. Lustig war nur der Anfang mit der Wii, muss ich gestehen. Die Wii war etwas Neues, was wirklich jeder einfach ausprobieren musste und ich weiß noch genau, wie ich damals meine Schwester ärgerte.

 

„Wii heißt die neue Konsole von Nintendo.“
„Na wie denn?“
„Wii heißt die  neue Konsole von Nintendo.“
„Hör' auf mit dem Scheiß. Wie heißt sie denn?“
„Na Wii!!!“

 

Das war genauso genial wie bei Dude und Sweet von „Ey, Mann wo ist mein Auto.“ ^^
Die letzte Konsolenära ging mit einem Knall zu Ende und Sony erhob sich scheinbar wieder wie ein Phoenix aus der Asche. Währenddessen Microsoft schon begann die Xbox 360 zu vernachlässigen und die Wii schon lange in der Scheintotphase war, bäumte sich die PS3 noch einmal auf und präsentierte einen Spieleknaller nach dem anderen. Hatte Sony es wieder geschafft? Ich war noch skeptisch. Auf dem Handheldmarkt tat sich auch so einiges. Nintendo ließ sich immer von den Handhelds stützen und bei der großen Innovationswelle der Wii, surfte auch der totgeglaubte Game & Watch mit, woraus dann ein Nintendo Double Screen, kurz DS, wurde. Nintendo stand plötzlich wieder für Innovation und Fortschritt, und man pfefferte wirklich alles auf einmal raus. Sonys PSP lief dennoch gut und wurde durch Spiele wie Tales of Eternia oder Final Fantasy VII: Crisis Core eine solide JRPG- Mobile- Konsole.

 

 

 

 

 

Kommen wir in der Gegenwart an, so kann ich sagen das Nintendo all sein Pulver verschossen zu haben scheint. 3D ist eine nette Idee, nicht zuletzt Dank der Welle, welche James Cameron's Film „Avatar“ losgetreten hat. Doch auf dem kleinen Handheld des 3DS schien es anfangs eher ein Wackelbildglücksspiel zu sein, bis man einen ähnlichen Effekt wie im Kino erlebt. Die Innovation ging auf Kosten der Grafik, weshalb sich das Gerät anfangs schleppend und später nur aufgrund einer Spieleflut im Jahr 2013 besser verkaufte. Der 3DS ist jedoch noch weit vom Erfolg des DS entfernt. Die Lachnummer PS Vita, welche Sony ins Rennen schickte, nachdem der kurze Exkurs der PSP Go vom Sog der Zeit in die Vergessenheit katapultiert wurde, mausert sich allmählich zu einem soliden Handheld. Nicht zuletzt weil sie ein gutes Zusatzgerät zur vierten Playstation darstellt.

 

 

Aber mal langsam. Wir sind jetzt in der aktuellen Gen angekommen. Die Xbox hat mich schon mit dem Namen 360 verwundert und setzte mit One plötzlich noch eins drauf. Das Anfangskonzept failte, nicht zuletzt Dank des Widerstandes der Zockergemeinde und der unzähligen, gecancelten Vorbestellungen. So wurde aus einem Always On - Produkt eine Pseudo - All in One - Spielekonsole. Mal sehen wie weit Microsoft mit dem Teil und der komischen Kamera noch kommt. Vor allem in heute kritischen NSA - Zeiten, welche für die "Weltpolizei" USA wirklich ihre Finger in jedes noch so kleine Loch stecken. Die Wii U, also die Wii für dich . . . als wenn meine alte Wii für meinen Nachbarn gewesen wäre . . . wollte wieder innovativ sein, fällt derzeit jedoch mit Nintendos Ideenlosigkeit, der Halsstarrigkeit und diesem fehl entwickelten Tablet - Konzept gewaltig auf die Schnauze. Die PS Vita steht langsam immer besser da, und das in Zeiten von Smartphone und Tablets. Die Playstation 4 rettet sie, aber auch geniale Games wie Dragon's Crown, Gravity Rush oder eines der innovativsten Games der Geschichte Tearaway. NIS Amerika beschenkt auch hierzulande die Vita- Besitzer reichlich, so dass sie, ähnlich wie einst die PSP zu einer kleinen JRPG- Konsole avanciert.

 

 

 

 

Aber wenn ich mir jetzt nach all den Jahren die Playstation 4 so ansehe, dann muss ich sagen das es ihn wieder gibt. Diesen Zauber, den ich einst spürte als ich die Grey Lady einschaltete. Der Playstationzauber ist zurück, in dem Maße wie Sonys Arroganz gewichen ist. Ich habe noch keine Playstation 4 bekommen. Die Läden sind wirklich leer und die Preise ab 600 € aufwärts im Internet sind mir noch zu teuer. Aber sobald es sie wieder im Laden oder über Amazon gibt, werde ich definitiv zuschlagen. Es gibt in der Tat zu wenig Spiele beim Launch, doch das stört mich nicht. Ich sehe mir die Bilder und Videos an, welche die Playstationzocker geshared haben und ich bin sprachlos. Ich fühle mich wieder wie damals, als ich von der Grundschule nach Hause kam und die Playstation angeschaltet habe. Dieses Feeling ist zurück. Ein Feeling, welches nicht mal die PS2 so richtig erzeugen konnte. Es ist beinahe alles perfekt für mich, selbst die für viele störende Lightbar. Ich weiß noch das ich sowohl meine PS2, als auch meine PS3 immer mit einer Lightbar nachträglich aufgepimpt habe. Noch dazu liebe ich leuchtende Controller. Hinzu kommt die geniale Grafik der PS4, welche Fortschritt suggeriert. Sicher, ich komme ursprünglich aus der PC - Sparte und weiß das Welten zwischen den neuen Konsolen und den Spiele - PC's liegen, aber dennoch atmen selbst die PC'ler langsam auf, weil die neuen Konsolen die PC Games nicht mehr ausbremsen. Naja, alle bis auf die Wii U, doch diese ist ohnehin kaum noch relevant.

 

So werde ich wohl Dank Sony nach all den Jahren wieder zum Ursprung zurück finden und kein Multiplattformzocker mehr sein. Ich habe wieder alles, was ich zum glücklich sein benötige. Allen voran den längst verloren geglaubten Playstationzauber.


 

In diesem Sinne . . . seid Ihr wirklich verrückt, wenn Ihr Euch all das hier tatsächlich durchgelesen habt. ^^


 

 

 

Aviator

 

 

 

 

 


Tags:

Playstation Nostalgie Sony


Dieser Blog ist unsichtbar!

 

 

Die Inspiration für diesen Final Fantasy 8 Blog lieferte mir der journalistisch hochbegabte CW User MeanMrMustard (Zum Blog: Senfs Gelaber über dies und das). Wenn man Zocker/Gamer aus Leidenschaft ist, dann hat man in seinem Besitz (oder in seinen Erinnerungen) natürlich die ein oder andere Spieleperle, an die man sehr gerne denkt. Oft jedoch sind bestimmte Spiele weitaus mehr als nur Spiele. Ich vergöttere zum Beispiel die Kunstwerke (und genau das sind sie) Tearaway, Ico und Shadow of the Colossus. Das waren so Erlebnisse, die ich einfach nicht vergessen kann. Aber jenseits all der Spiele, die mich fesselten, gibt es da dieses eine Spiel. Es hat meine Jugend geprägt und mir so viel gegeben.

 


Als Teenager las ich sehr gerne Games Magazine, und dies ist auch der Anfang meiner Geschichte rund um Final Fantasy 8. Ich kaufte mir regelmäßig die Bravo Screenfun am Kiosk. Darin wurde über unzählige Spiele für jedes erhältliche System berichtet. Natürlich gab es auch Poster von Final Fantasy 7 mit dem Protagonisten Cloud Strife. Ich kannte damals weder Final Fantasy 7, noch das Genre der Rollenspiele. Bisher spielte ich immer nur Rennspiele, Jump'n Run oder Actionspiele auf dem SNES, dem Game Boy oder meiner Playstation. Zur gleichen Zeit wie ich das Poster von Cloud anstarrte und überlegte wo ich es an meiner Wand hängen könnte, war meine heutige Frau die ich damals noch nicht kannte, mit ihrer Clique extrem im Final Fantasy 7 Hype. Ich fand zu dem Zeitpunkt nur Cloud irgendwie cool. Doch die Vorabberichte im Heft zum Nachfolger von Final Fantasy 7 machten mich weitaus neugieriger.

 

 

 

Quisties, Selphie, Rinoa, Squall, Cifer, Irvine, Xell

 

 


Ich fand das Wort „Garden“ witzig, vor allem weil es nichts weiter als Garten heißt. Und die „Seeds“ entlockten mir dann doch eher ein Schmunzeln, aber die Grafik und den Stil fand ich sehr ansprechend. Von Heft zu Heft steigerte sich meine Neugierde zur Vorfreude. Letzteres mag auch daran liegen, weil es bei den Leserbriefen ein Mädchen namens Denise gab, die total in Squall Leonhart verknallt war. So trudelten von anderen Lesern immer mehr Squall Fanbildchen in die Leserbriefsektion ein, einzig und allein nur für Denise. Das fand ich richtig cool.

 

Weihnachten 1999 war es dann endlich so weit. Es war ein Tag wie jeder andere, könnte man fast meinen. Draußen lag ein wenig Schnee und es war kalt, währenddessen drinnen unser hübsch geschmückter Weihnachtsbaum für eine gemütliche Stimmung sorgte. Es gab mal wieder langweilige Weihnachtsfilme im Fernsehen, sowie eine nervige Verwandschaft mit noch schlimmeren Essen. Ich habe Weihnachten als Teenager immer gehasst, und wenn ich ehrlich bin ist das heute nicht anders. Aber dieses eine Mal war es das bis dato beste Weihnachten in meinem Leben. Als ich das Spiel auspackte und das interessante Cover anschaute, war ich richtig glücklich. Ich wünsche mir nicht oft etwas. Eigentlich kommt das kaum vor, aber bei Final Fantasy 8 war meine Vorfreude derart astronomisch, dass ich es unbedingt haben musste.
Natürlich habe ich, kaum dass alle im Bett waren und ich im Wohnzimmer am großen Fernseher (das war ein Röhrenfernseher im Colani Design) meine Playstation angeschlossen habe, das Spiel sofort ausprobiert. Ich wurde umgehend von einer (für damalige Verhältnisse) atemberaubenden Introsequenz weggeblasen.

 

 


 

 


Nach dem Intro hatte mich das Spiel. Ich saß mit dem Controller in den Händen auf der Couch, neben mir noch der unordentliche Festtagstisch, und war wie gebannt. Bedächtig schien das Licht der Weihnachtslichterkette, reflektierte sich in den zahlreichen Kugeln und erhellte somit lange nach Mitternacht das Wohnzimmer. Irgendwo auf der Couchgarnitur schlief unsere Katze und ließ sich, genau wie ich, durch nichts stören. Mitten drin in einer magischen Sci- Fi Welt ging ich durch eine Schule, die so viel besser war als meine lumpige Gesamtschule damals. Ich lernte Squall kennen und musste dabei sehr lange an Denise denken. Alles was dann folgte, den ganzen Winter und das nächste Jahr über, will ich euch gerne erzählen, jedoch vollends bezogen auf dieses wunderschöne Spiel, welches mich auch heute noch einfach nicht loslässt.

 

 

 

Seed Abschlussball

 

 


Im Mittelpunkt von Final Fantasy 8 steht Squall Leonhart. Jüngere Semester dürften ihn aufgrund von Kingdom Hearts viel eher unter den Namen Leon kennen. Squall ist kein typischer Held. Er zieht sich eher von der Gesellschaft anderer zurück und denkt viel nach. Reden ist nicht seine Stärke und am liebsten hat er es, wenn man ihn in Ruhe lässt. Warum ist gerade so ein Typ der Held in einer Geschichte? Das hängt damit zusammen, weil er alle Kriterien für einen perfekten Protagonisten erfüllt. Wenn man gerne liest oder selbst schreibt, dann lernt man eine universelle Faustregel für eine perfekte Geschichte kennen. Nämlich folgende Definition: Eine Geschichte ist eine Schilderung von folgenschweren Ereignissen, an denen bemerkenswerte menschliche Figuren beteiligt sind, die sich infolge dieser Ereignisse verändern.
Squall verändert sich in der Tat, muss er doch lernen plötzlich für andere Verantwortung zu übernehmen, Mitgefühl zu zeigen und Menschen nah an sich herankommen zu lassen. Am Härtesten hat er jedoch mit der Liebe zu kämpfen, welche er durch die hübsche Rinoa erlebt. Sie erobert sein Herz, obwohl er nicht bereit dazu ist. Warum ist Squall aber so verschlossen?
Das hat einen Grund. Nachdem seine Mutter starb, kam er zusammen mit einem älteren Mädchen in ein Waisenhaus. Sie war wie eine Schwester für ihn, doch dieser Halt - sein einziger im Leben - ging verloren als sie das Waisenhaus verließ und er allein zurückblieb. Anstelle weiter zu weinen, beschloss er nun es alleine zu versuchen. Und fortan lebte er nur durch diese Stärke es ohne die Hilfe anderer im Leben zu schaffen. Bis . . . ja bis er Rinoa kennenlernte.

 

 

 

Final Fantasy 8 Wallpaper

 

 

Final Fantasy 8 ist, anders als die meisten Rollenspiele, eine Liebesgeschichte. Es geht darum wie Squall und Rinoa zueinander finden und wie Squall lernt das er auch wieder Vertrauen in andere Menschen fassen kann. Er ist nicht allein, etwas dass wiederum auch Rinoa für sich selbst lernen muss zu verstehen. Squall und Rinoa sind noch zusätzlich durch das Schicksal miteinander verbunden, denn beinahe wären ihre Mutter Julia und sein Vater Laguna ein Paar geworden. Julia hat diesen verrückten Kerl namens Laguna nie vergessen können und er half ihr auch sich zu öffnen und sich endlich zu trauen für das von ihr selbst geschriebene Klavierstück ein Lied einzusingen. Jenes Lied, ich meine natürlich „Eyes on me“, welches im Hintergrund läuft als Squall und Rinoa sich auf dem Raumschiff der Ragnarok im All näherkommen.

 

Die Wege von Laguna und Julia trennten sich durch den Krieg. Währenddessen Laguna mit seinen Kameraden Kiros und Ward um die halbe Welt in Kriegsgebiete geschickt wurde, heiratete Julia einen Oberst aus Deling City. Nach der Flucht von der mysteriösen Lunatic Pandora, in welcher fremde Soldaten aus einem bisher unbekannten Land ihr Unwesen trieben, landete Laguna schwer verletzt im idyllischen Dorf Winhill. Seine Freunde hatte er längst aus den Augen verloren, aber Raine, eine hübsche Frau aus dem Dorf, versorgte ihn liebevoll. Raine war eher ruhig und in sich gekehrt, anders als das aufgeweckte, kleine Mädchen namens Ellione, die im Krieg ihre Eltern verloren hatte. Laguna lebte sehr lange sehr glücklich bei Raine und Ellione im Dorf, bis ihn schließlich Kiros wiederfand und ihm unter anderen erzählte das Julia geheiratet hat.
Laguna heiratete daraufhin die überglückliche Raine. Aber dennoch zog es ihn wieder in die Welt hinaus, wo er nach dem Krieg dann als Reisejournalist für die Timber Maniacs schrieb. Raine verstarb während seiner Abwesenheit, weshalb ihr kleiner Sohn Squall, sowie auch Ellione in Edeas Waisenhaus kamen. Ein Ort, wo Squall auch das erste Mal auf seine späteren Freunde Quistis, Selphie, Xell, Irvine und Cifer traf. Natürlich wurde auch Julia von Oberst Carway schwanger und brachte das kleine Mädchen Rinoa zur Welt. Doch auch Julia starb, so dass Carway fortan alleine für seine Tochter sorgen musste.

 

 

 

 

Laguna, Raine, Ellione (erwachsen und klein), Julia, Kiros, Ward, Squall (unten rechts auch mit Rinoa, Quisties & Irvine)

 

 


Lagunas Spuren verlieren sich mit der Zeit, doch Squall findet später noch heraus das er eine bedeutende Rolle für die Rasse der Shumi's gespielt hat und später dann (wahrscheinlich als er erfuhr das Raine tot war) zum Präsidenten der Sci- Fi Stadt Esther wurde. Dort schließt sich auch der Kreis. Final Fantasy 8 hat als tragendes Element die Zeit im Fokus. Nicht umsonst ist auch die Endgegnerin Artemisia eine Magierin der Zeit. Und auch das Mädchen Ellione besitzt die Gabe Ereignisse in Raum und Zeit zu verknüpfen. Aus diesem Grund ist sie auch abgeführt worden und hat den kleinen Squall nicht einfach so im Waisenhaus alleine zurückgelassen.

 

Die Story von Final Fantasy 8 ist nicht leicht zu verstehen, wenn man sich nicht intensiv darauf einlässt. Dabei beginnt alles ganz normal auf einer Militärschule, wo man als Spieler Squalls Aufstieg und die Beförderung vom Kadett zum ausgebildeten Seed erlebt. Bald schon geraten Squall und seine Truppe zwischen die Fronten der Rebellen, sowie der Macht einer Hexe und ihrer Armee. Es droht Krieg, so dass sich auch die Militärschulen gegenseitig bekriegen und es zum Kampf Balamb Garden versus Galbadia Garden kommt. Rinoa beauftragt von ihren Gil Seeds, Söldner des Balamb Garden, für ihre Mission und sie merkt schon bald das nicht nur ihr die ganze Situation als Rebellin zu entgleiten droht. Squall findet sich unterdessen in der unfreiwilligen Rolle des Anführers und bald auch schon als oberster Seed und beinahe auch Leiter des Balamb Garden wieder. Doch nichts ist wie es scheint. Gut und Böse spielen keine Rolle, so dass es auch nicht verwunderlich ist, dass der knallharte Macho - Scharfschütze Irvine nicht die Kraft hat abzudrücken, wenn er die Gelegenheit dazu hat. Edea ist wie eine Mutter für ihn. In dem Moment weiß er es nicht mehr, aber sein Unterbewusstsein kennt die Wahrheit.

 

 

 

Die Garden: Balamb Garden (blau), Galbadia Garden (rot) und der zerstörte Trabia Garden in der Vicke Eisebene


 

 


Squall und seine Freunde haben vergessen das sie sich kennen und sie haben auch vergessen das sie die „böse“ Hexe Edea kennen. Diese Erkenntnis erlangen sie auf dem Sportplatz des vollkommen zerbombten Trabia Garden, den Heimatgarden von Selphie. Doch weswegen haben sie alles vergessen? Diese Frage ist eine perfekte Überleitung zum Kampfsystem, denn aufgrund der G.F. (Guardian Forces) leiden sie unter diesem Gedächtnisverlust. Immer dann wenn sie sich an diese Avatare koppeln, leidet ihr Gedächtnis. Die G.F. sind mächtige Beschwörungen, die es in nahezu jeden Final Fantasy Spiel gibt, doch in keinem anderen Spiel haben sie eine derartig gewichtige Bedeutung.
Die Story warnt den Spieler eigentlich schon das man keine G.F.'s benutzen sollte. Doch was heißt das? Das bedeutet das man G.F.'s nicht beschwören und sinnlos seine Zeit mit ihnen im Kampf verplempern sollte, denn spätestens die feindliche G.F. Griever wird dem Spieler deutlich machen, dass er so nicht weiter kommen wird. G.F.'s sollte man nur ihrer Abilitys wegen nutzen. „Karte“, „Kartenwandler“ und all die Zauberwandler sind besonders wichtig. Zauber sind insofern wichtig, weil die Statuswerte der Charaktere an sie gekoppelt sind. Aus diesem Grund sollte man auch Zauber nicht im Kampf einsetzen, weil die Werte sich dadurch zum Negativen verändern können. Ja wie soll man denn nun kämpfen, wenn man weder beschwören, noch zaubern sollte?
Ratsam ist es die Zauber an die Attacken (Element und Zustand) zu koppeln, so dass man beispielsweise mit dem Zustand „Tod“ den simplen „Angriff“ - Befehl auswählt, und ein dafür anfälliges Monster mit einem Instant Kill sofort tötet.

 

 

 

Alle G.F. (Guardian Forces) im Spiel

 


Mit Hilfe der G.F. Diabolus empfiehlt sich jedoch die Ability „Gegner 0“, damit man überhaupt keine Monsterbegegnungen mehr hat. Ok, man sollte also nicht zaubern, nicht beschwören, ja nicht einmal Kämpfen und somit Leveln und Grinden? Nein, denn das braucht man nicht unbedingt. Im Idealfall sollte man sich, und dadurch vor allem auch die Gegner, auf einem möglichst niedrigen Level halten. Dadurch werden Endkämpfe zu einem Kinderspiel.
Das Kampfsystem ist beinahe genauso kompliziert zu verstehen wie die Story, aber wenn man viel probiert, kann man auch viel herausfinden. Vor allem dürfte sich somit auch die Frage klären wie man denn nun koppeln soll, wenn man nicht einmal kämpfen und somit auch den Befehl „Draw“, bei welchen man Zauber von den Gegner klaut, nicht anwenden kann.

 

 

Das Triple Triad Spielbrett, Bildschirm beim CD Wechsel, Hauptbild in der Bildergalerie (Artemisias Schloss)

 

 


Das Geheimnis ist das Kartenspiel Triple Triad. Mit diesem Kartenspiel gelangt man an alle Zauber, auch alle Hochwertigen, die man zum Koppeln benötigt. Aber nicht nur das, kann man mit dem Umwandeln der Karten in Zauber und Items auch seine Waffen recht früh im Spiel auf die höchsten Stufen umbauen und somit für die härtesten Aura Fertigkeiten (Limit Breaks) sorgen, mit welche man alle Endkämpfe locker bewältigen kann.
Und bei diesen (einzig bedeutsamen) Kämpfen kann man auch ruhig mal „Draw“ anwenden, um von einigen Bossen wertvolle G.F.'s zu ziehen oder gar gleich apokalyptische Zauber, denn erst da lohnt sich dieser Befehl überhaupt erst.
Es gibt aber nicht nur diesen Kniff im vielseitigen Kampfsystem. Man kann natürlich auch Standard mit G.F. - Beschwörungen und alle Charas und G.F.'s auf Level 100 zocken. Es ist nur ein wenig schwieriger zu spielen in meinen Augen. Wichtig, und dass sollte man nie aus den Augen verlieren ganz gleich wie man sich entscheidet zu spielen, sind die Parameter der Charas. Also Stärke, Körper, Geist, Treffer etc. Diese sollte man alle maxen mit den richtigen Zaubern. Einer Party mit max. Parameter kann so leicht niemand etwas anhaben.

 

 

 

 

Einige Ortschaften von Final Fantasy 8

 

 

 

Final Fantasy 8 ist in vielerlei Hinsicht sehr komplex. Sei es nun die Story, das Kampfsystem oder all die kleinen, charmanten Dinge am Rande und die Liebe zum Detail. Eine fette und faule Katze in Timber, ein Transsexueller in der Kneipe von Dollet, ein UFO mit einem mysteriösen Alienwesen namens Koyo Koyo, welches man töten oder ein Elixier geben kann oder eben all die liebevoll ausgearbeiteten Randcharaktere und Partymember. Die eigenen Partymitglieder sind, ein jeder für sich, auch sehr vielschichtig. Sei es Quisties' unerfüllte Liebe zu Squall, Xells fataler Fehler, welcher viele Menschenleben kostet, Selphies Trauer über ihre verstorbenen Kameraden im Trabia Garden oder gar Irvines Schwäche bei einer äußerst wichtigen Mission. Für Auflockerung und Humor sorgen zum Glück die Nebencharas Fu-Jin und Rai-Jin, sowie Biggs und Wedge (zwei alt bekannte Namen alter Final Fantasy Spiele, sowie aus den Star Wars Klassikern) und Lagunas Freunde Kiros und Ward. Auch ungemütliche Gesellen wie Cifer sind nicht immer nur böse, denn Final Fantasy 8 entfernt sich sehr weit vom typischen schwarz/weiß Schema gängiger Rollenspielklischees. Noch dazu spielt es mit der Zeit und den Ereignissen, so dass selbst Dr. Who und Doc Brown neidisch werden könnten. Somit ist nämlich durch eine Paradoxonverknüpfung das Ende von Final Fantasy 8 auch gleichzeitig dessen Anfang, weshalb sich der Wiederspielwert darin begründet es schlichtweg noch mal spielen zu wollen.

 

 

 

o.l. Introsequenz Squall versus Cifer, ein wenig vom Kampfsystem, sowie ein nerviges und ein amüsantes QTE

 

 

Hat man das Spiel erst einmal durch und ist vielleicht von seinem Charme verzaubert, so öffnet sich ein Schwall an Fragen und Vermutungen, denn geklärt ist noch längst nicht alles. Warum hat Squall den Ring mit der Abbildung eines Löwen, der Griever heißt? Warum ist Artemisias G.F. eine Löwengestalt die ausgerechnet den Namen Griever trägt? Warum sehen sich Rinoa und Artemisia so ähnlich und haben als Symbolik die Federn? Ist Rinoa als unsterbliche Hexe gar selbst Artemisia, welche über all die Jahre durch die Benutzung der G.F. vergessen hat wer sie ist? Besitzt sie deswegen Griever, das einzige Überbleibsel von Squall, welcher ihr einst mit Xells Hilfe den Ring gab? Haben die Centra Ruinen etwas mit den Ceta aus Final Fantasy 7 zu tun? Warum ähneln sich die Karten beider Spiele so sehr und ist der große Krater im Norden, bei welchen man nicht mit den Garden rüberfliegen kann, eine Anspielung auf den Nord Krater aus Final Fantasy 7? Ist Squall durch die Ereignisse in der Zeitachse letztendlich gar selbst der Initiator der Garden und Seeds? Das sind alles spannende Fragen, die mich auch heute noch beschäftigen.

 

 

Squall Leonhart vor dem Grieveremblem

 

 

Ich habe mit dem Spiel so viel Zeit verbracht und bin gar Monate lang darin versunken. Auch heute noch spiele ich es ab und an auf meiner Vita. Die Musik, ob nun wunderschön und melodisch wie beim Großen Salzsee vor Esthar Stadt oder gar verrückt und irre wie bei der Konfrontation mit Norg, vergessen wird man den OST garantiert nicht so schnell. So werde ich bei sanften Gitarrenmelodien sehr oft an Balamb Stadt erinnert. Unvergessen und süchtig machend ist auch das Kartenspiel Triple Triad, bei welchen es so viele Kniffe gibt, wenn es darum geht ungeliebte Regeln loszuwerden, Karten zu bekommen, die CC Freaks herauszufordern und am Ende noch eine fette Überraschung zu erleben. Die Atmosphäre in der Übungshalle des Balamb Garden ist für mich Jurassic Park pur und wenn Kiros, Ward und Laguna durch das Feld in der Nähe von Deling City laufen, werde ich immer wieder an die Velociraptor Szene aus Jurassic Park 2 erinnert. Ob nun weite Wüsten, einsame Raketenbasen oder zauberhafte Orte, Final Fantasy 8 bietet in Sachen Locations so wahnsinnig viel Abwechslung, dass es niemals langweilig wird. Die zwei Zeitebenen, bei welchen man zwischen Squall und Laguna hin und her springt, empfinde ich zudem als große Bereicherung für das Rollenspiel. Edea ist, obwohl sie später durch andere abgelöst wird, am Anfang eine sehr gute Antagonistin. Neben meiner virtuellen Liebe zu Fang aus Final Fantasy 13 und Liara T'soni aus Mass Effect, findet natürlich auch Edea Kramer aus Final Fantasy 8 ihren festen Platz in meinem Fanherzen. ^^

 

 

Meine kleine Sammlung: FF8 Original, Platinum, Lösungsbuch und Downloadversion auf meiner Vita

 

 

 

Für alle, die dieses Spiel einmal probieren möchten, empfiehlt sich die Downloadversion aus dem PSN und für Retrofans gleich die 4'er CD Retail Version für die PSX, wenn es diese noch irgendwo günstig zu kaufen gibt. Vielleicht, aber dass will ich wirklich nicht hoffen, wird es ja irgendwann ein Remaster oder Remake geben? Aber Final Fantasy 8 ist in meinen Augen auch so sehr gut gealtert, so dass andere Spiele wie Final Fantasy 12 es weitaus nötiger hätten.

 

 

 

In diesem Sinne . . . habe ich jetzt irgendwie wieder derbe Lust drauf bekommen. ^^


 

Avi

 

 

 

 

 

 

 

 




Tags:

Final Fantasy 8 Nostalgie Playstation


Beitrag melden

Du möchtest XXX melden? Schreibe bitte ein kurzes Statement mit der Begründung und klicke auf "melden".
Melden